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04.12.2016 - 06:00
Foto: visitabudhabi.ae

Abu Dhabi: "1.001 Nacht" ab Österreich

06.12.2014, 17:00
Da hilft nix, da muss das Klischee von "1.001 Nacht" herhalten. Abu Dhabi, reichstes Emirat der "Vereinigten", ist Österreich ein Stückerl näher gerückt. Dank NIKI und Etihad Airways, die ab sofort von Wien direkt den Wüstenstaat anfliegen. Mit allem Pipapo, von Businessclass bis zu Internet. Und in Abu Dhabi, da gibt's nicht nur (Wüsten-)Sand und Meer.

Zum ersten Mal fliegt NIKI Langstrecke – und wie! Vom Feinsten, wie es auf gut Österreichisch heißt. Unter dem Motto "All the best" werden nicht nur die Businessclass- Passagiere – ein Novum, bisher gab es die bei der heimischen Airline gar nicht –, sondern auch "normale" Economy- Reisende verwöhnt. Bis dato war die Langstrecke ja nicht Ding der Airline, man nährte sich lieber redlich mit Städteflügen und Flügen zu Feriendestinationen.

Das ist ab sofort anders: Täglich geht es ab Wien in fünfeinhalb Stunden ins Wüsten- Wunderland. Und noch ein Stückerl weiter. Denn die Partnerschaft mit Etihad (die staatliche Fluggesellschaft von Abu Dhabi) eröffnet völlig neue Flugwelten für österreichische Reisende. Durchbuchen, durchchecken ist angesagt. Die Hauptstadt der Arabischen Emirate ist ein formidabler Umsteigehub nach Asien, Indien, Australien. So ist den NIKIanern schon ein bissl der Stolz anzusehen, wenn sie sagen, "die schnellste Airline etwa nach Sydney" zu sein. In 21 Stunden ist man inklusive Umsteigerei dort. Zwar auch kein Hupfer, aber immerhin um ein paar Stunden schneller als der Mitbewerb.

Faulenzen, Shopping und mehr

100.000 Passagiere pro Jahr erhofft sich NIKI- Chef Christian Lesjak übrigens bereits im ersten vollen Betriebsjahr, "mit Luft nach oben". Drei Viertel davon sollen eben sogenannte "Umsteiger" sein, gut 25.000 Ferien im Emirat machen. Und das bietet reichlich Touristisches. Vom Faulenzen, während bei uns die Frostbeulen gezüchtet werden (Abu- Dhabi- Winter zwischen wohligen 23 und 30 Grad), bis zu Shopping- Malls, dem Wunder Wüste oder den Vergnüglichkeiten von Water- bis zu Ferrari- World. Und in naher Zukunft drei Museen, wie es sie sonst nirgendwo auf der Welt gibt.

Abu Dhabi setzt auf Kultur

Frank Gehry, Norman Foster, Jean Nouvell, drei Giganten der Architektur, bauen auf einer künstlichen Insel (Saadiyat) einen neuen Louvre, ein Guggenheim und das Nationalmuseum. In Dimensionen, die es bis dato auf der Welt noch nicht gegeben hat. Jedes der Häuser wird eine satte Milliarde Euro kosten. Der Louvre (Eröffnung 2016) wird knapp 10.000 (!) Quadratmeter Ausstellungsfläche haben, das Guggenheim (2017) wird mit moderner Kunst von 1960 bis heute bespielt, das bombastische Nationalmuseum (2018) wiederum wird sich dem Wirken von Staatsgründer Scheich Zayed widmen.

Durch die Wüste

Dünenhüpfen mit dem Allradler, das ist schon was, ein Erlebnis der dritten Art, manchmal ein bissl angstvoll – aber nach ein paar Minuten geht's. Die Fahrer sind schließlich staatlich geprüft. Aber die wenig umweltfreundliche Sprit- Vergeuderei – ein Liter Super kostet übrigens umgerechnet 30 Cent, billiger als Wasser – ist ja nicht das Einzige, was man in der Wüste tun kann. Da wäre einmal die "Stille zu hören" – ein unvergessliches Erlebnis. Oder ein Kamelritt – ein bisserl wackelig. Und dann natürlich Bauchtanzshow im Beduinenzelt.

Und wer ein bisserl Glück hat, der kann im Sand auch eine Misswahl der besonderen Art erleben: "Camel Beauty"! Da wird das hübscheste Kamel gewählt. Kriterien: lange Beine, schöne Höcker, lange Wimpern, nicht viel anders als beim menschlichen Miss- Wahl- Pendant. Nein, einen gravierenden Unterschied gibt's schon. Immerhin zwei Millionen Euro Siegprämie sind für das schönste Kamel im Topf.

Zwischen Moschee und Formel 1

Die Hauptstadt der Emirate hat aber noch einen ganzen Sack voll touristischer Schmankerln parat: Teetrinken im Hotel Emirates Palace (ein Sieben- Sterne- Hotel) etwa. Oder einen Besuch der Sheikh- Zayed- Moschee, ein Prachtbau und eine der größten Moscheen der Welt. Der Luster in der großen Halle kommt übrigens aus Österreich. Swarovski hat das zehn Tonnen schwere Ding geliefert.

Nicht fehlen darf natürlich ein Besuch auf der Yas- Insel, dort, wo unlängst die Formel 1 donnerte. Kann man auch selber probieren, wenngleich nur als Beifahrer im Formel- 1-Auto oder selbst mit einem Aston Martin GT 4. Dort gibt's auch noch die beeindruckende Ferrari- Welt, die das Herz jedes Motorsportfans hüpfen lässt, und einen Wasser- Vergnügungspark, für den man allerdings viel Mut braucht.

Alles in allem: Abu Dhabi ist einen Besuch wert, anders als beim bekannteren Bruder Dubai ist hier alles ein wenig gewachsener, authentisch, nicht so synthetisch und kaufrauschgetrieben.

06.12.2014, 17:00
Gerhard Felbinger, Kronen Zeitung
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