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10.12.2016 - 08:25
Foto: thinkstockphotos.de

St. Lucia: Sonne tanken in der Karibik

10.01.2015, 17:00
Weiße Strände, üppige Vegetation, romantische Sonnenuntergänge. Wenn es bei uns grau und kalt ist, sehnen wir uns nach Sonnenschein und Wärme. Die Karibikinsel St. Lucia erfüllt alle Voraussetzungen, um dem Winter in Europa ein Schnippchen zu schlagen.

"Welcome to St. Lucia!", begrüßt uns David und entblößt dabei seine strahlend weißen Zähne. Mit ihm werden wir in den nächsten Tagen das zu den Kleinen Antillen zählende Eiland in der östlichen Karibik erkunden. Vorbei an aufgelassenen Zuckerrohr- Plantagen, kleinen Fischerdörfern und stillen Buchten, erreichen wir schließlich Rodney Bay im Norden. Von hier ist es nicht weit zu Pigeon Island. Durch einen künstlichen Damm mit St. Lucia verbunden, ist die Insel heute ein Nationalpark.

Eine Befestigungsanlage aus dem 18. Jahrhundert zeugt davon, dass St. Lucia mehrfach Begehrlichkeiten bei Franzosen und Engländern erweckte, bis es schließlich 1814 im Frieden von Paris endgültig den Status einer britischen Kronkolonie erhielt. Wer neugierig auf die karibische Unterwasserwelt ist, kann sich hier auf Pigeon Island auch ohne Tauchschein einen ersten Eindruck verschaffen. Snuba oder Sea Treck heißen die neuen Trends, die das möglich machen.

Faszinierende Unterwasserwelt

Wir entscheiden uns für Sea Treck und begeben uns ausgestattet mit einem speziellen Helm auf einen Unterwasserspaziergang, bei dem man sich wie in einem riesigen Aquarium fühlt. Denn an bunten Fischen und anderem Getier mangelt es hier nicht. Wer lieber an Land bleibt, kann bei einem Ausritt über einen einsamen Strand galoppieren und anschließend mit dem Pferd schwimmen gehen, mittels Ziplining durch die Baumkronen des tropischen Regenwaldes sausen oder bei einer Wanderung einen der Pitons besteigen.

Die beiden Zwillings- Vulkankegel Gros Piton und Petit Piton sind die Wahrzeichen der Karibikinsel. Sie liegen inmitten eines Naturschutzgebietes, das wegen seiner Artenvielfalt und landschaftlichen Schönheit 2004 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Castries, die Hauptstadt und Ziel vieler Kreuzfahrtschiffe, liegt malerisch an einer von Hügeln gesäumten Bucht an der Westküste. Die für die Karibik so typischen bunten Holzhäuschen suchen wir hier allerdings vergebens. Mehrmals durch Erdbeben, Wirbelstürme und Feuersbrünste zerstört, ist das einzig bedeutende Bauwerk der Stadt die am Stadtpark gelegene Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis aus dem 19. Jahrhundert. In der Nähe des Hafens befindet sich der Markt mit seiner pinkfarben gestrichenen Markthalle, wo besonders am Samstag gute Geschäfte zu machen sind.

Lebensfreude bis spät in die Nacht

Etwas landeinwärts, nicht unweit der früheren Inselhauptstadt Soufriere, besuchen wir die eindrucksvollen Sulphur Springs. Ähnlich einem Geysir schießt das Wasser mit bis zu 45 Grad aus der Erde. Wie uns David erklärt, werden die Schwefelquellen auch gerne als einziger Drive- in- Vulkan der Welt bezeichnet. Im Norden St. Lucias liegt das Fischerdorf Gros Islet. Jeden Freitag gibt es hier mehr oder weniger spontane Straßenfeste. Eine Steelband sorgt für Stimmung, und die Besucher tanzen in den Straßen. Es tobt das Leben bis spät in die Nacht. Denn obwohl die herrschende Arbeitslosigkeit nicht zu übersehen ist, sprühen die Menschen vor Lebensfreude.

Einer, der sich mit den Problemen der Bevölkerung auseinandersetzt, ist der Künstler Liewellyn Xavier. Bei einem Besuch in seinem Atelier erzählt er von dem Plan, einen Skulpturenpark zu errichten und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Dinge, die andere Menschen wegwerfen oder entsorgen, sollen gesammelt, zu Objekten gestaltet und so einer sinnvollen Wiederverwertung zugeführt werden.

Romantische Buchten

St. Lucia gehört zu den schönsten Segelrevieren der Karibik. Mit dem Boot geht es in den Süden, wo wir einen kurzen Stopp in Marigot Bay, einer der romantischsten Buchten der Insel, einlegen. Im Jahr 1966 hat man hier Teile des Films "Dr. Doolittle" gedreht. Begleitet von Delfinen, denen es offenbar gefällt, neben dem Schiff her zu schwimmen, segeln wir weiter in den Süden, wo wir im Anse Chastanet Resort von Guide Meno, der sich selber gerne "Father Nature" nennt, erwartet werden. Mit ihm sind wir zur Vogelbeobachtung verabredet. In eineinhalb Stunden lernen wir viel über die Vögel und die Natur hier auf der Insel.

"Starthelfer" für Schildkröten

Urlauber, die zwischen März und September die Antillen besuchen, können Tierschützer dabei unterstützen, bedrohte Riesenschildkröten, die in einer einsamen Bucht ihre Eier ablegen, davor zu bewahren, im Kochtopf zu landen. Noch immer sind die Tiere ein beliebter Bestandteil auf dem Speiseplan der Insulaner. Das Team um Biologin Marie Luise Felix sorgt dafür, dass die Schildkröten sicher zurück ins Meer kommen und ganz nebenbei wichtige wissenschaftliche Daten gesammelt werden.

Bevor es für uns zurück in die Heimat geht, werden wir Zeugen, wie sich eine soeben geschlüpfte Schildkröte ihren Weg ins Leben erkämpft. Eine "späte" Schildkrötenmutter hat sich einen gut besuchten Badestrand für ihr Gelege auserwählt. Und obwohl jetzt überhaupt nicht die Zeit dafür ist, krabbelt plötzlich ein knapp handtellergroßes Etwas durch den Sand in Richtung Wasser. Wir versuchen, der kleinen Schildkröte ihren Start etwas zu erleichtern, ebnen ihr den Weg, bilden einen Korridor und halten nach Vögeln Ausschau, die in dem Tierchen einen willkommenen Leckerbissen sehen.

Für ein paar Minuten werden wir zu seinen Paten – bis es die beschwerliche Strecke geschafft hat und mit der ersten Welle im Ozean verschwindet.

10.01.2015, 17:00
Eva Bukovec, Kronen Zeitung
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