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03.12.2016 - 16:46
Schaut spektakulär aus, lässt sich in Osttirol aber lernen: Eisklettern.
Foto: Hannes Wallner

Eisklettern in Osttirol: Steigeisen statt Pumps

01.02.2016, 10:53

Winterurlaub - und kein Schnee! Osttirol bietet den Gästen eine eisige Alternative: mit Steigeisen und Pickel in spektakuläre Eisfälle.

Laut tosend stürzen sich im Sommer Wassermassen von Osttirols Bergen und Gletschern in die Tiefe. Im Winter erstarren sie zu einzigartigen, bizarren Eisskulpturen. Sarah steht am Fuß des mächtigen Haslacher Eisfalls bei Kals. "Als ob ein zugefrorener See aufgestellt wäre", meint die attraktive Urlauberin und wirft einen Blick auf ihre Füße: "Die Dinger mit den spitzen Zacken, die an meinen Bergschuhen befestigt sind, sind völlig anders als die Pumps, die ich sonst gewohnt bin." Ausrutschen auf Eis? Damit keine Chance! Denn die Zacken halten wirklich bombenfest.

Bergführer Michi Amraser drückt Sarah die beiden Eisgeräte in die Hand: "Damit kimst aufe." Doch im Angesicht der vereisten Vertikalen braucht es - wie so oft beim ersten Mal - Vertrauen und eine große Portion Mut. Dabei hält ein gut gesetztes Eisgerät locker ein Mehrfaches des eigenen Körpergewichtes.

Am Kletterseil von oben gesichert, steigt Sarah also los, und sie macht dabei eine richtig gute Figur: "Juhuuu! Das ist ja leichter als in einer Kletterhalle. Eisklettern ist der Hit. Ich will noch mal hinauf!" Mithilfe der Bergführer kein Problem. "Eisklettern ist kalt und herausfordernd, aber das Herumsteigen auf den natürlichen Eisskulpturen ist einfach faszinierend und begeistert richtig."

Unter fachkundiger Anleitung geht es sicher und gesichert in die Vertikale.
Foto: Hannes Wallner

Jeder kann Eisklettern erlernen

Osttirol ist jedoch nicht nur in so richtig schneearmen Wintern wie heuer ein echtes Dorado für Eisbegeisterte und solche, die es noch werden wollen. "Eisklettern kann bei uns so gut wie jeder erlernen", weiß der Kalser Bergführer und Eiskletter- Profi Vittorio Messini, der nach Kletter- Aufenthalten in Nordamerika mit seinem Bergführer- Kollegen Matthias Wurzer den neuen "Eispark Osttirol" initiiert hat, der dieses Wochenende im Matreier Tauerntal eröffnet wird. Messini: "Durch die hohe Lage, die zahlreichen schattigen Täler und das viele Wasser bei uns im Bezirk gefrieren die Wasserfälle einfach sehr viel früher."

Mehr als einhundert "Eisfälle" wie die bekannten "Klassiker" Brühl Eisfall bei Matrei und Steinwand Fall laden in Osttirol zum "Hooken" ein, ebenso wie die Eisarena Umbaltal mit ihren mehr als 20 Eisfällen. Hooken wird übrigens in der Eiskletter- Szene das im Vergleich zum Schlagen kräftesparende Einhängen der Eisgeräte bezeichnet.

Erfahrene Bergführer zeigen vor, wie das Eisklettern geht.
Foto: Hannes Wallner

Spezielle Angebote

Die Kalser Bergführer haben spezielle Angebote für Eiskletterer zusammengestellt, und erstmals findet das 1. Osttiroler Eiskletterfestival in Matrei statt. Kurzentschlossene - Anfänger und auch Fortgeschrittene - können viel Wissenswertes übers Eisklettern im Eispark Osttirol erfahren, denn die große Kunst beim Eisklettern ist, das Eis zu kennen. Denn wenn ein Wasserfall friert, bildet er viele Strukturen und Übergänge; glattes, kompaktes Eis oder "Blumenkohleis", welches aus herabtropfendem Wasser entsteht und dadurch besonders viele Lufteinschlüsse aufweist, was auf eine schlechte Eisqualität deutet. Vittorio: "Deshalb ist blaues Eis generell viel stabiler als weißes Eis."

INFO

Eisklettern für Anfänger: Binnen drei Tagen können Interessierte im Eispark Osttirol die "Basics" für das Klettern auf gefrorenen Wasserfällen (inklusive Übernachtung im Matreier Tauernhaus) erlernen. 4.- 7. Februar und 18.- 21. Februar (weitere Termine auf Anfrage). Kosten: 405 Euro (inklusive Halbpension). Bergführer Kals, 0664 / 416 12 89 sowie www.bergfuehrer- kals.at 

Weitere Partner für das Eisklettern in Osttirol findet man beim Bergführerverband www.berg- osttirol.at  und bei der Osttirol Information, Albin Egger Straße 17, 9900 Lienz, 050/212 212, info@osttirol.com , www.osttirol.com 

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01.02.2016, 10:53
Hannes Wallner, Kronen Zeitung
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