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03.12.2016 - 12:11
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Was hilft, wenn man an Reisekrankheit leidet?

17.03.2015, 13:32
Während Urlaub zweifellos etwas sehr Schönes ist, ist es der Weg dorthin für manche Menschen leider gar nicht: Sie leiden an Reisekrankheit. Was man dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

Wie entsteht die Reisekrankheit?

Reisekrankheit, auch Kinetose genannt, ist das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen bei der Fortbewegung in einem Verkehrsmittel. Sie tritt vor allem bei Geschwindigkeits- und Richtungswechseln auf. Besonders häufig ist die Reisekrankheit bei Schiffsreisen, leider aber auch bei Auto- , Bus- oder Bahnreisen sowie im Flugzeug.

Reisekrankheit zeigt sich dann, wenn die Informationen, die unser Gleichgewichtsorgan bekommt, nicht mit jenen anderer Sinnesorgane übereinstimmen: Im Inneren eines Schiffes beispielsweise suggeriert das Auge, dass man sich in einem ruhigen, geschlossenen Raum befindet, das Gleichgewichtsorgan nimmt jedoch das Schwanken und Schaukeln war. Das Gehirn kann die unterschiedlichen Reize nicht zusammenführen, geht davon aus, dass eine Vergiftung stattgefunden hat und reagiert - in dem Bestreben, das vermeintliche Gift loszuwerden - mit Übelkeit und Brechreiz. Nebeneffekte sind Schwindelgefühl sowie Schweißausbrüche und erhöhter Puls.

Jeder Mensch kann von der Reisekrankheit betroffen sein und möglicherweise auch nur in bestimmten Verkehrsmitteln darunter leiden. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind sehr empfindlich für die Reisekrankheit. Am häufigsten betroffen sind Kinder und junge Erwachsene, im Alter werden die Beschwerden meist wieder geringer. Aber auch umgekehrte Fälle sind bekannt, bei denen die Reisekrankheit erst im späteren Leben aufgetreten ist. Verstärkt wird Reisekrankheit von Unruhe und Stress.

Vorbeugen hilft

Rechnen Sie damit, reisekrank zu werden, können Sie durch die richtige Vorsorge einiges verhindern. Schon in den Tagen vor Reiseantritt sollten Sie keinen Alkohol trinken und nur leichte Kost zu sich nehmen. Auch sollte die Reise nicht mit zu vollem oder ganz leerem Magen angetreten werden. Schlafen Sie weiters ausreichend und versuchen Sie, Stress weitestgehend zu vermeiden.

Auch die richtige Kleidung ist wichtig: Ziehen Sie sich nicht zu warm an und wählen Sie Kleidung, die speziell im Magen- und Halsbereich nicht einengt. Oberteile, die sich bei Bedarf am Hals ein wenig aufknöpfen lassen, sind meist am angenehmsten.

Die Wahl des richtigen Sitzplatzes

Bei Reisekrankheit macht es einen großen Unterschied, wo Sie im jeweiligen Verkehrsmittel sitzen. Im Auto hilft es, selbst zu fahren oder wenn möglich die Beifahrerposition einzunehmen. In der Bahn ist ein Platz am Fenster in Fahrtrichtung gut. Im Bus wählen Sie Ihren Sitzplatz so, dass Sie möglichst weit vorne, aber nicht über der Vorderradachse sitzen. Im Flugzeug sind die Sitze im vorderen Bereich des Fliegers am besten. Und auf dem Schiff suchen Sie sich einen Platz in der Schiffmitte, damit Sie nahe am Schwerpunkt sitzen und dadurch die Schwankungen weniger stark spüren. Auch kann Seegang an Deck an der frischen Luft oft besser verkraftet werden.

Bei allen Verkehrsmitteln hilft der Blick in Richtung Horizont sowie - wenn möglich - der Aufenthalt an der frischen Luft. Auf einem Schiff ist der Seegang an Deck am besten zu ertragen. Der direkte Aufenthalt in der Sonne sollte allerdings vermieden werden, da das den Kreislauf zusätzlich belastet.

Vermeiden Sie es zu lesen oder Bilder zu betrachten, da Sie auf diese Weise schneller die Orientierung verlieren und die Überforderung des Gehirns noch unterstützen.

Medikamentöse Behandlung der Reisekrankheit

Ist es bereits zu spät und Ihnen wird übel, sollten Sie Kaugummis gegen die Reisekrankheit griffbereit haben. Die Wirkstoffe werden über den Mund- und Rachenraum schnell aufgenommen und helfen auch noch bei sehr starker Übelkeit binnen Minuten. Wissen Sie, dass Sie vermutlich reisekrank werden, helfen Dragees, die vor Reiseantritt genommen werden, nach ca. einer halben Stunde ihre volle Wirkung entfalten und für acht bis zehn Stunden anhalten. Nachdem diese Medikamente dämpfend wirken, ist die Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt und man wird normalerweise sehr müde. Das sollten Sie für Ihre Reiseplanung berücksichtigen.

In jedem Fall sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, welche Medikamente Sie in Ihrem individuellen Gesundheitszustand einnehmen dürfen, da sie mitunter starke Nebenwirkungen haben können. Auf natürlicher Ebene können Ingwerkapseln oder Melissetropfen helfen sowie das Kauen von Zitrone oder Kaugummi. Auch das Lutschen von Eiswürfeln kann Linderung verschaffen.

17.03.2015, 13:32
lhi/red
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