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02.12.2016 - 23:48
Foto: thinkstockphotos.de

Spanien: Das Land, in dem die Orangen blühen

24.03.2012, 17:00
Das hübsche Peniscola, alte Tempelritterstadt und einstiger Sitz eines der Gegenpäpste an der spanischen Costa del Azahar, ist heuer eines der Ziele des wohl größten touristischen Events für ältere Menschen. "Seniorenreisen" organisiert dort in bewährter Manier das Frühjahrstreffen des österreichischen Pensionistenverbandes.

Blühende Orangenbäume, so weit das Auge reicht, und ein Duft, der geradezu betörend ist. In Spanien hat man gleich einen ganzen Küstenabstrich nach diesem Wunder der Natur benannt – die Costa del Azahar, Küste der Orangenblüte. Dieser Landstrich in der Provinz Castellon, etwas nördlich von Valencia, gilt hierzulande noch als ein Geheimtipp, hat aber abgesehen von den vielen Hotelburgen an den Stränden einiges zu bieten.

Im Landesinneren, nur wenige Fahrminuten von der Küste entfernt, überraschen einen endlose Olivenhaine, Avocadofelder und die unzähligen Orangenplantagen, aber auch jede Menge unberührte Natur, einzigartige historische Baudenkmäler und – wie könnte es in Spanien anders sein – außergewöhnliche Heiligtümer.

Felsenkirche und Tempelritter

Eines davon ist die Wallfahrtskirche Virgen de la Balma in Zorita, die direkt in den Felsen gehauen wurde. Neben dem sakralen Flair, für den nicht zuletzt ein Raum voller eigenwilliger Votivgaben – vom gebrauchten Hochzeitskleid bis zur Computertastatur – verantwortlich ist, wartet hier auch ein ganz profaner Genuss. In der neu dazugebauten Cafeteria bekommt man den besten Carachillo (ein Espresso mit Weinbrand) der Region.

Die Felsenkirche liegt übrigens ganz in der Nähe der Stadt Morella, die nicht nur eine zehn Meter hohe Stadtmauer samt beeindruckenden Toren aufweist, sondern auf der höchsten Stelle auch eine jener gut erhaltenen imposanten Tempelritterburgen, die für diese Region, den alten Maestrat, so typisch sind.

Ein weiteres dieser Castelle befindet sich im Küstenstädtchen Peniscola. Dieses war für kurze Zeit – von 1423 bis 1429 – Sitz des zweiten Gegenpapstes Clemens VIII., auch Papa Luna genannt, und birgt heute ein Museum, das sich ungewöhnlicherweise sowohl den Templern als auch dem Papst widmet. Der Papst ist übrigens in Form einer großen Statue vor seiner Burg immer noch präsent.

Das Ortszentrum von Peniscola ist klein, verwinkelt und alt, verfügt über viele hübsche Cafés und Boutiquen. Eine Seltenheit an der spanischen Küste, die für gewöhnlich mit Hotel- und Apartment- Anlagen stark verbaut ist.

Mit "Seniorenreisen" nach Peniscola

Vielleicht ist das mit ein Grund, warum Otto Späll von "Seniorenreisen" diesen hübschen Ort als primäres Ziel für das große Frühjahrstreffen des österreichischen Pensionistenverbandes ausgewählt hat und über fünf Wochen verteilt mehrere tausend Menschen dort versammelt. Möglicherweise ist es aber auch die günstige Lage, die bequeme Ausflüge in die Umgebung ermöglicht. Von einer Muschelzucht über den großen Naturpark, von einer Likörfabrik bis zum überwältigenden Ebro- Delta reicht das Angebot.

Und natürlich sollte man den Besuch der faszinierenden Stadt Valencia einplanen. Hier verbindet sich großstädtisches Lebensgefühl mit entspanntem Strandpromenieren. Der große Hafen, bekannt als Zielort des American Cup, der größten Segelregatta der Welt, ist ebenso sehenswert wie das historische Zentrum mit seiner ungewöhnlichen Kathedrale, dem prächtigen Jugendstil- Bahnhof, der riesigen Stierkampfarena gleich daneben, der wunderschönen Markthalle. Im völligen Gegensatz dazu steht das moderne, vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava geplante Viertel der Künste und Wissenschaften mit dem futuristisch anmutenden Opernhaus. 

"Seniorenreisen" bietet seinen "Pensis" im Rahmen des Frühjahrstreffens nicht nur eine Vielzahl an geführten Ausflügen, was hier noch viel mehr zählt, ist das Gefühl der Sicherheit. Gerade alleinstehende ältere Menschen, die sich im Ausland, sei es aus mangelnden Sprachkenntnissen oder aufgrund medizinischer Probleme, mitunter verloren fühlen, sind auf diesen Reisen gut aufgehoben. Man wird hier nicht alleine gelassen, ist von Anfang an immer in seiner Gruppe unterwegs, hat persönliche, deutschsprachige Ansprechpartner bei allen Ausflügen sowie im Hotel und – was besonders wichtig ist – rund um die Uhr ein eigenes österreichisches Ärzteteam zur Verfügung. Mitfahren kann übrigens jeder, die Mitgliedschaft im Pensionistenverband ist ebenso wenig vorgeschrieben wie eine Altersgrenze nach unten wie nach oben.

24.03.2012, 17:00
Michaela Reichart, Kronen Zeitung
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