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06.12.2016 - 05:41
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Was tun bei Reisekrankheit?

27.12.2010, 17:30
Die Fahrt in den Urlaub ist eigentlich etwas sehr Schönes, schließlich geht es nun auf zu Entspannung und Erholung, Abenteuer und Spaß. Für manche Menschen ist die Reise allerdings mit einem ständigen Kampf gegen die Übelkeit verbunden – sie leiden an Reisekrankheit. Und diese kann den Betroffenen sogar den schönsten Urlaub ziemlich verleiden. Hier erfährst du mehr über die Reisekrankheit und was du dagegen tun kannst.

Wie entsteht die Reisekrankheit?

Reisekrankheit ist das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen bei der Fortbewegung in einem Verkehrsmittel. Sie tritt vor allem bei Geschwindigkeits- und Richtungswechseln auf. Besonders häufig ist die Reisekrankheit bei Schiffsreisen, sie tritt aber auch bei Auto- , Bus- oder Bahnreisen sowie im Flugzeug auf. Reisekrankheit zeigt sich dann, wenn die Informationen, die unser Gleichgewichtsorgan bekommt, nicht mit jenen andere Sinnesorgane übereinstimmen.

Im Inneren eines Schiffes beispielsweise suggeriert das Auge, dass man sich in einem ruhigen, geschlossenen Raum befindet, das Gleichgewichtsorgan nimmt jedoch das Schwanken und Schaukeln war. Das Gehirn kann die unterschiedlichen Reize nicht zusammenführen, was sich in Schwindelgefühl und Übelkeit sowie Schweißausbrüchen und erhöhtem Puls äußert. Jeder Mensch kann von der Reisekrankheit betroffen sein bzw. auch nur in bestimmten Verkehrsmitteln darunter leiden. Auch verstärken Unruhe und Stress die Anfälligkeit für Reisekrankheit. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind sehr empfindlich für die Reisekrankheit.

Vorbeugen hilft

Wenn du weißt, dass du wahrscheinlich reisekrank wirst, dann kannst du durch die richtige Vorsorge einiges verhindern. Du solltest einen Tag vor Reiseantritt nur leichte Kost zu dir nehmen und keinen Alkohol trinken. Gehe früh schlafen und achte darauf, keinen unnötigen Stress zu bekommen. Auch solltest du die Reise nicht mit zu vollem oder ganz leerem Magen antreten. Weiters solltest du Ablenkungen wie Lesen oder Bilder ansehen vermeiden, da diese dem Körper Ruhe suggerieren. Am besten blickst du aus dem Fenster auf einen Punkt am Horizont. Auch frische Luft und regelmäßiges Füße vertreten hilft.

Die Wahl des richtigen Sitzplatzes

Auch durch die richtige Position im Verkehrsmittel kannst du dem Auftreten der Reisekrankheit gut vorbeugen. Im Auto hilft es, selbst zu fahren oder wenn möglich die Beifahrerposition einzunehmen. In der Bahn ist ein Platz am Fenster gut. Im Bus solltest du deinen Sitzplatz so aussuchen, dass du möglichst weit vorne, aber nicht über der Vorderradachse sitzt. Der Blick sollte in der Mitte nach vorne gehen. Im Flugzeug sind die Sitze am Mittelgang im vorderen Bereich des Fliegers am besten. Und auf dem Schiff solltest du dir einen Platz in der Schiffsmitte oberhalb des Wasserspiegels suchen, damit du nahe am Schwerpunkt sitzt und dadurch die Schwankungen weniger stark spürst.

Bei allen Verkehrsmitteln hilft der Blick in Richtung Horizont sowie - wenn möglich - der Aufenthalt an der frischen Luft. Auf einem Schiff ist der Seegang an Deck am besten zu ertragen. Der direkte Aufenthalt in der Sonne sollte allerdings vermieden werden, da das den Kreislauf zusätzlich belastet.

Medikamentöse Behandlung der Reisekrankheit

Ist es bereits zu spät und dir wird übel, dann solltest du Kaugummis gegen die Reisekrankheit griffbereit haben. Diese werden über den Mund- und Rachenraum schnell aufgenommen und helfen auch noch bei sehr starker Übelkeit binnen Minuten. Weißt du, dass du vermutlich reisekrank wirst, dann helfen Dragees, die nach ca. einer halben Stunde ihre volle Wirkung entfalten und für acht bis zehn Stunden anhalten.

Nachdem diese Medikamente dämpfend wirken, ist die Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt und du wirst vermutlich müde werden. Auf natürlicher Ebene können Ingwerkapseln oder Melissetropfen helfen sowie das Kauen von Zitrone oder Kaugummi. Auch das Lutschen von Eiswürfeln kann Linderung verschaffen.

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