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30.03.2017 - 05:04
Foto: thinkstockphotos.de

Südafrika: Vom Tafelberg in die Namib- Wüste

04.05.2013, 17:00
Impressionen einer Entdeckungsreise durch zwei afrikanische Länder, die auf ihre Weise verzaubern: Südafrika mit seiner Kapregion, Namibia mit seinen Sanddünen und reicher Tierwelt.

Noch bevor wir südafrikanischen Boden betreten haben, hypnotisiert aus der Vogelperspektive die erste der vielen Schönheiten der Kapregion: Der Tafelberg, das Wahrzeichen von Kapstadt, liegt beim Anflug auf Cape Town wie auf einem Servierteller unter uns.

Schon beim Kennenlern- Bummel, beim Vertreten der Beine nach dem langen Flug von Wien über Dubai an der pulsierenden Einkaufsmall Waterfront in der blühenden Hafengegend, wird Kapstadt seinem Ruf als eine der schönsten Städte der Welt gerecht. Einladende Restaurants, elegante Shops, Straßenmusikanten, rundum anscheinend nur lebenslustige Menschen. Weiße und schwarze – die Apartheid ist ja, Gott und Nelson Mandela sei Dank, seit fast zwei Jahrzehnten Vergangenheit.

Die "Mother City" als Tor zum Schwarzen Kontinent

"Mother City" nennen die Capetonians, die Bewohner von Cape Town, ihre Stadt gerne. Und das keinesfalls, weil hier alles neun Monate in Anspruch nimmt, wie Spötter behaupten, sondern weil Kapstadt Südafrikas älteste Stadt ist. Die "Mutterstadt" eben. Pulsierend, trendig, charmant, voller Lebenslust – das Tor zum Schwarzen Kontinent verzaubert mit all seinen Facetten Menschen aus aller Welt.

Südafrikas Kap- Provinz zählt zu den schönsten Regionen der Erde. Wer sich Zeit für eine stressfreie Entdeckungsreise nimmt, wird reich beschenkt. Aug in Auge mit Pinguinen in Boulders Beach die Seele baumeln lassen. Das Flair im alten Walfängerhafen Hout Bay genießen und dabei Nelson Mandela begegnen – leider nicht höchstpersönlich, sondern nur seinem auf Straußeneiern gemalten Konterfei. Abends in einem Restaurant am Atlantik einen fangfrischen Kingklip serviert bekommen. Tags darauf in einem der einladenden Weingüter rund um Stellenbosch und Paarl ein Glas des hervorragenden südafrikanischen Weines genießen. Mensch, wie schön das Leben doch sein kann!

Seefahrerträume am Kap der guten Hoffnung

Vor dem zweiten Teil dieser faszinierenden Reise, dem Weiterflug ins Nachbarland Namibia, noch ein absolutes Muss: Am Kap der guten Hoffnung werden schließlich seemännische Bubenträume wahr. Stufe um Stufe hoch zum Leuchtturm am Cape Point – Bequeme kutschieren per Zahnradbahn hinauf. Atemberaubend der Blick hinunter auf das bei den Seefahrern früherer Zeiten wegen seiner tückischen Klippen und starken Kapwinden so gefürchtete Kap der Guten Hoffnung. Das so viele Schiffe und Seemänner verschlungen hat.

Abends erzählt Jan, der alte Bure, die Geschichte vom "Fliegenden Holländer", der der Sage nach auf ewige Zeiten dazu verdammt ist, Nacht für Nacht mit seiner Besatzung mit zerrissenen Masten am Kap zu spuken. Der Schemen, der am Atlantik auftaucht und gleich wieder verschwindet? Bestimmt ein Streich der blühenden Phantasie. Wohl eine Nebelschwade – oder hat sich der "Fliegende Holländer" uns kurz gezeigt?

Man spricht in Namibia deutsch

Adios, Südafrika – Namibia ruft! Nach zwei Flugstunden öffnet sich schon bei der Einreise in Windhoek eine andere Welt. "Guten Tag", heißt uns die schwarze Lady bei der Passkontrolle willkommen. Ja, hier im Südwesten Afrikas wird nicht selten und auch gerne deutsch gesprochen. Die Kolonialzeit – Namibia war von 1884 bis 1915 als Deutsch- Südwestafrika "deutsches Schutzgebiet" – hat selbst in den entlegensten Gebieten des 824.292 Quadratkilometer großen und mit nur 2,2 Millionen Menschen äußerst dünn besiedelten Riesenlandes bis heute ihre Spuren hinterlassen. Akustische und optische.

Das 1906 im wilhelminischen Baustil errichtete Alte Amtsgericht im Atlantik- Städtchen Swakopmund erinnert an diese Zeit. Im deutschen Brauhaus stehen Bratwürste auf der Speisekarte. Und deutsch sprechende Namibier trifft man allerorts – selbst in der Weite der Namib- Wüste.

Ja, Namibia ist anders. Ein wenig deutsch und doch so afrikanisch. Ursprünglich durch und durch. Ein Land der Kontraste. Atemberaubende Landschaften mit einer reichen Tierwelt. Weite und Wüsten. Ein Traumland, zum Verlieben schön. Dank seines guten Straßennetzes leicht zu bereisen. Wer freilich auf eigene Faust die Kalahari- oder Namib- Wüste erkunden will, dem sei aber unbedingt ein Mietwagen mit Allradantrieb empfohlen.

Hohe Dünen und artenreiche Tierwelt

Damit dringt man selbst im tiefen Sand der Namib- Wüste ins sagenhafte Sossusvlei vor. Weltberühmt ob seiner bis zu 300 Meter hohen Sanddünen, die in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag mit einzigartigen Farb- und Schattenspielen verzaubern. Die "Düne 45" lädt zur Besteigung ein. Wer in der Hitze durch den heißen Sand die 170 Meter hinauf watet, wird mit einem Ausblick belohnt, den man sein Leben lang nicht vergisst. So wie den legendären Apfelkuchen im gottverlassenen Wüsten- Camp Solitaire. Namibia ist nicht nur reich an Diamanten, die in Sperrgebieten geschürft werden. Größter Schatz des Landes ist zweifellos seine überwältigende Tier- und Pflanzenwelt. Ein Namibia- Klassiker ist nicht nur eine Safari im Etoscha- Nationalpark, der Heimat der "Big Five" – Elefant, Löwe, Nashorn, Leopard, Büffel.

Ein Muss ist auch eine Bootsafari an der Walvis Bay mit Besuch von Pelikanen und Flamingos an Bord. Auch eine kecke Robbe entert die "Silvermond", um sich frischen Fisch abzuholen. Skipper Marko kennt alle Wasservögel und ihre Lieblingsplätze, erzählt spannende Geschichten, reißt Witze – alles in Deutsch – und serviert mit seiner Crew frische Austern und Sekt. Eine Wiederholung sei erlaubt: Wie schön doch das Leben sein kann!

04.05.2013, 17:00
Max Stöger, Kronen Zeitung
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