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22.08.2017 - 05:18
An Bord dieses Polizeihubschraubers war die Wärmebildkamera, mit der die Glutnester geortet wurden.
Foto: FF Bruck

136 Löschflüge bei Waldbrand

11.11.2015, 19:38
136 Hubschrauberflüge, bei denen jeweils 400 bzw. 1000 Liter Wasser ins Gebirge geflogen wurden, waren nötig, um den Waldbrand im Bereich der Vögerlalm in Fusch zu löschen. 49 Feuerwehrmänner waren am Dienstag wieder unermüdlich im Einsatz. Wichtige Dienste leistete die Wärmebildkamera des Polizei-Helis.

Das Feuer war am Montag ausgebrochen, nachdem ein Landwirt einen Haufen mit trockenen Ästen abgebrannt hatte. Der heftige Nordwind wehte Funken umher, so geriet das Gras rundherum in Brand. Das Feuer breitete sich auf einer 2 Hektar großen Fläche auch auf Büsche und Bäume aus.

Schon am Montag gestalteten sich die Löscharbeiten im steilen Gelände schwierig - die "Krone" berichtete. Am Dienstag machten sich die Mannschaften aus Fusch, Bruck, Maishofen, Zell am See und Saalfelden erneut mit 49 Mann auf den Weg zur Vögerlalm. Mit einem Bundesheerhubschrauber wurde Wasser ins Gebirge geflogen. "Der Heli war 136 Mal unterwegs und hat immer einen 1000- Liter- und dann wieder einen 400- Liter- Behälter Wasser hinaufgebracht", schildert der Pinzgauer Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Fritzenwanger. Auch zwei Polizeihubschrauber waren im Einsatz, darunter einer mit einer Wärmebildkamera. "Damit konnten wir die Glutnester im steilen Gelände orten. Unsere Mannschaften sind mit Löschrucksäcken zu diesen Stellen marschiert."

Mit Löschrucksäcken zu Fuß unterwegs

Die Männer wurden zuvor zum Teil ins Gelände geflogen oder mussten von einem Weg, den man noch mit einem Jeep erreichte, zu Fuß weitergehen. Bis zum späten Nachmittag waren so gut wie alle Glutnester abgelöscht. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Arbeiten wieder eingestellt. Das Gebiet ist in der Nacht nicht begehbar, es bestand auch keine Gefahr, dass dort ein Mensch unterwegs ist.Bei einem erneuten Hubschrauberflug wird am Mittwoch noch einmal geprüft, ob es noch Glutnester gibt. "Es ist ein bisschen schwierig, manchmal sind Steine einfach noch heiß. Auf der Wärmebildkamera sieht das aus wie ein Glutnest. Das müssen wir kontrollieren."

11.11.2015, 19:38
Manuela Kappes, Kronen Zeitung
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