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04.12.2016 - 01:48
Foto: thinkstockphotos.de

Wie die Kälte auf der Piste keine Chance hat

21.01.2014, 14:54
An einem langen Tag auf der Piste können die winterlichen Verhältnisse im Gebirge richtig unangenehm werden: Leichter Wind ist bereits ausreichend, um den Körper auch bei Sonnenschein recht schnell auskühlen zu lassen. Ganz zu schweigen von wirklich frostigen Wetterverhältnissen. Wie Sie sich schützen.

Tipp 1 – Wettervorhersage beachten

Informieren Sie sich in der Früh darüber, welches Wetter in Ihrem Skigebiet vorhergesagt wird und wählen Sie dementsprechend Ihre Kleidung sowie den bevorzugten Bereich, in dem Sie unterwegs sein wollen. An wirklich kalten Tagen sind - sofern es nicht bewölkt ist - die sonnigen, also südseitigen Hänge zu bevorzugen sowie jene Pisten, die über Gondeln oder zumindest Sessellifte mit Abdeckungen bedient werden. Ist die Prognose eher ungemütlich, also mit Nebel, Wind und Niederschlag, bleiben Sie besser auf tiefergelegenen, windgeschützten Hängen als im Gipfel- und Kammbereich, wo der Wind sehr stark weht.

Tipp 2 – Zwiebelsystem

Auch wenn sonnige Verhältnisse angesagt werden, heißt das nicht, dass es warm ist: Hangexposition, Windstärke und nicht zuletzt auch die Wartezeiten an den Liftanlagen sind wesentliche Faktoren für das subjektive Temperaturempfinden. Wählen Sie daher den berühmten Schichtenlook, um sich anpassen zu können. Die unterste, also körpernächste Schicht sollte eine atmungsaktive Funktionsbekleidung sein, die Feuchtigkeit nach außen transportiert und rasch trocknet. Achten Sie darauf, dass Ihr Oberkörper stets warm und trocken bleibt, genau wie Ihre Füße.

Tipp 3 – Accessoires

Besonders Hände, Hals, Nacken und Gesicht müssen geschützt werden, damit keine Erfrierungserscheinungen oder Verspannungsschmerzen auftreten können. Denn diese Bereiche sind einerseits dem Wetter, andererseits erhöhter Belastung durch den Fahrtwind ausgesetzt. Eine Kälteschutzcreme im Gesicht, welche zugleich vor Sonne schützt, tut gute Dienste. Zusätzlich sollten Sie stets eine Sturmhaube bei sich tragen, die bei starkem Wind bzw. Niederschlag das Gesicht schützt. Bei Alarmsignalen wie Taubheitsgefühl oder brennenden, stichartigen Schmerzen sollten Sie sich rasch eine Pause in einer Hütte oder einem auf sonstige Weise geschützten Bereich verschaffen und sich aufwärmen.

Probieren Sie schon in der Unterkunft bei Mützen, ob diese sich mit dem Skihelm vereinbaren lassen und nicht zu dick sind. Andernfalls können Sie auf ein Buff oder Stirnband bzw., besser noch, eine Sturmhaube ausweichen. Um unangenehme Zugluft im Nacken zu vermeiden, unbedingt einen dünnen Schal nehmen, der es aber nach wie vor erlaubt, die Jacke bis oben zu schließen. Auch die Handgelenke und Hände müssen gut geschützt werden. Warme und ausreichend große Skihandschuhe sind ein Wärme- und Verletzungsschutz. Manche Modelle verfügen auch über integrierbare Wärmepads, welche die Hände zusätzlich warm halten. Sonst kann es helfen, ein paar dünne Wollhandschuhe als Zusatzschicht darunter anzuziehen.

Tipp 4 – Ski- Keller

Lassen Sie die Skischuhe bzw. Snowboard- Boots nach Möglichkeit nicht über Nacht im Auto. Diese sind sonst sehr kalt und steif, was einerseits das Anziehen erschwert, andererseits starten Sie so gleich mit kalten Füßen in den Tag. Generell sollte auch die Oberbekleidung nach einem Wintersporttag in einen Trockenraum oder zumindest zu einer Heizung wandern, um am nächsten Tag angenehm temperiert wieder zur Verfügung zu stehen.

Tipp 5 – Wärmen untertags

Gleich in der Früh sollten Sie sich aufwärmen, um Verletzungen vorzubeugen, denn kalte Muskeln, Sehnen und Bänder sind verletzungsanfälliger als im aufgewärmten, gut gedehnten Zustand. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie sich eine Thermoskanne mit Tee mitnehmen und untertags immer wieder ausreichend warme Flüssigkeit zu sich nehmen. So bleiben Sie zugleich besser bei Kräften und beugen auch Erkältungen vor, weil die Schleimhäute immer wieder befeuchtet werden. Sind Sie verschwitzt und trocknet die Kleidung nicht, sollten Sie die unterste Schicht umziehen, um nicht durch Zugluft Erkältungen und Verspannungsschmerzen zu riskieren - Wechselgewand bzw. Zusatzgewand in einem Rucksack mitzunehmen, ist daher speziell an kalten Tagen sehr empfehlenswert.

21.01.2014, 14:54
lhi
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