Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
25.06.2017 - 10:09
Kontrolle beim Bahnhof: Die Salzburger Polizei ist im Einsatz!
Foto: Markus Tschepp

200 Dealer im Salzburger Bahnhofsviertel

10.03.2017, 06:50

Erneut erwischten Schengenfahnder am Bahnhof in Salzburg einen Marokkaner (19), der sich als Dealer betätigte. Wenn es um Drogen geht, sind die mehr als 50 in Salzburg großteils illegal lebenden Marokkaner führend, es folgen die Afghanen.

Der 19- Jährige hatte eine geringe Menge Cannabis dabei. Da gegen ihn bereits eine Festnahme- Anordnung wegen Drogenhandels vorlag, wurde er in die Haftanstalt nach Puch gebracht. Ein weiterer Marokkaner war vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zur Festnahme ausgeschrieben.  Offiziell sind derzeit 24 Marokkaner in Salzburg in der Grundversorgung. Das bedeutet, sie sind in einem Quartier untergebracht und warten auf den Ausgang des Asylverfahrens.  Doch mehr als 50 Marokkaner dürften sich insgesamt in Salzburg aufhalten. Sie haben keine Chance auf Asyl in Österreich und suchen darum auch nicht an. Sie schlagen sich meist mit Drogenhandel durch das zeigen Aufgriffszahlen aus dem Bahnhofsviertel.

"Die Marokkaner sind dort unser Hauptproblem. Das Dealen mit Cannabis, aber auch Körperverletzung und Diebstahl kommen da häufig vor", weiß Manfred Ottenbacher, stellvertretender Leiter der Schengen- Fahndung in Salzburg.  Die Illegalen können nicht abgeschoben werden, denn es gibt kein Heimreise- Zertifikat aus Marokko. Sie leben als "U- Boote" hier. "Da hat ein Flüchtling offiziell eine Wohnung und der nimmt dann vier bis fünf andere bei sich auf", schildert Ottenbacher. Auch Algerier und Afghanen mischen beim Drogenhandel im Bahnhofsbereich mit. Auf Anordnung von Landespolizeidirektor Dr. Franz Ruf wird im Hot- Spot- Bereich rund um die Uhr mit mindestens 10 bis 15 Beamten kontrolliert. "Wir gehen penibel vor, fragen ganz genau nach und versuchen so auch herauszufinden, wo diese Menschen wohnen. Die sind alle in Communitys vernetzt", sagt Ottenbacher. Die Hälfte der Beamten ist in Zivil unterwegs.

Klein- Dealer sind unter sich vernetzt

"Sie sind an neuralgischen Stellen positioniert, um den Ameisenhandel, wie wir das Dealen mit kleinen Mengen nennen, zu erkennen. Die Täter wissen ja, dass ihnen nichts passiert, wenn sie nur wenig dabei haben. Ihr Lager ist dann irgendwo ganz in der Nähe. Dort verstecken sie die größeren Mengen", so Ottenbacher.  Wenn die Dealer einen Polizisten erkennen, werfen sie ihre Ware sofort weg. "Wenn wir das beobachten, können wir sie trotzdem festnehmen."  Durchsuchen dürfen die Beamten Verdächtige nicht, nur wenn sie selbst zustimmen oder es einen begründeten Verdacht gibt. So einer besteht etwa, wenn die Beamten Cannabis- Geruch wahrnehmen. "Das spüren wir aus drei Meter Entfernung. Und dafür ist auch eine Hundestaffel am Bahnhof. Wenn wir nichts finden, darf ein Hund schnuppern. Und der schlägt ganz sicher an, wenn wer Drogen dabei hat." Es vergeht laut Ottenbacher kein Tag ohne Aufgriff. Allein 2016 wurden im Bahnhofsbereich 200 Dealer gefasst. Die meisten Marokkaner sind laut Polizei drogensüchtig.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum