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03.12.2016 - 05:43
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

Stronach fordert Entlassung von "Problemlehrern"

01.08.2013, 15:30
"Warum soll sich Österreich weiterhin ungeeignetes Personal leisten? Das würde doch keine Firma der Welt machen", meldet sich Frank Stronach mit einer neuen, nicht unspektakulären Forderung zurück: Er möchte 6.000 "Problemlehrer" feuern. "Die Schulexperten sagen ja: 'Fünf von hundert Lehrern sind nicht für den Unterricht geeignet'", begründet Stronach. Die Lehrer-Gewerkschaft kontert: "Die Zahl ist weit niedriger."

Psychische Probleme aufgrund massiver Überforderung im Unterricht mit den Kindern plus anschließende Flucht in Dauerkrankenstände oder aber Dienstverfehlungen: Nach Aussagen des Bildungsexperten Andreas Salcher seien bereits "zehn Prozent der 120.000 Lehrer für den Unterricht ungeeignet". Sein Kollege Johannes Mayr von der Universität Klagenfurt meint, dass sogar 24.000 Pädagogen nicht mehr im Klassenzimmer stehen sollten.

Voting in der Infobox: "Problemlehrer" feuern - gute Idee von Stronach?

Frank Stronach setzt die Zahl deutlich niedriger an – er übernimmt die Schätzung des Elternvereins: "Fünf von 100 Lehrern dürften eigentlich nicht mehr unterrichten, trotzdem werden sie weiter vom Staat bezahlt." Das müsse sich ändern, will der Milliardär nun mit einer radikalen Forderung seinen Wahlkampf in Schwung bringen: "Die 6.000 'Problemlehrer' müssen freigesetzt werden. Sie stehen der Lernentwicklung der Kinder im Weg. Die Direktoren sollen wie Manager agieren können und sich ein gutes Team zusammenstellen dürfen – ohne Parteipolitik."

Prompte Reaktion von der Gewerkschaft

Von der Lehrer- Gewerkschaft kommt dazu heftiges Kopfschütteln. Paul Kimberger, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer, meint: "Mir ist keine Studie bekannt, die Stronachs Zahlen belegt. Ein 'Rauswerfen' ist abzulehnen, es gibt auch eine Menschenwürde." Richtig sei aber, so Kimberger, dass es "natürlich einige Lehrer gibt, die sich besser für einen anderen Beruf entschieden hätten".

01.08.2013, 15:30
Richard Schmitt, Kronen Zeitung/red
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