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23.03.2017 - 03:53
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Alaska: Auge in Auge mit Grizzly und Elch

10.11.2012, 17:00
Alaska ist für viele das Ende der Welt. Ein ungezähmtes, wildes Land. Ein Land der Superlative, wo Goldgräber ihr Glück suchen und Urlauber zwischen Gletschern und arktischer Tundra das Abenteuer ihres Lebens finden. Am Ende der Welt, mitten im Wohnzimmer von Grizzly und Elch, begeistert Alaska abenteuersuchende Urlauber.

Endlos schweift der Blick über die Landschaft; spärlich ist die Vegetation und trotzdem so voller Leben. Tief einatmen, die Magie der rauen Wildnis spüren. Da, plötzlich wandert eine Bärendame mit ihren Jungen durchs Bild. Und da, ein Elch grast gleich neben der Straße. Und dort: Ein Luchs zieht am reißenden Flussufer seine Fährte. Es ist unglaublich!

Nur 9 1/2 Flugstunden von daheim entfernt, sind wir in einer völlig anderen Welt gelandet. Im Wohnzimmer von Grizzly, Wolf und Karibu. Willkommen im "Great Land", willkommen in Alaska.

Das Land, das heute noch Goldgräber in den hohen Norden lockt, Krabbenfänger in der eisigen Beringsee nach Reichtum fischen lässt, jedem Einwohner einmal im Jahr einen Tausend- Dollar- Scheck aus den Öleinnahmen schenkt und Urlaubern großartige Abenteuer verspricht.

Alles ist größer, weiter und höher

Hier ist alles größer, weiter und höher. "In Alaska leben mehr Tiere als Menschen. Hier gibt es mehr Gletscher als Verkehrsampeln", schmunzelt Ranger Bob King. Mitten im Denali- Nationalpark erklärt er, dass zwei Drittel Alaskas unter Naturschutz stehen und es 17 Nationalparks gibt, so viele wie in keinem anderen US- Bundesstaat: "In Alaska sind mehr als 3.000 Flüsse, drei Millionen Seen und 17 der 20 höchsten Berge der USA zu finden, darunter der Mount McKinley oder Denali ("der Hohe"), wie ihn die Ureinwohner nennen – der mit 6.194 Metern höchste Berg Nordamerikas."

Jeden Sommer zieht er Tausende Bergsteiger in seinen Bann, lockt sie nach Zentralalaska, das "Interior" rund um den kältesten Gipfel der Welt. Idealer Ausgangspunkt für Touren und Gletscherrundflüge inklusive spektakulärer Außenlandungen mit den erfahrenen Buschpiloten von "K2 Aviation" ist Talkeetna. Ein liebenswertes Kleinstädtchen im Nirgendwo, mit "Men in Trees"- Charme, mehreren kleinen Pubs, Restaurants, Souvenirläden und einem Mini- Supermarkt, der alles bietet, von lokalen Bierspezialitäten über Kleidung und Lebensmittel bis zur Trapper- Bärenfalle.

Doch unsere Reise beginnt 320 Kilometer südlich des Polarkreises in Fairbanks, dort, wo in den langen Winternächten das Polarlicht am Himmel tanzt. Hier kommt man in der Universitätsstadt mit ihren 31.500 Einwohnern sogar ins Schwitzen; im Mittsommer, wenn die Sonne bis zu 21 Stunden lang kräftig vom Himmel lacht, dann kann das Thermometer schon einmal auf die 35- Grad- Marke klettern.

Spektakuläre Panoramen

Mit dem Mietwagen geht es in Richtung Süden, vorbei am Denali- Nationalpark und Talkeetna. Blumenwiesen, spektakuläre Bergpanoramen sowie tosende Wasserfälle und immer neue Gletscher drängen sich abwechselnd ins Blickfeld. Valdez schließlich ist eine kleine Hafenstadt, das Tor in den Prince William Sound und als wichtigster eisfreier Hafen Endpunkt der Trans- Alaska- Ölpipeline.

Mit einem großen Katamaran stechen wir in den Sound, wo man nichts mehr von der Havarie des Öltankers Exxon Valdez sieht, der 1989 hier auf Grund lief. 42 Millionen Liter Rohöl flossen ins Meer. Heute beobachtet man hier wieder Buckelwale, die trotz ihrer riesigen Körper geschmeidig durchs Wasser gleiten, Seehunde, Otter und zahllose Seevögel. Das wird nur noch vom Mearesgletscher getoppt, der mit lautem Getöse ohne Unterlass ins Meer kalbt.

Unsere nächste Station ist auf der Kenai- Halbinsel. Schon auf dem Weg dorthin wird klar: Alaska ist ein Paradies für Fischer und Homer die Heilbutt- Hauptstadt der Welt. Hier, in einem der schönsten Naturszenarien, mit Meer und schneebedeckten Gipfeln, dreht sich alles nur um das Fischen, und der Fang des Lebens wird in Top- Restaurants gleich genossen. Herrlich. Doch jetzt lassen wir andere mit den Lachsen spielen.

Mit dem Wasserflugzeug von Bald Mountain Air fliegen wir über den Cook Inlet und einige der atemberaubendsten Landschaften der Erde zu den großen Küsten- Braunbären in den Katmai- Nationalpark. Es beschleicht einen schon ein etwas mulmiges Gefühl, wenn man mit Wattstiefeln aus dem Flieger klettert und am Strand all die riesigen Abdrücke von Bärenpranken und Wolfspfoten sieht.

Aug' in Aug' mit dem Grizzly

Wenn man sich an ein paar Regeln hält, könne aber nichts passieren, behauptet unser Guide: "Wenn ein Braunbär auf uns zukommt, einfach niederhocken. Nur nicht weglaufen!" Und es stimmt, und es ist einfach unglaublich. Ohne Absperrung und ohne Zaun, direkt in der freien Wildnis, stehen wir wenig später Aug' in Aug' mit dem größten Raubtier der Erde, teilweise können wir zeitgleich bis zu elf Braunbären beobachten – unsere Kameras klicken im Dauerfeuer.

Eine Bärendame ist besonders neugierig und nähert sich auf zehn (!) Meter. Unvergesslich. Da wirkt es fast schon kitschig, als wir später im Tiefflug über das Meer gleiten – und noch springende Buckelwale beobachten...

Nach so viel Wildnis und Natur steht Anchorage, die größte Stadt Alaskas, auf dem Programm, vor der spektakulären Kulisse der Chugach Mountains. Die Hälfte der 680.000 Einwohner Alaskas lebt in dieser Stadt, die eher an einen Vorort einer größeren Metropole erinnert, aber durch ihre bemerkenswerte Vielfalt an kulturellen und gastronomischen Angeboten sowie Einkaufsmöglichkeiten begeistert. Für viele ist nicht erst hier schon klar: Wer einmal in Alaska war, der will wieder dorthin zurück.

10.11.2012, 17:00
Hannes Wallner, Kronen Zeitung
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