Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
08.12.2016 - 07:16
Sein Wechsel von den Grünen zur SPÖ wirbelte viel Staub in der Wiener Politik auf: Senol Akkilic
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Wechsel zur SPÖ erfolgte "aus freien Stücken"

15.04.2015, 18:26
Nach dem überraschenden Wechsel des grünen Wiener Mandatars Senol Akkilic zur SPÖ und der daraus resultierenden Blockade des neuen Wiener Wahlrechts Ende März hat sich der neue Rote erstmals selbst zu Wort gemeldet. In einem offenen Brief "an Freunde und Kritiker" beteuert er, dass sein Übertritt "aus freien Stücken" erfolgt sei. Seine grünen Funktionen habe er inzwischen allesamt zurückgelegt.

Dass die neue Geschäftsordnung ohne Konsens mithilfe der FPÖ und der ÖVP beschlossen werden sollte, sei der Punkt gewesen, "an dem ich wusste, dass ich das nicht mittragen werde", so Akkilic. Er betont in seinem Brief, er hätte "nicht mehr die Hoffnung" gehabt, "dass die Grünen auf einen Kompromiss eingehen werden".

Akkilic streitet "Kauf" seines Mandats vehement ab

In den vergangenen Wochen war immer wieder der Vorwurf aufgetaucht, die SPÖ habe Akkilic "gekauft", um die Reform des mehrheitsfördernden und damit für die Sozialdemokraten günstigen Wahlrechts zu verhindern. Die NEOS brachten gar eine Sachverhaltsdarstellung bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft ein. Die Anschuldigung bestreitet der Mandatar. Der Verlauf der Wahlrechtsdebatte habe ihn "beunruhigt" - "und ich war damit nicht alleine". "Ich habe daher nachgedacht, einen Ausweg gesucht und ihn darin gefunden, die Grünen zu verlassen und mit der SPÖ zu stimmen ." Der nunmehrige Schritt an die Öffentlichkeit sei ihm ein großes Anliegen, betonte der Politiker, der seinen Brief unter den Titel "Für ein besseres Zusammenleben!" stellte. Er wolle seine Sicht der Dinge "ohne Filter und höchstpersönlich" darlegen.

"Leider wurde meine Arbeit nicht ausreichend wahrgenommen"

Für die Grünen wäre der Mandatar nach der Wien- Wahl am 11. Oktober jedenfalls nicht mehr im Gemeinderat gesessen, bei der Landesversammlung Mitte Februar schaffte er es nicht mehr auf einen Listenplatz. "Ich kann mit Fug und Recht behaupten, fleißig und engagiert gearbeitet zu haben, was auch belegbar ist. Leider wurde meine Arbeit nicht ausreichend wahrgenommen", klagt Akkilic.

Bei der SPÖ hat der ehemalige Grüne nun ein fixes Mandat: "Ich möchte gerne die Chance auf eine Weiterarbeit wahrnehmen und habe das aus freien Stücken getan", beteuert er. Schon in den vergangenen Jahren habe er die Zusammenarbeit mit und die Unterstützung der SPÖ sehr geschätzt. Dementsprechend habe es ihn sehr gefreut, dass eine Aufnahme im roten Team möglich gewesen sei.

15.04.2015, 18:26
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung