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08.12.2016 - 03:41

Billigfluglinien schlagen Linienflieger

26.09.2008, 18:00
"Egal, wann man bucht - die Billigfluglinien schlagen im Preis immer die etablierten Linienflieger." Das sagte Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), bei der Vorstellung einer aktuellen Preisvergleichsstudie zwischen Billig- und Linienflügen. Dabei haben die Verbraucherschützer über fünf Monate die Preisentwicklung für Flüge von Wien beziehungsweise Bratislava nach London untersucht. "An 56 Tagen haben wir Preisstichproben erhoben und somit weit über 500 Flugangebote ausgewertet", so Silvia Doppler, Projektleiterin Finanzdienstleistungen beim VKI.

In der Studie untersuchte der VKI Direktflüge von Austrian Airlines (AUA), British Airways (BA) und easyJet von Wien nach London beziehungsweise von Bratislava nach London, was von Ryanair und SkyEurope angeboten wird. "Je nachdem wann man bucht und mit wem man fliegt, schwanken die Preise für Hin- und Rückflug zwischen 100 und 800 Euro", so Floss weiter.

In einem Punkt gibt es zwischen Billigfliegern und Linienriesen jedoch eine Verbindung: Je später gebucht wird, desto teurer wird es. In der Untersuchung stellte sich heraus, dass Reisende, die bereits im Februar einen Flug für Juli orderten, bei Ryanair und Co. zwischen 100 und 200 Euro zu zahlen hatten. AUA oder BA verlangten zum selben Zeitpunkt 200 bis 300 Euro. "Wirkliche Preisunterschiede stellten wir erst ein bis zwei Wochen vor dem Abflugtermin fest", sagt Floss. Wer mit einem Billiganbieter abhob, zahlte dann 200 bis 400 Euro. Bei den Linienfliegern musste man zu diesem Zeitpunkt das Doppelte hinblättern.

"Erfinderische Zuschläge"

"Was selbst uns überrascht hat, waren die teilweise sehr erfinderischen Zuschläge", so Floss. Aufschläge für Kreditkartenzahlung, Check- in am Schalter oder enorme Gepäckzuschlagspreise förderten die Tester ans Tageslicht. Bei Ryanair beispielsweise müssen Reisende pro Kilogramm Übergepäck und Flugstrecke 15 Euro zahlen. Wenn man ein Ticket auf jemand anderen umschreiben will, muss man 100 Euro zahlen.

"Wer im Internet auf der Suche nach Schnäppchen ist, der sollte mindestens zwei bis drei Stunden Zeit investieren. Denn es gibt viele gute, aber auch viele schlechte Angebote", meint Silvia Doppler. Allen, die diese Zeit nicht haben oder sich im Internet nicht gut auskennen, rät sie zum Gang ins Reisebüro. "Dort kennt man sich genau mit den Fluglinien aus und kann ein gutes Angebot vermitteln", so die Finanzexpertin.

Am besten unter der Woche fliegen

Wer bei Hin- und Rückflug auf verschiedene Airlines setzt, steigt möglicherweise günstiger aus. Zudem empfehlen die Experten, unter der Woche zu fliegen. "Dadurch, dass die Flugzeuge dann weniger stark ausgelastet sind, hat man eine größere Chance auf billige Tickets", so Floss.

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