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03.12.2016 - 04:35
Foto: thinkstockphotos.de

Metropole in der Stille der Wüste: Abu Dhabi

14.03.2015, 17:00
Abu Dhabi: das pulsierende, moderne Leben einer Weltmetropole, gepaart mit der unendlichen Stille der Wüste. Ein Land der Superlative und voller Gegensätze.

Gerne erzählt man sich die Legende um die Namensgebung der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Etwa 1760 war es, als Dhiyab Bin Isa Bin Nahyan Al Nahyan Beduinen von der Liwa- Oase aussandte, um eine junge Antilope zu jagen. Erst nach mehreren Tagen konnten sie das Tier an einer flach abfallenden Küste erlegen, wo sie auch eine Frischwasserquelle fanden. Sie empfanden den Platz als idealen Siedlungsort und tauften ihn Abu Dhabi – was übersetzt "Vater der Gazelle" bedeutet.

Farbenspiele in unberührter Wüste

Es ist frühmorgens, als wir in der Liwa- Wüste zum Kamelreiten aufbrechen. Unberührt, unendlich und magisch präsentiert sich die einsame Welt der Dünen vor uns. Mit seinem schimmernden Farbenspiel in Beige, Orange und Gold wandert der Sand und zaubert immer neue Muster am Horizont. Ich stelle mir vor, wie man sich hier vor Jahrhunderten fortbewegt hat. Tagelang auf dem Rücken von Kamelen, zum Schutz vor der heißen Sonne in lange Gewänder gehüllt. Kamele können bis zu 560 Kilometer weit reisen, ohne zu trinken. Am Tag legen sie mindestens 40 Kilometer zurück, was bedeutet, dass sie bis zu zwei Wochen ohne Wasser auskommen können – unvorstellbar und faszinierend zugleich!

Falken- Shows und Luxus- Resorts

Die Wüstentour mit den edlen Tieren in der Morgensonne ist nur eine der Aktivitäten, die das Fünf- Sterne- Resort Qasr Al Sarab seinen Gästen anbietet. Die Luxus- Herberge in der Wüste Abu Dhabis wurde von Sheikh bin Zayed bin Sultan Al Nahyan, der zugleich Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate ist, zum Leben erweckt. Von Wüstenfestungen inspiriert, wurde eine Burg der Träume im Stil eines arabischen Oasendorfes geschaffen. Man befindet sich durchwegs wie in einem orientalischen Traum an einem geheimnisvollen, stillen Ort.

Majestätisch schwebt der Falke über der schier endlosen Dünen- Landschaft. Die Falken- Jagd ist ebenfalls eine attraktive Inszenierung für Besucher dieser fremden Welt. Was vor Entdeckung des Ölvorkommens vor 40 Jahren für die Beduinenstämme von Abu Dhabi noch eine überlebenswichtige Form der Jagd war, ist heute Sport und Show für Touristen. Wie es sich anfühlt, wenn der mehrere Kilo schwere gefiederte "Jäger" sich in den Lederhandschuh krallt, kann man nach der Vorführung am eigenen Leib erfahren.

Ultramoderne Stadt mitten in der Wüste

Etwa zwei Autostunden liegt dieses Luxus- Resort von Abu Dhabi City entfernt. Wo früher Kamele ihre Spuren in den Sand zogen, führt heute eine bestens ausgebaute Straße durch die Wüste. Einer Fata Morgana gleich erheben sich die Glasfronten der Hochhäuser von Abu Dhabi aus der flimmernden Wüstensonne. Ultramodern erstreckt sich die Skyline der Stadt auf der 70 Quadratkilometer großen Insel, die über drei Brücken mit dem Festland verbunden ist. 620.000 Menschen leben hier. Und lediglich 15 Prozent davon sind Einheimische. Der Großteil der Bevölkerung sind Gastarbeiter aus aller Welt, die zuvorkommend und ambitioniert Touristen ihre Dienste erweisen.

Tradition und Moderne nebeneinander

Die Hauptstadt kombiniert das Beste der Moderne mit der Passion arabischer Traditionen. Hochhäuser stehen hier Schulter an Schulter mit ehrwürdigen Moscheen und historischen Forts. Business- Zentren und Shopping- Malls reflektieren die allgegenwärtige Sonne auf die Souks und traditionellen Märkte. Mit der Entdeckung des schwarzen Goldes verwandelte sich Abu Dhabi in knapp fünf Jahrzehnten in einen der reichsten Staaten der Welt. Während der Fahrt von unserem Stadthotel Eastern Mangroves zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Metropole erfahre ich, dass keines der Hochhäuser älter als 15 Jahre alt sein darf. Danach lässt sie der Herrscher abreißen und wieder neu aufbauen.

Um das Land besser zu verstehen, sollte man den Besuch der drittgrößten Moschee der Welt nicht versäumen! Basierend auf einer Vision von Zayid bin Sultan Al Nahyan, dem Gründer der Vereinigten Arabischen Emirate, wurde dieses imposante islamische Monument erschaffen. Im sakralen Bauwerk voll weißem Marmor, schimmerndem Perlmutt, 80 Kuppeln und vergoldeten Kronleuchtern finden auf 22.000 Quadratmetern bis zu 40.000 Gläubige Platz. Die Sheikh- Zayed- Moschee darf täglich (außer freitags) kostenlos besichtigt werden – egal, welcher Religion man angehört.

Goldautomaten und Strandpromenaden

Die Emiratis haben sich an den Tourismus gewöhnt und sind liberal, solange man als Gast nicht in kurzen Hosen durch die Städte spaziert. Ein Abstecher zum Mittagessen im Emirates Palace, das wohl luxuriöseste Hotel der Welt, ist empfehlenswert. Gold auf Knopfdruck im Vorübergehen gibt es in der Lobby. Was für Normalverbraucher ein simpler Getränke- oder Zigarettenautomat ist, das ist dem Ölscheich sein Goldautomat. Funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Geld rein, Wunschprodukt auswählen und entnehmen.

Wer das pulsierende Leben in Abu Dhabi auf sich wirken lassen möchte, kommt an der Corniche nicht vorbei. Auf der sieben Kilometer langen glanzvollen Strandpromenade ist immer etwas los. Motto der Flaniermeile: sehen und gesehen werden – Tag und Nacht! Zum Mekka für Ferrari- Fans wird das Emirat durch den Themenpark Ferrari World mit einer 240 km/h schnellen Achterbahn. Wem das noch zu wenig ist, der kann sich nebenan im Yas Marina Circuit ein Glas Champagner gönnen. Der Yachthafen und eine Formel- 1-Rennstrecke sorgen hier für Bodenhaftung. Mein Fazit über Abu Dhabi City: höher, schneller, moderner, prunkvoller!

14.03.2015, 17:00
Diana Zwickl, Kronen Zeitung
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