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06.12.2016 - 08:25
Bei der Wanderung kommt man immer wieder an wunderschönen alten Bauernhäusern vorbei.
Foto: Chris Koller, Kronen Zeitung

Zwischen Höllengebirge und Hongar

05.09.2016, 10:02

Eine mehrtägige Wandertour mit wunderschönen Ausblicken und netten Bekanntschaften erwartet Naturliebhaber in Oberösterreich. Die Region um den Attersee und Traunsee hat viel zu bieten!

Langstreckenwanderungen werden immer beliebter! Das hat auch Hans Prangl erkannt, der seit 2012 einen Wander(s)pass auflegt, der erst sehenswerte Berg- und Seenrouten rund um den Traunsee und in den Folgesaisonen auch im Almtal und in Richtung Attersee beschreibt. "Wir merken den Trend zu mehrtägigen Wanderungen immer mehr - und haben natürlich reagiert", so der Initiator des Büchleins, das mittlerweile rund 20.000 Abnehmer in der Saison findet. Benannt nach dem Gmundner Wanderpionier und Bergsteiger Hannes Loderbauer, der 1992 verstorben ist, aber seine Erfahrungen in der Natur in zahlreichen Büchern und Führern für die Nachwelt hinterlassen hat, hat Prangl die Hannes- Loderbauer- Traunsee- West- Tour heuer erstmals in den Pass aufgenommen.

Die Poxrucker Sisters - hier mit Touristiker Andreas Murrey - sind Wander(s)pass-Botschafterinnen.
Foto: Marion Hörmandinger

Die Strecke, die gemütlich in drei oder vier Tagesetappen bewältigt werden kann, zieht sich durch den wunderschönen Naturpark Attersee- Traunsee. Passende Übernachtungsmöglichkeiten in urigen Hütten und Gasthäusern sind genügend vorhanden - sollten aber reserviert werden.

Auf der Wanderroute rund um Weyregg bieten sich malerische Ausblicke.
Foto: Chris Koller, Kronen Zeitung

Wer gleich mit einem Höhepunkt starten will, kann von Gmunden per Schiff über den Traunsee nach Altmünster fahren und von dort über den Gmundnerberg und den Hongar auf die Kreuzing- Alm gehen. Bereits diese erste, etwa vierstündige Wanderetappe bietet wunderschöne Ausblicke auf Traun- und Attersee. Oben auf rund 800 Metern angelangt, verköstigt Kreuzing- Alm- Wirt und Ex- Bäcker Reini Quatember die Sportler mit Bratl, Schnitzel und saisonalen Schmankerln. Dazu gehören derzeit auch Eierschwammerln.

Die Rinder auf einer der größten Weidegenossenschaften im Salzkammergut sind zutraulich.
Foto: Chris Koller, Kronen Zeitung

Apropos Schwammerln: Rund um die Kreuzing- Alm gibt’s einen Schwammerlweg, wo der "Schwammerl- Peter" oder - falls der nicht anwesend ist - die vielen Taferln um die Alm die 15 wichtigsten Pilze der Region erklären. Eine weitere Attraktion: Etwa 40 Viehbauern weiden auf der Kreuzing- Alm derzeit 120 Rinder - womit diese Genossenschaft nach der Postalm in Salzburg die größte Alm im Äußeren Salzkammergut ist.

Am Schwammerlweg rund um das Wirtshaus Kreuzing-Alm kann man sich über die Pilzarten informieren.
Foto: Chris Koller, Kronen Zeitung

Nach der Übernachtung im Schlaflager mit rund 30 Plätzen geht’s am zweiten Tag weiter zur Großalm, wobei dafür 5 Stunden Gehzeit einzuplanen sind. Auf dem Weg liegt die geschichtsträchtige Wallfahrtskapelle Richtberg Taferl in Reindlmühl mit einem schönen Kreuzweg, von wo es über die Großalmstraße zum gleichnamigen Gasthaus weitergeht. Eine nicht weniger malerische Landschaft erwartet die Wanderer bei der dritten Etappe, die in etwa 4 Stunden und 45 Minuten über die Langbathseen und das Gasthaus Kreh auf die Hochsteinalm zum Almgasthaus Windlegern am Kollmansberg samt herrlichem Ausblick auf den Traunstein führt. Dort sorgen Franz und Monika Grashäftl, die wie ihr Kollege auf der Hochsteinalm auch Tiere halten, für die perfekte Bewirtung nach dem Marsch in der Natur und bieten müden Wanderern auch Schlafplätze an.

Bei einem Zwischenstopp kann man sich Schmankerln im Gasthaus Windlegern schmecken lassen.
Foto: Chris Koller, Kronen Zeitung

Der letzte Abschnitt der Tour (rund 4,5 Stunden) führt über den Kalvarienberg nach Neukirchen bei Altmünster, wo das Viechtauer Heimathaus einen Abstecher wert ist. Denn dort erklären Vogerlschnitzer Fritz Lüftiger und seine Kollegen in einer historischen Werkstatt ihr Handwerk. Bis zu 5 Millimeter kleine Vogerln aus Holz, die dann handbemalt werden, stellen die Künstler her. Wer möchte, kann sich ein Andenken von der Wanderung zwischen Höllengebirge und Hongar mitnehmen. Bevor die Tour über den Gmundnerberg und das Eggerhaus, in dem ein Museum für ländliche Bau- und Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts einquartiert ist, weitergeht und beim aus der TV- Serie bekannten Schloss Ort im Gmundner Zentrum zu Ende geht.

Auf der Wanderroute liegt auch das berühmte Seeschloss Ort.
Foto: Chris Koller, Kronen Zeitung

INFO:

Der Wander(s)pass für die Traunsee- und Almtalregion beinhaltet neben der Hannes- Loderbauer- Tour noch andere Wandertipps. Sie reichen von einfachen Touren bis hin zu anspruchsvollen Klettersteigen. Neben den Hütten und Gasthäusern sind sieben Hotels (Hotel Bruderhofer in Altmünster, Landhotel Grünberg und GH Hois’n in Gmunden, Das Traunsee in Traunkirchen, Landhotel Post in Ebensee und im Almtal die Ranklleiten in Pettenbach sowie das Hochberghaus in Grünau) beim Pass mit dabei. Sie haben für Wanderer spezielle Angebote parat. Wer sich den Pass zulegen möchte, der kann ihn von der Seite www.wander- spass.at  herunterladen oder erhält ihn in den Betrieben der Region.

05.09.2016, 10:02
Simone Waldl, Kronen Zeitung
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