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18.08.2017 - 22:15
Foto: Max Grill

26 Jahre nach dem Unfall kämpft ein Opfer um sein Recht

03.02.2010, 10:49
Er bestreitet einen Kampf gegen Windmühlen: 1983 wurde der heute 41-jährige Gerhard Altmann (Bild) aus Salzburg bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt. Heute ist er arbeitsunfähig, streitet immer noch um Schadensersatz und hofft auf eine sogenannte Integritätsabgeltung.

Dieser sperrige Begriff steht für eine einmalige Zahlung, sollte der Unfall durch eine grob fahrlässige Missachtung des Arbeitnehmerschutzes verursacht worden sein und das Opfer dadurch eine erhebliche und dauernde Beeinträchtigung erlitten haben.

Allein: Für Gerhard Altmann wird der Nachweis, dass der Unfall unter diesen Voraussetzungen passierte, schwierig. Er liegt nämlich mehr als 26 Jahre zurück. Im August 1983 verletzte sich der damals jugendliche Lehrling bei einem Arbeitsunfall schwer. Die Folge waren ein Tinnitus, Schlafstörungen und schwere Krämpfe. "Ich habe mich beruflich neu orientieren müssen. Es ist nicht mehr gegangen", schildert Altmann.

Klinikaufenthalte und Panikattacken

Also machte er eine Schlosser- Lehre. Daneben prägten Klinikaufenthalte wegen Panikattacken seinen Lebensweg. Nach 15 Jahren Therapie musste er schließlich aufhören zu arbeiten. Dazu musste Altmann ständig um seinen Schadensersatz kämpfen. Erst vor fünf Jahren bekam er eine Invalidenrente zuerkannt. Jetzt will er mit einem Gutachten belegen, dass seine Erkrankung eine Folge des Unfalls von damals ist. Altmann: "Um eben eine Integritätsabgeltung zu bekommen."

Anwältin Manuela Kollnberger: "Die gibt es aber nur wenn ein Vorsatz vorliegt." Die Juristin hat deswegen eine Petition ans Parlament verfasst. "Wir fordern eine Änderung des Sozialversicherungsgesetzes."

Kronen Zeitung

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