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22.01.2017 - 19:36

Was Sie in Wales keinesfalls verpassen sollten!

19.05.2015, 16:13
Wer in seinem Urlaub Ruhe, ganz viel Natur und ein wenig Kultur zum Drüberstreuen sucht, ist in Wales genau richtig. Besonders Wanderer, Gartenliebhaber und Freunde von langen, einsamen Stränden kommen hier voll auf ihre Kosten. Was Sie in Wales unbedingt einplanen sollten, lesen Sie hier.

Wanderung zum Gipfel des Snowdon

Der "Schneeberg" ist der höchste Berg von Wales, auch wenn seine Höhe mit 1.085 Metern so manchen Österreicher nur schmunzeln lässt. Da man je nach Route seine Tour jedoch auf etwa 200 Metern Seehöhe beginnt, ist der Aufstieg nicht allzu kurz und auf manchen Routen muss auch geklettert werden. Nicht umsonst trainierte Edmund Hillary vor seiner Mount- Everest- Expedition am Snowdon. Der Aufstieg lohnt sich bei schönem Wetter allemal, da man hier einen wunderbaren Panoramablick genießen kann. Der am meisten begangene Pfad ist der Llanberis Path, der im Wesentlichen der Snowdon Mountain Railway, einer Bahnstrecke bis zum Gipfel, folgt. Einsamer und landschaftlich reizvoller ist der Rhyd Ddu Path, der von Westen her auf den Snowdon führt. Jede Route  dauert etwa vier bis sechs Stunden.

Bodnant Garden

Wer nach seiner Besteigung des Snowdon noch Energie hat, kann einen ausgedehnten Spaziergang in den Bodnant Garden  unternehmen. Dieser ist besonders zur Rhododendrenblüte einen Besuch wert.

Anglesey

Die Insel im Nordwesten von Wales ist trotz geographischer Nähe ein krasser Gegensatz zu den Gipfeln von Snowdonia: Sanfte Hügel und zahlreiche Strände sowie Vogelschutzgebiete erwarten den Besucher hier. Bei Schlechtwetter lohnt auch ein Besuch des Anglesey Sea Zoo – eines Aquariums, in dem Meeresbewohner aus nächster Nähe beobachtet werden können. Die Strände entlang der Westküste laden bei Ebbe wunderbar zu langen Spaziergängen ein. Ebenso können zahlreiche Steilküsten mittels Küstenwanderwegen begangen werden. Landschaftlich sehr reizvoll ist beispielsweise eine kleine Tour zum South Stack Lighthouse – einem Leuchtturm, der vor den Untiefen des umliegenden Meeres warnt.

Llyn Peninsula

Ein lohnendes Ziel für einen Tag ist die Erkundung der Halbinsel Llyn. Die höchste Erhebung dieser Region ist die Bergkette Yr Eifl , deren Gipfel Tre'r Ceiri (485m), Garn Ganol (564m) und Garn For (444m) in einer etwa vierstündigen Tour gemütlich begangen werden können, wobei man bei schönem Wetter herrliche Rundblicke auf die Strände von Llyn und die Berge von Snowdonia genießt. Hinzu kommt als Bonus für historisch interessierte Wanderer der Besuch eines eisenzeitlichen Ringforts, dessen Befestigungswälle noch sehr gut zu erkennen sind, ebenso wie die Überreste von 150 Steinhütten, in denen die Bewohner dieser Anlage einst lebten.

Cadair Idris

Diese Bergkette in Form eines Hufeisens zieht alljährlich viele Wanderer an. Der Kessel, der alten Legenden zufolge der Sitz eines Riesen war, besticht durch ein herrliches Panaroma und einen wunderbaren Rundweg, bei dem man alle Gipfel dieses am höchsten Punkt 893 Meter hohen Massivs in einer etwa fünf- bis sechstündigen Tour überschreiten kann. Wer danach ein wenig Zeit zum Verschnaufen braucht, ist in nur zwanzig Minuten Fahrt am Meer – besonders die Strände bei Barmouth und Tywyn sind sehr zu empfehlen.

Pembrokeshire Coast National Park

Dieser Nationalpark  wird entlang der Küstenlinie von einem etwa 300 Kilometer langen Küstenwanderweg gesäumt, der sowohl als Fernwanderweg als auch in Form von kleineren Touren begangen werden kann. Er führt vorbei an Steilklippen, eisenzeitlichen Küstenfestungen und wunderbaren weißen Sandstränden, die von herrlicher Flora je nach Jahreszeit ummalt werden. Im Frühling sorgt die Ginsterblüte für tolle Farberlebnisse in sattem Gelb, später taucht das Heidekraut die Landschaft in tiefes Violett. Mit etwas Glück bei blauem Himmel ein Farberlebnis der Superlative. Besonders zu empfehlen ist die Whitesands Bay, eine malerische Bucht mit einsamem, langem Sandstrand, umrahmt von Steilklippen.

Halbinsel Gower

Gower  ist vor allem für seine kilometerlangen, sauberen Sandstrände berühmt. Wer nur einen halben Tag Zeit hat, sollte jedenfalls die Rhossili Bay samt Worms Head einplanen – eine Insel in Form eines liegenden Drachen, die nur bei Ebbe für einige Stunden besucht werden kann. Ebenso lohnt ein Besuch der Three Cliffs Bay, in der bei Ebbe drei Buchten über einen langen Sandstrand verbunden werden.

Brecon Beacons

Auch dieser Nationalpark  ist ein Idyll für Wanderer und Radfahrer. Neben zahlreichen einfachen Wanderungen mit toller Aussicht, wie etwa auf den höchsten Gipfel Pen Y Fan (886m), kann man hier mit etwas Glück frei lebende Wildpferde erspähen – ein ganz besonderes Erlebnis.

Reisezeit und Reiseplanung

Fragt man Einheimische, wann die beste Zeit ist, um Wales zu besuchen, wird man auf den Frühling verwiesen. Tatsächlich ist der Mai der wohl beste Monat: Die meisten Sonnenstunden, die wenigsten Regentage und bereits angenehme Temperaturen von etwa 15 Grad Celsius. Gleichzeitig erwacht nun die Natur und vor allem gegen Ende Mai ist die Rhododendrenblüte ein Schauspiel für sich.

Wer nur eine Woche bis zehn Tage Zeit hat, kann den Hinflug nach Manchester, den Rückflug ab Bristol buchen (leider keine Direktverbindungen ab Österreich) und mit einem Mietwagen von Nordwales nach Südwales fahren. Wer länger Zeit hat, fliegt bis London und fährt dann etwa drei Stunden nach Wales. B&Bs können entweder auf gut Glück vor Ort gesucht werden, gerade in der Hauptsaison ist aber das Vorbuchen empfehlenswert. Eine Übernachtung kostet pro Person etwa 50 bis 80 Euro inklusive Frühstück. B&Bs ist gegenüber Hotels jedenfalls der Vorzug zu geben, da man hier in den Genuss britischer Gastfreundschaft und kulinarischer Gaumenfreuden kommt, die man in Hotels kaum erhält – viele Betreiber verwöhnen ihre Gäste mit selbst gebackenen Leckereien und natürlich einem frisch zubereiteten English Breakfast.

Für alle längeren Outdoor- Aktivitäten sollte die aktuelle Wettervorhersage eingeholt werden, das gilt insbesondere für Bergtouren. Gute Wetterberichte finden Sie auf der Website des Met Office , des meteorologischen Dienstes des Vereinigten Königreichs. Beachten Sie, dass sich die Vorhersagen auch innerhalb eines Tages mehrfach ändern, und werfen Sie daher bei Bergtouren immer unmittelbar vor Aufbruch noch einmal einen Blick darauf, um die richtige Ausrüstung mitzunehmen bzw. die Tourlänge an die Witterungsbedingungen anzupassen. Denn das Wetter schlägt in Wales sehr rasch um, wo vor fünf Minuten noch die Sonne geschienen hat, können schnell dicke Schauerwolken am Himmel stehen. Dasselbe gilt zum Glück auch in die andere Richtung: Dichte Wolken können binner Minuten verschwunden sein - schlechtes Wetter ist daher hier kein Grund, sich die Urlaubsstimmung vermiesen zu lassen. Mehr Informationen zu Wales erhalten Sie auf der Tourismus- Seite von Wales .

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lhi/red
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