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24.04.2017 - 20:47
Foto: thinkstockphotos.de

Sonne, Strand und Palmen beim Urlaub auf Mauritius

13.04.2013, 17:00
Die Insel liegt in Indischen Ozean und ist etwa 10.000 Kilometer weit entfernt. Die Anreise über Dubai dauert fast einen ganzen Tag, wenn man die Anfahrt zu den Flughäfen bzw. Wartezeiten beim Umsteigen einberechnet. Mauritius ist als Luxusdestination bekannt und demzufolge auch kein Schnäppchen.

Trotzdem und nach reichlicher Überlegung im Familienrat haben wir uns dafür entschieden, einmal eine Fernreise zu unternehmen. Paulina, meine fast siebenjährige Tochter, hat die doch etwas mühsame Anreise als "Fernsehfest" verstanden – endlich einmal ohne Limit schauen, so etwas ist bei uns sonst nicht erlaubt – na gut, ausnahmsweise, im Urlaub ist ja vieles anderes als im Alltag.

Endlich ein grünes Eiland nach dem kalten Winter

Grün, soweit das Auge reicht, das tut gut nach dem langen Winter. Endlose Zuckerrohrplantagen, Palmen, dramatische Berge im Hintergrund. Wir sind auf einer tropischen Insel! Das Auge ist so beschäftigt, dass der Transfer zu unserem Hotel Trou aux Biches Resort & Spa im Norden der Insel schnell verfliegt. Bei der Ankunft werden wir mit köstlichen frischen Früchten in der Lobby begrüßt.

Es ist zwar in der Zwischenzeit schon dunkel geworden, doch die Anlage präsentiert sich so, wie wir uns das erträumt haben – was sich am nächsten Morgen bei Tageslicht mehr als bestätigt. Vor unserer Terrassentür finden wir den ersten (kleinen) Pool, den wir mit einigen anderen Gästen teilen. Das Kind ist nicht zu halten, rein ins Wasser, so schnell, dass wir Erwachsenen da kaum mithalten können.

Weißer Sand schmeichelt den Fußsohlen

Erst dann sind uns weitere Erkundungen möglich, die unsere Erwartungen gänzlich erfüllen – vor der Kulisse des azurblauen Meeres, in dem sich die Sonne so wunderbar spiegelt, erstreckt sich ein riesiger Pool, unterteilt in verschieden tiefe Becken, der nie – das finden wir bald heraus – übervölkert ist; kein Wunder, nur wenige Schritte entfernt beginnt der Strand, schier endlos, gesäumt mit Palmen, die sich leicht im Wind wiegen, der Sand ist weiß und fein, fühlt sich nahezu grandios an unter unseren nackten Fußsohlen.

Es ist fast unglaublich, wie sehr man sich über etwas derartig Banales – wie barfuß im weichen Sand gehen – freuen kann! Wir genießen das derartig, dass wir mehrmals täglich am Strand spazieren müssen, schließlich gilt es, dieses hier alltägliche Erlebnis für zu Hause in den Erinnerungen zu speichern.

Faulenzen am Strand und köstliches Essen

Die Tage vergehen buchstäblich im Flug, das Faulenzen am Strand und Pool nur unterbrochen von der großartigen Kulinarik. So könnte es ewig weitergehen, wäre da nicht die Neugier, auch etwas vom Inselleben mitzubekommen. Unser erster Ausflug führt uns in den Botanischen Garten von Pampelmousses, der als einzigartige Sehenswürdigkeit angekündigt wurde. Auch das stimmt, die üppige Vegetation begeistert.

Nirgendwo auf der Welt findet man auf so engem Raum so viele Arten tropischer Pflanzen. Allein die Vielzahl an Palmen überrascht; überaus beachtet auch die Talipot- Palme, die im Alter von 30 bis 40 Jahren nur ein einziges Mal ihr prachtvolles Blütenwerk entfaltet, bevor sie stirbt. Die Auswahl der Fotomotive scheint fast unbegrenzt – besonders großes Interesse aber wird dem Lotosteich und den wagenradgroßen Riesenblättern der Seerose vom Amazonas, der Victoria regia, entgegengebracht.

Ein Mix der Kulturen auf dem Central Market

Etwas Zeit verdient auch die Hauptstadt, Port Louis, wo vor allem der Central Market lockt – ein Kaleidoskop von Mauritius. Hier spürt man nicht nur den elektrisierenden Mix der Kulturen, sondern auch die Herzlichkeit der Bewohner, die mit Recht stolz sind, dass Multikulti auf der Insel funktioniert. Afrikas Vorzeigeland lebt vom Tourismus, der längst die Zucker- und Textilindustrie überholt hat. Amtssprache ist Englisch, aber zu Hause spricht jeder Kreolisch, das mit dem Französischen eng verwandt ist.

Unser Fahrer gibt uns bereitwillig Auskunft über alles, was wir wissen wollen. Nachdem wir wohlriechende Vanille auf dem Markt – auf dem sich ob des Gedränges doch etwas Vorsicht vor Langfingern empfiehlt – gekauft haben, wenden wir uns einem eher dunklen Kapitel der Geschichte zu und besuchen Aapravasi Ghat. Die wenigen Reste eines einst umfangreichen Gebäudekomplexes erinnern an ein Durchgangslager für indische Vertragsarbeiter, die nach Abschaffung der Sklaverei die schwarzen Arbeiter ersetzen sollten – und stehen heute als Denkmal auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.

Riesenschildkröten lassen Kinderaugen leuchten

Ein Höhepunkt der Inselbesichtigungen ist aber eindeutig die Begegnung mit den Riesenschildkröten, die im Süden auf einer Krokodilfarm leben. Unzählige Exemplare entzücken Touristen aus aller Welt, lassen sich streicheln, aber auch wenn Kinder sie reiten, geraten sie keineswegs aus ihrer sprichwörtlichen Ruhe. Die Begeisterung kennt kaum Grenzen, für dieses einmalige Erlebnis hat sich auch für unsere Tochter die Unterbrechung des Strandurlaubes gelohnt...

Schnell stellt sich heraus, dass sieben Urlaubstage auf Mauritius fast zu kurz sind, vor allem, wenn man doch auch Interesse an Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Terres des Couleurs hegt. Bei der "Farbigen Erde von Chamarel" handelt es sich um ein vegetationsloses Areal, das merkwürdig zerklüftet ist und in verschiedenen Farben, von fast Schwarz über Ocker bis hin zu Gelb schimmert. Zu Fuß, mit abenteuerlichen Tarzanrutschen oder schnellen Quads lässt sich die Umgebung erkunden, wo auch einige Wasserfälle in unmittelbarer Nähe für Abwechslung sorgen.

"Der Himmel ist Mauritius nachgebildet"

Mark Twain schrieb, dass "der Himmel Mauritius nachgebildet" wurde. Paradiesisch eben, wie Touristen aus aller Welt bestätigen, die das Besondere der kleinen vulkanischen Insel im Indischen Ozean einmal erlebt sowie erkannt haben – und meist wiederkommen...

Mauritius gilt nach den Seychellen als zweitreichstes und dynamischstes Land Afrikas. Die kleine Tropeninsel ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Die Mauritier, egal, welcher Herkunft und Hautfarbe, gelten als überaus herzlich und machen es Touristen aus aller Welt leicht, sich wohlzufühlen.

13.04.2013, 17:00
Andrea Thomas, Kronen Zeitung
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