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26.07.2017 - 02:00

Trauminsel Sylt: Das Glück liegt im Strandkorb

02.07.2011, 17:00
Himmel und Meer, Dünen und Heide, idyllische Friesenhäuser mit Reetdach. Und bunte Strandkörbe. Lust auf die Nordsee? Die Wassertemperatur übersteigt selbst im Hochsommer nicht die 20-Grad-Grenze. Oft liegt sie sogar ein wenig niedriger. Und trotzdem – wer einmal hier war, kommt meist wieder. Mehr als 600.000 Besucher zählt die größte deutsche Nordseeinsel Sylt jährlich. 40 Kilometer Strand und ein einzigartiges Naturparadies überzeugen.

Kilometerweite Sommerfrische. Der Strand mutet fast tropisch an, wären da nicht die bunten Strandkörbe, die Schutz vor einer frischen Brise bieten und Aufschluss über das etwas rauere, reizende Klima geben. Die Weitläufigkeit allerdings sorgt dafür, dass es nie überfüllt wirkt. Wer will, findet sogar Einsamkeit – ebenfalls kilometerlang! Der Weststrand reicht vom Leuchtturm List- West im Norden bis zur sandigen Hörnum- Odde im Süden.

Um ans Meer zu gelangen, muss man die Dünen an einem der 84 Strandübergänge überqueren. Naturschutz wird ganz großgeschrieben, schließlich handelt es sich um ein fragiles Ökosystem, das es zu bewahren gilt. Darum kann man auch nicht einfach durch die Dünen marschieren, weil sie sonst der Wind leichter abträgt.

Bedrohtes Insel- Paradies

Die "Königin der Nordsee" ist nämlich ein bedrohtes Paradies. Die See holt sich das Land, nagt unaufhaltsam an der Insel. Sylt schrumpft. Jeden Winter frisst das Meer Tausende Kubikmeter Sand, die im Sommer für viel Geld zurückgespült werden. Hopperbagger schlürfen Sand vom Meeresboden und spucken ihn durch Schläuche an den Strand. Seit 1972 hat man etwa 60 Millionen Euro für Sandaufspülungen aufgewendet.

Die Inselsilhouette ist lang und schmal. In nackten Zahlen heißt das zwischen 500 Meter und 13 Kilometer breit und rund 40 Kilometer lang, insgesamt 99 Quadratkilometer, bevölkert von etwa 22.000 Einwohnern. Über den Hindenburgdamm ist Sylt mit dem Festland verbunden. Weite Flächen bestehen aus Heide, Marschland und Dünengebirgen mit weiten Sandstränden. Fast ein Drittel der Insel steht unter Naturschutz. 1985 wurde der Nationalpark Wattenmeer eingerichtet: Bei Ebbe gibt das weichende Wasser riesige Sand- und Schlickbänke frei.

Barfuß im Lebensraum Watt

Wir begeben uns mit Achim in die Wattlandschaft der Nachbarinsel Föhr und ertasten mit den nackten Füßen extremen Lebensraum. Auf jedem Quadratmeter Schlick tummeln sich Millionen Kleinlebewesen. Eine Stunde wattwandern vergeht wie im Flug, wird uns viel zu kurz, so interessant weiß Achim uns von der amphibischen Wunderwelt des größten deutschen Nationalparks zu berichten. Ohne ihn hätten wir die Algen, Würmer, Schnecken und Muscheln nie wahrgenommen.

Föhr lässt sich innerhalb von nur 15 Minuten mit dem Doppeldecker "Antonow" erreichen, und schon aus der Luft erkennt man, wie grün diese Insel ist. Hinter Friesenwällen reiht sich ein reetgedecktes Haus an das andere, jedes ein wunderbares Fotomotiv für sich, und niemand von uns wundert sich, dass Nieblum sich als eines der schönsten Dörfer Schleswig- Holsteins bezeichnet. Die Architektur der Friesenhäuser ist uns schon auf Sylt aufgefallen. Silke von Bremen, die eine interessante "Gebrauchsanweisung für Sylt" (Piper Verlag) geschrieben hat, führt uns durch Keitum, wo es inmitten idyllischer Gärten so manch schönes altes Kapitänshaus zu bestaunen gilt. Die Autorin, die auch als Fremdenführerin "ihre Insel" Gästen nahe bringt, wohnt schon lange auf Sylt und überträgt ihre Begeisterung dezent, aber nachhaltig auf uns Besucher.

Kampen geizt nicht mit Reizen

Hartnäckig halten sich die Klischees über Kampen als Ort der Reichen, der Nackten, der Wilden und auch als einer der schönsten Orte der Insel, wo eine Verordnung aus 1912 festlegt, dass alle neuen Häuser dem Ortsbild angepasst sein müssen – das heißt Reetdach und Klinkerbauweise. Überhaupt, Kampen geizt nicht mit seinen Reizen, gleich hinter dem feinen Sandstrand ragt majestätisch das Rote Kliff empor. Von der 30 Meter hohen Kante schweift der Blick weit übers Meer, lässt sich Sonne, Salz und Wind als "Rausch für alle Sinne" erleben!

02.07.2011, 17:00
Andrea Thomas, Kronen Zeitung
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