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10.12.2016 - 11:18
Foto: EPA, APA/Gindl/Oczeret/Pfarrhofer/Fohringer/Eggenberger

Superwahljahr '13: Wer hoffen darf, wer bangen muss

01.02.2013, 18:32
Mit der Heeres-Volksbefragung hat Österreich gerade einmal Etappe Nummer eins des Superwahljahres 2013 hinter sich. Im März stehen Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich auf dem Programm, gefolgt von Tirol im April und Salzburg, wo im Mai gewählt wird. Den Höhepunkt bildet dann im Herbst die Nationalratswahl. Wer darf auf Stimmenzuwächse hoffen, wer muss Verluste fürchten, und wo wird Neo-Politiker Frank Stronach überall mitmischen? "Krone"-Überblick über die aktuellen Trends.

Stolze 54,4 Prozent der Stimmen und damit klar die absolute Mehrheit hat der niederösterreichische Langzeit- Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) bei der Landtagswahl 2008 geschafft. Am 3. März geht es für ihn darum, dieses Traumergebnis zu verteidigen, und das wird nicht ganz einfach sein. Ginge es für Pröll bei der Landtagswahl "nur" gegen SPÖ, FPÖ und Grüne, dann wäre ihm ein Ergebnis mit neuerlich einem Fünfer vorn so gut wie sicher.

Pröll- Absolute in NÖ wackelt

Der Grund, weshalb man aber in der niederösterreichischen ÖVP um die Wiedererringung der absoluten Mehrheit bangen muss, heißt Frank Stronach. Der könnte es - je nach Meinungsforschungsinstitut - auf zumindest fünf bis noch mehr Prozentpunkte an Wähleranteil schaffen. Das heißt im Klartext: Der nächste Landeshauptmann in NÖ wird wieder Erwin Pröll heißen - ob mit oder ohne absolute Mehrheit ist jedoch offen.

FPK in Kärnten drohen massive Verluste

Ebenfalls am 3. März 2013 wird in Kärnten gewählt - und da zeichnen sich dramatische Entwicklungen ab: Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) drohen massive Verluste von über zehn Prozentpunkten, ein Absturz in Richtung 30 Prozent als Wahlergebnis zeichnet sich ab. Ebenfalls um die 30 Prozent sollte die SPÖ erreichen - ein Kopf- an- Kopf- Rennen also um Platz eins mit leichten Vorteilen für Dörfler, der bei den Kärntnern nach wie vor persönlich gut ankommt.

Schwierig werden die Verhandlungen um den nächsten Kärntner Landeshauptmann, denn auch in Kärnten mischt Frank Stronach ordentlich mit und könnte bis zu zehn Prozent Stimmenanteil schaffen. Wer dann mit wem Koalitionen bildet, steht in den Sternen.

Platter- Wiederwahl in Tirol

Relativ einfach geht es hingegen in Tirol zu, wo am 28. April gewählt wird. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) wird mit etwa 40 Prozent der Stimmen neuerlich die Nummer eins sein - und trotz möglicher Stimmenverluste führt an ihm bei der Wahl des neuen Tiroler Landeshauptmannes kein Weg vorbei.

SPÖ und ÖVP in Salzburg Kopf an Kopf

Spannend wird Salzburg, wo am 5. Mai gewählt wird und die Salzburger die Möglichkeit haben, entweder der SPÖ oder der ÖVP per Stimmzettel die Hauptschuld an verzockten Steuermillionen - oder vielleicht doch Gewinn - zu geben. Laut Salzburg- "Krone" liegen die beiden Hauptkontrahenten, Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) und Landesvize Wilfried Haslauer (ÖVP), in den aktuellen Umfragen Kopf an Kopf. Leichte Vorteile werden Burgstaller eingeräumt, weil sie bei den Salzburgern besser ankommt als der etwas spröde wirkende Haslauer.

Mit Steuergeld- Spekulationen werden in Salzburg sowohl SPÖ als auch ÖVP in Verbindung gebracht: Ein "roter" Politiker "hängt" ebenso drinnen wie ein "schwarzer" Hofrat, den die ÖVP sogar hinausgeworfen hat - es gilt, wie auch sonst in Österreich, natürlich die Unschuldsvermutung. Wahrscheinlicher Wahlausgang in Salzburg: Burgstaller wird wieder Nummer eins.

NR- Wahl: SPÖ und ÖVP ohne regierungsfähige Mehrheit?

Bleibt schließlich die Nationalratswahl im Herbst 2013, und auch da blicken viele auf Frank Stronach: Zehn Prozent Wähleranteil werden ihm von Meinungsforschungsinstituten zugetraut - bei manchen liegt der Selfmade- Milliardär noch besser. Das wiederum schmälert die Chancen von Faymann- SPÖ und Spindelegger- ÖVP, zusammen auf eine regierungsfähige Mehrheit von über 50 Prozent Stimmenanteil zu kommen. Heißt: SPÖ und ÖVP benötigen einen dritten Koalitionspartner, um regieren zu können, und der wird vermutlich von der Grünen Eva Glawischnig gestellt.

Und wie sieht bei der Nationalratswahl das Rennen um Platz eins und den nächsten Kanzler aus? Werner Faymann hat die Nase vorn - und sollte Stronach der ÖVP Wähler abspenstig machen, dann wird das auch bis zum Herbst so bleiben.

01.02.2013, 18:32
Peter Gnam, Kronen Zeitung/red
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