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06.12.2016 - 02:59
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Südthailand: Bezahlbare Träume unter Palmen

16.08.2014, 17:00
Palmen bis an den feinen Sandstrand, das Wasser warm, klar und türkis-blau-grün schimmernd, freundliche Menschen und eine köstliche Küche – wenn das Ihr Traum vom perfekten Urlaub ist, wo sich zudem Badevergnügen mit Kultur ideal kombinieren lässt, dann sind Sie in Südthailand goldrichtig.

Thailand ist das wichtigste und beliebteste Urlaubsziel in Asien. Ein Land, das durch paradiesische Strände, vielfältige Landschaft, großartige Tempel und Klöster überaus positiv die Reiseberichterstattung von Jahrzehnten geprägt hat. In letzter Zeit wurde es ein wenig von politischen Unruhen überschattet, von denen wir bei unserem Lokalaugenschein jedoch rein gar nichts bemerkt haben. Insider und vor Ort lebende Reiseführer österreichischer oder deutscher Herkunft erklären, dass die Entwicklungen durchaus positiv zu sehen seien, die neue (Militär- )Regierung der Korruption entgegentrete und der König ohnehin wie ein Heiliger verehrt werde.

Phuket: Die Perle des Südens

Ausgangspunkt ist für uns nicht das großartige Bangkok, sondern die Insel Phuket. Die Perle des Südens ist bereits seit Anfang der Siebzigerjahre kein weißer Fleck mehr auf der touristischen Landkarte und zählt jährlich etwa zwei Millionen Besucher. Hier findet jeder Besucher das passende Hotel, aber auch Restaurants für jeden Geschmack sind dicht gesät. Wundern Sie sich also nicht über den Biergarten, kein Tourist muss auf die gewohnte Aufschnittplatte oder die Pizza verzichten. Patong Beach ist der Hauptstrand, feinsandig und durchaus voll mit Leben.

James Bond gegen DiCaprio

Phuket eignet sich wunderbar für Ausflüge. Zur Auswahl stehen Ko Phi Phi, die James- Bond- Insel in der Bucht von Phang Nga oder zum Beispiel die Similan- Inseln. Schwere Entscheidung, Phi Phi Island wurde durch den Film "The Beach" mit Leonardo DiCaprio weltbekannt und löste wahre Besucherstürme aus, genauso wie die markante Felsnadel, die durch den James- Bond- Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" den Menschen im Gedächtnis blieb. Das Meer rund um die unbewohnten Similan- Inseln in der Andamanensee gilt zum Schnorcheln und Tauchen als eines der schönsten Reviere weltweit.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Frühmorgens holt uns ein Bus vom Hotel Graceland Phuket ab und bringt uns gemeinsam mit Touristen aus anderen umliegenden Hotels in eine moderne Marina, von wo das Speedboat nach Phi Phi Island startet. Claudia, eine Aussteigerin, begrüßt uns freundlich und mit heimischer Aussprache, ist sie doch aus Österreich und vertritt hier auch eine österreichische Firma in Thailand. Wir sind vor den anderen Ausflugsbooten dort, wo "The Beach" gedreht wurde, umrunden die kleine Insel gemeinsam mit unserer Führerin und verlassen dann die Insel, um in einer traumhaft schönen Bucht bunte Fische beim Schnorcheln zu entdecken.

Mittags genießen wir ein einfaches, aber sehr schmackhaftes Barbecue auf Bamboo Island und kommen uns vor wie Robinson auf seiner Insel. Bizarre Felsformationen säumen unseren Weg, animieren immer wieder, diese Bilder für die Ewigkeit festzuhalten. Das Meer ist warm und einladend, spiegelt die Sonne in verschiedenen Blau- , Grün- und Türkistönen, dass es nur so eine Freude ist.

Keine Müdigkeit vorschützen, abends ruft die "Phuket FantaSea", ein einmaliges Spektakel à la Las Vegas, das täglich etwa 5.000 Menschen besuchen. Akrobatik, Folklore, Ballett in der Luft, Pyrotechnik enden schließlich in einer Aufführung von mehr als 30 Elefanten auf der Bühne. Touristisch, aber tatsächlich auch ziemlich einmalig und durchaus sehenswert.

Schier endlose Sandstrände in Khao Lak

Wir kehren Phuket den Rücken und wenden uns Khao Lak zu, einem beliebten Reiseziel europäischer Touristen, das der Tsunami am 26. Dezember 2004 ganz schwer verwüstet und dabei mehrere hundert Opfer gefordert hat. Heute erinnert an die Katastrophe noch eine Gedenkstätte und die hier lebenden Thais sind froh, dass wieder Touristen kommen. In jedem Hotel gibt es nun Tsunami- Beauftragte und Warnungen werden sehr ernst genommen.

Schier endlose Sandstrände säumen die Küste und machen der Region alle Ehre. Auch für das Hinterland mit dem Nationalpark Khao Sok lohnt es sich, um den Badeurlaub zu unterbrechen. Landschaftlich wunderschön, empfiehlt sich eine Kanu- Tour. "Dort oben schläft eine grüne Mamba, eine der giftigsten Schlangen überhaupt." Ehrfurchtsvoll wenden wir den Blick nach oben. Tatsächlich, im üppigen Grün der mächtigen Baumkrone lässt sich die Schlange ausnehmen, was in mir ein mulmiges Gefühl auslöst. "Keine Angst, die schläft, die jagt tagsüber nicht", beruhigt mich der Führer.

Von Tarzan und Elefanten

Der Fluss führt wenig Wasser, es hat lange nicht geregnet. Langsam gleitet das Kanu dahin, unterbrochen nur von den gleichmäßigen Ruderschlägen. Dort eine seltene Pflanze, da ein schöner Ausblick. So könnte es ewig weitergehen, wäre da nicht ein besonders dicker, mit Wurzeln umschlungener Baum, der unseren Führer zur Rast einlädt. Er klettert geschwind auf den Baum und lässt sich wie Tarzan mitten in den Fluss fallen, schwimmt ans Ufer. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Meine achtjährige Tochter Paulina möchte auch Tarzan spielen und ahmt den drahtigen Führer nach. Ich staune – dass ich das erlebe – und fotografiere.

Das Ende dieser sportlichen Aktivität ist schwer zu finden, doch die Elefanten warten. Ein Abenteuer folgt dem nächsten. Mein Kind ist ganz aufgeregt, möchte den Ritt auf dem breiten Elefantennacken statt im Sitz bestreiten. Na gut, nicht gerne, aber ich muss mich geschlagen geben, nachdem auch der Elefantenführer mich belächelt. Anfangs geht es geradeaus, ich beginne gerade, mich zu entspannen, als wir in ein Bachbett einbiegen und es auf einmal bergauf geht. Das Elefantenmädchen "Panui" setzt seine Schritte mit Bedacht, trotzdem bin ich ein wenig besorgt, wenn ich denke, dass so ein Tier doch gewaltige drei Tonnen auf die Waage bringt.

Wir "überstehen" auch dieses Abenteuer, meine Achtjährige ist erfüllt vom ungewöhnlichen Erlebnis, riecht streng nach Elefant und fällt abends – nachdem noch ein Stopp zum Affenfüttern eingelegt wurde – ziemlich glücklich in den Schlaf.

Lohnende Tour durch Thailands Tempel

Es wäre nicht Thailand, würde sich nicht eine lohnende Tempeltour anbieten. Der Buddhismus, die Staatsreligion, prägt in starkem Maße das Gesicht des Landes. Im Wat Bang Riang bewundern wir die überaus reiche Ausstattung und genießen die bezaubernde Aussicht auf die bewaldeten Hügel ringsum. Im Wat Suwan Kuha, einem Höhlentempel, müssen wir erst einmal die zahlreichen kleinen Affen füttern, bevor wir uns von einem Mönch segnen lassen.

Viele Stufen führen in die Höhle unserer dritten Tempelstation Wat Tham Nagarath – übrigens weniger touristisch als die anderen zwei –, wo wir nach der Besichtigung gemütlich einen Tee trinken und die vielen neuen Eindrücke auf uns einwirken lassen. Thailand bietet so viele Facetten, die über einen traumhaften Badeurlaub hinausgehen, dass man gerne immer wiederkommt!

16.08.2014, 17:00
Andrea Thomas, Kronen Zeitung
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