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03.12.2016 - 15:51

Traumhafte Strände und ein frecher Fisch auf Mauritius

10.09.2011, 17:00
Traumhafte Strände und bezaubernde Lagunen: Mauritius ist das perfekte Tropen-Paradies. Man kennt es durch die Briefmarke und den ausgestorbenen Dodo – wir haben zwei weitere Einzigartigkeiten entdeckt: den neugierigsten Fisch der Welt und ein Strandhotel, das aus der Zukunft kommt.

Holländer haben's schwer auf Mauritius. Als Kolonialherren sollen sie die Insel im Indischen Ozean nicht nur radikal abgeholzt und damit den Wuchs von Edlem – wie dem Ebenholz – für alle Zeiten gestoppt haben. Sie werden auch beschuldigt, den Dodo bis zu seinem letzten Lebend- Exemplar verspeist zu haben. Das ultimative Dodo- Festmahl fand vor fast 300 Jahren statt, seither ist der gutmütige faule Riesenvogel, der nie fliegen konnte und bis zu einem Meter lang wurde, ausgestorben.

Mauritius haben die Dodo- hungrigen Holländer damit allerdings eine Legende beschert. Das dicke ausgestorbene Federvieh ist, als ornithologischer Märtyrer, zu einem Symbol der Insel geworden. Es gibt ihn als Plüschtier, auf Briefmarken, als Restaurantnamen, auf T- Shirts und auch sonst überall zu sehen und zu kaufen.

Millionenschwere Paierstückln und ein freundlicher Fisch

Berühmter als der Dodo ist nur die Blaue Mauritius, jene einst falsch gedruckte Briefmarke, die man in der Hauptstadt Port Louis im "Penny Museum" bewundern und sich zugleich darüber wundern kann, dass zwei unscheinbare Papierstückln (die "Rote" und die "Blaue") einen Wert von etwa zwei Millionen Euro haben können. Mit der Edel- Briefmarke und dem Dodo haben die Mauritier zwei Mega- Werbeträger, die andere tropische Urlaubsinseln ähnlicher Größe nicht besitzen. Sie haben aber noch etwas, das kaum einer kennt, das aber wahrlich einzigartig ist – den "Schwarzen Gregor".

Ich hatte mich als Schnorchler noch keine zehn Sekunden in der völlig intakten Korallenwelt bewegt, die auf Mauritius gleich am Strand beginnt, als er vor mir auftauchte und mich anglotzte. "Was tust du denn da?", fragten mich seine großen Fischaugen. Bald war ich von mindestens einem Dutzend seiner Artgenossen umgeben – und alle glotzten ebenso fragend. Das wiederholte sich später bei jeder mauritischen Schnorchelei – richtig vorgestellt wurde mir "Gregor" (zweites Bild) erst vom Kapitän jenes Katamarans, auf dem wir später Mauritius von außen, also vom Meer her, erleben durften. "Der Fisch heißt 'Gregoire noir', also Schwarzer Gregor, und den gibt es weltweit nur hier und vor der benachbarten Insel Réunion", klärte mich der knorrige Seebär auf.

Die Mauritier: Freundliches Völkergemisch

Die Menschen sind ebenso freundlich wie "Gregor". Weil sie sich aber verbal verständigen können (Englisch ist die Staatssprache, die meisten Mauritier unterhalten sich untereinander aber auf Französisch oder Kreol) erzählen sie dir gern und ehrlich- offen, wie sich's als Einheimischer auf einer Insel, die für die Touristen ein Paradies ist, eigentlich so lebt. 300 bis 400 Euro beträgt der durchschnittliche Monatsverdienst. Nicht viel, wenn man's mit dem vergleicht, was die großteils recht betuchten Mauritius- Besucher für den Urlaub ausgeben. Keiner bettelt oder schnorrt hier aber um Trinkgeld, das verbietet ihr Stolz.

Die Mauritier sind ein Völkergemisch. Inder, Chinesen, die Nachkommen afrikanischer Sklaven und Europäer, die einst als Kolonialherren gekommen waren. Zwei Themen werden hier, das erfährt man auf erste neugierige Fragen schon vom Taxifahrer, der einen ins Hotel bringt, absolut nie angesprochen, wenn man sich außerhalb der eigenen vier Wände trifft: Religion und Politik! Vernünftig, diese Mauritier. Viele Völker, viele Religionen, viel Konfliktstoff – deshalb hat man wohl dieses Tabu als Emotionsbremse installiert. Und es wird eingehalten. Der Frieden und das Zusammengehörigkeitsgefühl des Insel- Völkergemischs ist spürbar. "Wir alle sind Mauritier – und wir sind auch sehr stolz darauf," sagt der Taxifahrer.

Auf Mauritius stimmt alles

Land und Bewohner haben dafür gesorgt, dass du dich tatsächlich in einem perfekt funktionierenden tropischen Ferienparadies befinden darfst. Hier stimmt alles. Politische Ruhe, gute Straßen, bestens geführte (viele Guides sprechen perfektes Deutsch) Insel- Touren, ein Hotelangebot, das von den allerhöchsten bis zu den auch für Otto- Normalverbraucher leistbaren Kategorien reicht, eine nationale Airline – die Air Mauritius – die mit allen anderen Top- Linien bestens (Preis & Leistung & Komfort) mithalten kann und uns Mitteleuropäer ohne größere Umwege in das Land des Dodo und (wer Schnorchelzeug dabei hat) auch zum neugierigen Schwarzen Gregor befördert.

Seit einigen Wochen besitzt Mauritius neben dem Dodo und meinem Fisch- Freund "Gregor" eine andere Einzigartigkeit – sie war auch der Grund dafür, dass Dutzende Journalisten aus aller Welt von der Hotelkette "Sun Resorts" nach Mauritius gejettet wurden. Man präsentierte das "ultimative Strandhotel"! Eine Anlage, die es in dieser Form weltweit noch nicht gab – bis jetzt! Und tatsächlich: In Belle Mare, an der mauritischen Ostküste, wurde etwas geschaffen, das – sagen wir es so – ein Modell für andere Holiday- Einrichtungen sein könnte.

Das perfekte Strandhotel

Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Das Hauptaugenmerk der Erbauer wurde auf Umweltschutz und energiesparende Technologien gerichtet. Sonne und Biomasse werden genutzt, die Pflanzen werden mit Brauchwasser bewässert, in den Pools kommt Ozon statt Chlor zum Einsatz, ein Kohlendioxyd- Ausgleichsprogramm schützt den Ozean.

In jedem der 255 Zimmer blickt man auf das Meer, Tennis- und Golfspieler können sich hier ebenso austoben wie Kletterer (ja, es gibt eine eigene Kletterwand), die Kraftkammer spielt alle Stückln, ebenso das "Spa", in dem Massage- Künstler werken, und vom sorgfältig gepflegten Strand aus kann man in alle Arten des Ober- und Unterwassersports eintauchen – das "Long Beach" ist eine moderne Hotel- Siedlung am Meer mit weiten Wegen, die einem freundliche Golf- Car- Fahrer abnehmen, fünf Top- Restaurants und allem nur vorstellbaren Komfort.

Insel- Feeling auf der Ile aux Aigrettes

Das echte Insel- Feeling kriegt man im "Long Beach" aber nicht wirklich mit – darum muss man sich selbst kümmern und in das Mietauto oder den Tourbus steigen. Auf der Ile aux Aigrettes vor dem Städtchen Mahebourg kann man nicht nur der Riesenschildkröte "Big Daddy", sondern auch einem Mauritius begegnen, wie es vor den botanischen Raubzügen der Holländer aussah.

Und natürlich sollte man sich auch Zeit für einen Einkaufstrip in die Hauptstadt Port Louis nehmen. Der lohnt sich. Auf Mauritius lassen viele Top- Textil- Firmen ihre Produkte herstellen, und man kriegt in den Läden der Hauptstadt Markenware wesentlich billiger. Feilschen erlaubt! Sollten Sie Mauritius besuchen und den Schwarzen Gregor treffen, lassen Sie sich von ihm eine Weile anglotzen, dann richten Sie ihm einen schönen Gruß von mir aus.

10.09.2011, 17:00
Wolfgang Kopacka, Kronen Zeitung
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