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21.08.2017 - 17:03
Foto: MARKUS TSCHEPP

115 Millionen Euro für Umfahrung Bergheim

19.09.2010, 12:22
Mehr als ein Jahr ziert sich das Land schon: Den Vertrag mit Bergheim für den Gitzentunnel soll die Regierung nach langem Zögern jetzt beschließen. Der Baubeginn für diese Umfahrung ist für 2015 vorgesehen. Und das Land muss dafür tief in die Taschen greifen: 115 Millionen Euro wird der Bau kosten.

Eigentlich war eine Unterflurtrasse mitten im Ort geplant – doch im Land machte LHStv. Wilfried Haslauer Druck und setzte sich für eine großräumige Umfahrung Bergheims ein. Der Gitzentunnel weicht dem Zentrum großräumig aus (sieh Grafik in der Infobox). Haslauer versprach mit einem Vertrag der Gemeinde den Baubeginn 2015 – aber die Regierung stimmte lange nicht zu. Erst jetzt rückt der Tunnel auf die Tagesordnung – die "Krone" kennt alle Details des Projektes.

Das Land wird tief in die Tasche greifen müssen: Die Baukosten wurden 2008 auf 98,5 Millionen Euro berechnet. Derzeit hält man wegen der Inflation schon bei 103 Millionen. Bis zum Start der Bauarbeiten 2015 steigt der Preis auf gut 115 Millionen Euro, schätzt der Landes- Finanzchef David Brenner.

Warum so teuer?

Für den Gitzen ist ein kleines Tunnelsystem nötig. Es beginnt in Lengfelden kurz nach dem Kreisverkehr mit einer ersten, 312 Meter langen Röhre. Dann geht es unter der Straße nach Mattsee durch und auf einer Brücke über die Fischach. Erst jetzt folgt der eigentliche Gitzentunnel. Der ist 2.503 Meter lang und führt bis zur Lamprechtshausener Straße, wo die Umfahrung nahe Siggerwiesen einmündet.

Die unterirdische Strecke ist so lang, dass "umfassende bauliche und technische Sicherheitsausrüstungen erforderlich sind", heißt es im Bericht der Landes- Bauabteilung. "Um die Notausgänge ins Freie führen zu können, ist die Errichtung von begeh- und teils befahrbaren Begleittunnels parallel zum Haupttunnel erforderlich."

Die Geh- Röhren sind dabei 490 bzw. 230 Meter lang, die zwei befahrbaren Fluchttunnels sogar 774 bzw. 750 Meter. Einziger Trost: Das Gestein soll "günstig" sein – eine Kostenexplosion beim Tunnelbau wäre da kaum zu erwarten. Trotzdem sind die Betriebskosten beträchtlich: 435.000 Euro im Jahr wären nötig – nicht nur für die Beleuchtung, sondern auch für eine Video- Überwachung.

von Robert Redtenbacher, "Salzburger Krone"

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