Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.09.2017 - 01:42
Foto: Peter Tomschi (Symbolbild)

200.000 sahen Salzburger Taschendieb

30.08.2016, 08:11

200.000 sahen auf YouTube den rumänischen Taschendieb (41), den die Polizei sowohl in Großbritannien als auch in Portugal und zuletzt in Salzburg laufen lassen musste. Obwohl bekannt ist, dass der Mann ein Profidieb ist, kommt er immer wieder frei. In Salzburg dürfte seine Frau als Komplizin fungiert haben.

In seiner Heimat gibt es Schulen wo Taschendiebe ihr kriminelles Handwerk erlernen. Da bringt man ihnen nicht nur bei, unbemerkt Geldbörsen aus Taschen zu ziehen sondern sie lernen auch die besten Ablenkungsmethoden. Und natürlich das Wichtigste: Wer die Beute sofort einem Komplizen übergibt, kann- sollte er erwischt werden - nicht belangt werden. Bereits vor zwei Jahren zog es den so fertig ausgebildeten Rumänen nach Großbritannien. In der Londoner U- Bahn machte er zahlreiche Beutezüge.

Nach Kurzfilm auf YouTube geflüchtet

Bis ihm eines Tages ein Ermittler mit versteckter Kamera für einen britischen TV- Sender in der Central Line filmte. Der Ermittler holte den Dieb aus der U- Bahn und stellte ihn zur Rede. Der Rumäne hatte keine Beute dabei - denn er hatte den zivilen Polizisten erkannt. Doch der Kurzfilm wurde auf YouTube gestellt und gleich 200.000 Mal angeklickt. Da wechselte der EU- Bürger nach Portugal. Auch dort konnte ihm nie etwas nachgewiesen werden. Da er aber in Verdacht stand, etliche Diebstähle begangen zu haben, gab es eine gerichtliche Anordnung zur Aufenthaltsermittlung. Als der Rumäne davon erfuhr, zog es ihn nach Österreich weiter. In Wien, in Tirol und in Salzburg machte er hier Beute. Aus Wien gibt es ein Foto von der U1 am Keplerplatz. Dort bestahl der Rumäne sein Opfer, als dieses in die U- Bahn einstieg. Im Gedrängel merkte die Frau nichts.

Schon mehrmals auf der Schranne beobachtet

Am 18. August schlug der Mann dann vermutlich in Begleitung seiner Frau auf der Schranne zu. Doch er wurde erwischt, konnte kurz flüchten und wurde dann erneut angehalten. "Er gab an, dass er am 13. August mit seiner Frau und den Kindern zum Betteln nach Salzburg gekommen sei. Wo sich die Familie aufhält, wissen wir nicht", so Polizeisprecher Michael Rausch. Der Mann musste Fingerabdrücke und DNA hinterlassen - danach kam er wieder frei und tauchte unter. Selbst ein gestohlenes Handy, das bei ihm am 26. August in Taxenbach gefunden wurde, konnte die Staatsanwaltschaft nicht davon überzeugen, dass weitere "Tatbegehungsgefahr" besteht. "Wir haben einige Hintergrundinfos über den Mann und Komplizen", sagt Michael Rausch. Man hofft, ihn beim nächsten Coup dingfest machen zu können.

30.08.2016, 08:11
Manuela Kappes, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum