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24.02.2017 - 14:36
Foto: Christa Blümel

Liebeserklärung an Kenia - das Land und seine Leute

02.02.2013, 17:10
"Ju-ju" nennen es die Afrikaner, wenn Zauber im Spiel ist – und dem Zauber Kenias, Aug' in Auge mit tierischen Giganten, verfällt man mühelos und für immer. Eine Liebeserklärung an Land und Leute.

GEO Reisen, Spezialist für Afrika weit abseits touristischer Trampelpfade, hat eine Geheimwaffe im Angebot, und die heißt Richard. Ein Mann, selbst wie ein Bulle, der im Busch aufgewachsen ist, sich das Revier mit Löwen, Büffeln, Krokodilen teilt und weiß, wie sie ticken. Er wirft einen Blick auf Elefanten- Dung und kann exakt sagen, wann die Herde vorbeigezogen ist, in welche Richtung, wo wir sie jetzt finden und mit großen Augen bestaunen können.

Er lässt uns die weiche Haut eines Tausendfüßlers fühlen, während er uns um den giftigen Hundertfüßler einen Bogen machen lässt. Ihn amüsiert unsere Freude an den vorwitzigen Pavianen und kecken Warzenschweinen, er führt uns so nah an die Löwen heran, dass wir meinen, ihren Atem zu spüren. Das Nashorn, weiß er, sieht uns nicht gut – aber es kann unser Herz auf zehn Meter schlagen hören. Und das klopft hier, angesichts der "Big 5" vor unserer Nase, doch ein bissl schneller.

"Barefoot Luxury" nennt sich die Luxus- Linie exklusiver Lodges u.a. in der Masai Mara – und in einer solchen erkennt man blitzartig, dass wahrer Luxus weit entfernt von goldenen Wasserhähnen und anderem Schnickschnack liegt. Unter dem Sternenhimmel lädt das Himmelbett ein, von den Giganten ist man nur durch ein Moskitonetz getrennt. Man plantscht im Freiluft- Schaumbad auf der Terrasse – keine 15 Meter entfernt plantscht das Nilpferd im Fluss. Taucht prustend auf, wieder unter. Es lässt dich nicht aus den Augen, schaut dich an – ganz tief, ganz intensiv. Reduziert auf sich selbst, ohne Handyklingeln, zwanghaftes E- Mail- Checken, inmitten unvergleichlicher afrikanischer Geräusche und Kulisse erlebt man Eindrücke, die man nur mit jenem Wort beschreiben kann, das jeder Journalist fürchtet: unbeschreiblich.

"Das ist mir daheim im Gasthaus noch nie passiert"

"Ihr müsst Afrika mit dem Herzen sehen", bittet uns Richard. Und hier in Kenia dreht sich alles ums Herz. Wenn der Kenianer dich anstrahlt, geht die Sonne auf. Wenn er dich liebt, würde er sein Leben für dich geben. Herzlichkeit ist überall. Da kann es passieren, dass nach einem wunderbaren Dinner plötzlich das Servicepersonal lachend und ihr "hakuna matata"- ("Alles ist wunderbar")- Lied singend auf dich zutanzt, eine ganze Torte vor dich hinstellt, dich zum Kata- Kata- Bauchtanz auffordert. Warum? "Das hat ihnen keiner aufgetragen. Sie machen es von selbst, weil du groß bist und blond, vor Lebensfreude sprühst und sie dich mögen", sagt Richard. Als wär's die normalste Sache auf der Welt. Ist mir daheim im Gasthaus noch nie passiert.

Man muss sich auf Kenia einlassen. Keiner käme in der wundervollen Lodge auf die Idee, sich ein Dreieinhalb- Minuten- Frühstücksei zu bestellen – schlicht und ergreifend, weil das Personal gar keine Uhr hat. Dafür zaubert der Koch, der vor wenigen Monaten noch eine Kamelherde gehütet hat (!), Spezialitäten auf den Tisch, die jeden Haubenkoch erblassen ließen. Mit einer simplen Angelschnur an einem Ast holen die Fischer dafür prächtige Red Snapper frisch aus dem Wasser. Sie lachen herzlich, als der Gast mit seiner Hightech- Ausrüstung es gerade mal auf ein Fischerl bringt. Ein Lachen, dem man sich nicht entziehen kann.

Hier in dieser Lodge, die zweifellos zu den schönsten Afrikas gehört. Am Fluss, der ebenda in den Indischen Ozean mündet. 67 Kilometer Strand gehören dazu; diese 67 Kilometer hat man ganz für sich allein. Die (wenigen) Freiluft- Zimmer selbst sieht man gar nicht, so sehr fügen sie sich in die Landschaft, so sehr wurde darauf geachtet, dass sie im Schutz der Natur und mit (und zur) Unterstützung der Einheimischen gebaut wurden. Dass Geckos mit unter der Dusche stehen und der Pavian auf dem Geländer sitzt und dir dabei zuschaut, treibt einem nur am Anfang der Reise den Blutdruck in die Höhe.

Simpel, reduziert und damit der pure Luxus. Entweder du liebst Kenia oder du hasst es, sagt Richard. Für mich ist die Antwort klar. Ju- ju.

02.02.2013, 17:10
Christa Blümel, Kronen Zeitung
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