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21.09.2017 - 07:50
Foto: Franz Neumayr/MVV (Symbolbild)

180 Häftlinge übersiedeln nun in die Au

14.06.2015, 20:17
Ernst wird es für das Personal und die Häftlinge in der Justizanstalt Salzburg am Freitag, dem 26. Juni: In nur wenigen Stunden soll die Übersiedlung ins neue Gefängnis in der Urstein-Au abgewickelt werden. Der Umzug ist genauestens geplant. Auch andere Justizanstalten helfen dabei mit ihren Beamten und Fahrzeugen aus.

227 Häftlinge finden im Neubau Platz. Dazu kommen 14 Krankenbetten. In der Schanzlgasse standen nur 206 Plätze zur Verfügung. Im Moment sitzen knapp 180 Straftäter ein. Und sie alle werden am 26. Juni umziehen. "Es ist alles bis ins Detail durchgeplant. Wir fangen früh morgens an und wollen bis zum Abend den ganzen Umzug abgewickelt haben", sagt Anstaltsleiter Oberst Dietmar Knebel. An diesem Tag haben so gut wie alle unsere Leute Dienst. Derzeit sind 75 Beamte im Einsatz, in Puch wird auf 85 Mann aufgestockt. Zusätzlich gibt es noch Verwaltungsangestellte, Sozialpädagogen und Psychologen. "Wir wollen es auf so wenige Fahrten beschränken, wie es nur geht. Wir haben mittlerweile drei Anstalts- Busse. Beim Umzug helfen uns aber andere Justizanstalten mit Personal und Fahrzeugen aus."

Vorführungen künftig komplizierter

Musste man in der Schanzlgasse die Häftlinge nur durch eine Schleuse zum Gericht bringen, wird das künftig komplizierter. "Wir haben pro Jahr knapp 4500 Vorführungen. Da müssen die Häftlinge künftig von zwei Beamten – einer fährt, einer passt auf – ins Gerichts- Ausweichquartier in die Weiserstraße gebracht werden", erläutert Knebel. Welche Route die Fahrer nehmen, hängt vom Verkehr ab. "Über Glasenbach und Elsbethen sind es 10 Kilometer, über die Autobahn etwas mehr", weiß Knebel.

Im Gericht selbst gibt es einen so genannten Einstell- Haftraum. "Bei einer Unterbrechung, oder wenn der Häftling bei einer Zeugenbefragung nicht dabei sein darf, kann man darauf zurückgreifen. Die Häftlinge können sich 15 bis 20 Minuten in dem Raum aufhalten. Da gibt es eine speziell gesicherte Tür." Kommt es zu Ladungen vom Gericht außerhalb der Regelzeit, hat man im neuen Gefängnis drei Möglichkeiten. "Der Journalrichter kann zu uns kommen. Wir haben einen Verhandlungsraum. Man kann das auch via Videokonferenz regeln oder es müssen doch zwei Beamte mit dem Häftling nach Salzburg fahren."

14.06.2015, 20:17
Manuela Kappes, Kronen Zeitung
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