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03.12.2016 - 17:10
Der Grüne See in der Hochsteiermark weckt Sehnsüchte.
Foto: Peter Tomschi

Landpartie ins Steirische

27.06.2016, 11:22

Grüner See, Jassingalm, Pogusch - das sind die Orte in der Hochsteiermark, die Sehnsüchte wecken und ein unglaubliches Natur- und Kulinarikerlebnis garantieren!

Der Grüne See steht schon seit Jahren ganz oben auf meiner persönlichen Hitliste der Orte, die ich unbedingt einmal sehen möchte. Gut Ding braucht Zeit - aber das Warten hat sich ausgezahlt! Das smaragdgrüne Wasser schimmert zwischen immergrünen Tannen, umringt von Ausläufern des Hochschwab- Massivs. Der See füllt sich mit Einsetzen der Schneeschmelze auf den umliegenden Berghängen mit klarem Wasser, ist daher sehr kalt, und der Wasserstand variiert deshalb stark mit den Jahreszeiten. Wenig Schnee bedeutet dann wenig Wasser - momentan etwa 5,6 Meter, also eher unterdurchschnittlich tief für den Grünen See, was aber der landschaftlichen Schönheit keinerlei Abbruch tut.

Der Grüne See, das schönste Platzl Österreichs
Foto: Peter Tomschi

Im Laufe des Hochsommers und Herbstes trocknet der Schmelzwassersee dann aus. Im Oktober 2014 wurde der Grüne See bei der österreichweiten ORF- Show "9 Plätze - 9 Schätze" von Zusehern und einer Jury zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Kein Wunder, dass viele Ausflügler hauptsächlich wegen des Sees herkommen, obwohl er sich ausgezeichnet als Ausgangspunkt für Berg- und Wandertouren eignet.

Nicht weit entfernt, immer die imposanten Berggipfel im Auge, liegt zum Beispiel sehr idyllisch die Jassingalm. Wissen Sie was ein Fedlkoch (bzw. Rahmkoch) ist? Nein, nun gut, dann sollten Sie es hier einmal verkosten. Die süße Almspezialität wird aus Bauernrahm hergestellt - laut Wirtin Heidi geht es nur mit solchem - und mit Zucker, Zimt und "Hasenperlen" (getrockneten Weintrauben) angerichtet.

Gelebte Gastlichkeit auf der Jassingalm mit einem Fedlkoch
Foto: Peter Tomschi

Ein Häferlkaffee schmeckt dazu wunderbar, während wir uns vom "dummen Hirsch" erzählen lassen. Der ist dem Förster zugelaufen, wer Glück hat, kann das edle Tier vielleicht auch aus der Nähe sehen. Wir sehen es zwar nicht, aber das Glück ist uns trotzdem hold, denn bald darauf dürfen wir ein "wildes Picknick" auf einer schönen Wiese genießen. Auch nicht schlecht, zu den "Wilden Spezialitäten" der Streuobst- Region zählen Wurzelspeck, Wildkas oder Gamswurzen. Aus der alten Bohnapfel- Sorte wird Sekt gemacht, der sich für ein romantisches Picknick sehr empfiehlt - und den auf Wunsch auch der Herz- Bote öffnet und Schützenhilfe bei jenen leistet, die sich vielleicht nicht trauen. Die Hochsteiermark hat ein eigenes Konzept entwickelt, das Verliebten romantische Packages für Herzensangelegenheiten (Trau di(ch)) anbietet. Ob man sich nun traut oder nicht, ob man sich vielleicht schon getraut hat oder vielleicht auch gar nicht will, so ein Picknick im Grünen hat etwas! Genussfaktor: hoch!

Wildpicknicken mit dem Herz-Boten Wolfgang: ein Genuss
Foto: Peter Tomschi

Über den Berg, vorbei beim Hubinger (Haubenlokal) in Etmißl, vorbei an der malerischen Ruine in Thörl, geht es hinauf auf den Pogusch, der dank des Steirerecks der Familie Reitbauer vielen Feinschmeckern bereits wohlbekannt ist. Karl Wenzel, Obmann des Bründlweges, und Begleiter bei unserem Ausflug in die Hochsteiermark lässt uns jedoch nicht gleich einkehren, sondern vorher "entführt" er uns noch auf seinen Bründlweg, der die Bauernhöfe der Umgebung verbindet und eine schöne Wanderung - je nach Laune vor oder nach dem guten Essen - darstellt.

Wassertreten auf dem Bründlweg - wenn die Gelegenheit passt, wird hier auch gerne musiziert.
Foto: Peter Tomschi

Idealerweise geht man diesen Weg barfuß, wie uns Karl eindrucksvoll den ganzen Tag beweist. Barfuß gehen ist gesund, stärkt Muskeln, die sonst verkümmern, und hat Karl davor bewahrt, dass sein Fuß nach einer irreparablen Fußballverletzung versteifen könnte. Seit 15 Jahren geht er ohne Schuhe auf den Berg, im Wald, vielleicht gerade nicht in der Stadt, aber sonst überall. "Das ist wie eine gratis Fußreflexzonenmassage." Wer den Waldboden spüren möchte, einmal Schlamm treten, im kalten Wasser kneippen, tut sich etwas Gutes, erlebt die Umgebung im Einklang mit der Natur, öffnet seine Sinne, hat ein Erlebnis mit Mehrwert.

Die Kühe auf der Alm sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch wichtige Landschaftspflege.
Foto: Peter Tomschi

Der Ausflug ist der kleine Bruder der Reise; so ein Tag vergeht viel zu schnell, und so bleibt gerade noch Zeit für einen kleinen Imbiss im Wirtshaus Steirer- eck, das nun ebenfalls auf meiner Liste der Dinge steht, die unbedingt einmal (in voller Länge und Gemütlichkeit) sein müssen!

Das kleinste "Jagdmuseum" Österreichs mit einem Blick in die heimische Tierwelt
Foto: Peter Tomschi

INFO:


ALLGEMEINE AUSKÜNFTE: Tourismusregionalverband Hochsteiermark , 03862/55020, tourismus@hochsteiermark.at , www.steiermark.com 

EMPFEHLUNGEN: Eine Wanderung um den Grünen See (das schönste Platzl Österreichs 2014/15), danach ein gemütliches Picknick am Ufer. Kontakt: TV Tragöß - Grüner See , 03868/8330.
Der Grüne See ist auch idealer Ausgangspunkt für Wanderungen ins Hochschwabgebiet. z. B. Jassingalm, Sonnschien, Häuslalm, Sackwiesensee (höchstgelegener Badesee), Frauenmauerhöhle, Marienklamm.
Die Jassingalm erreicht man vom Grünen See mit dem Auto in etwa 10 Minuten (Parkplatz rund 500 m vor der Jassingalm). Man kann aber auch vom Grünen See aus zur Jassingalm wandern (Gehzeit: ca. 1 Stunde). Und von der Jassingalm aus erreicht man die Sonnschien in zirka 2 Stunden Gehzeit, und noch ein Stunde mehr und man ist am Sackwiesensee oder auf der Häuslalm. Kontakt: Wirtin Heidi Mussbacher, www.jassinghuette.at , 03868/20065. Romantischer Bründlweg am Pogusch: www.bruendlweg.at 
Der höchstgelegene Barfußweg Europas lädt ein zum Schlammtreten, Barfußgehen, Ausblickegenießen, Krafttanken und erfrischenden Almchampagnertrinken und danach ins Wirtshaus Steirereck am Pogusch einzukehren: Steirereck am Pogusch , Familie Reitbauer, 03863/2000.

VERANSTALTUNGSTIPPS: Weisenblasen, 6. August 2016: Es kommen ganz viele Musikgruppen und spielen rund um den Grünen See verschiedene Volksmusiklieder mit Ziehharmonika und Co., jodeln, singen und sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Winzertreffen 2016, Wein Welt Wenzel, in 8625 Turnau 108: 21. August 2016 (13 bis 19 Uhr), 18 €, www.weinwenzel.at 

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Andrea Thomas, Kronen Zeitung
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