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24.04.2017 - 16:21
Foto: APA/ROBERT JAEGER, facebook.com, krone.at-Grafik

SP- Landeschef Ackerl empört mit "Tussi"- Sager

02.10.2013, 19:08
"Die Stronach-Tussi ist eine Beleidigung für Österreich. Wer hat die gewählt?" Mit diesem Posting auf Facebook über Kathrin Nachbaur, die Robert Lugar als Klubchef des Team Stronach ablöst, sorgt der oberösterreichische SPÖ-Landesvorsitzende und Landeshauptmannstellvertreter Josef Ackerl seit Dienstagabend für Aufregung. Nachbaur selbst stieg am Mittwochabend parteiintern weiter auf und wurde zur geschäftsführenden Obfrau des Team Stronach befördert.

Für den Sager, der eine Reaktion auf ein Interview mit Nachbaur in der "ZiB 2" war, gab es in dem sozialen Netzwerk zahlreiche Kritik - aber auch Zustimmung.

SPÖ- Frauenchefin Gabriele Heinisch- Hosek sprach von einer "verfehlten Wortwahl" des Parteikollegen. Ackerl entschuldigte sich dann auch bald darauf für seine Äußerung. Nach rund zehn Stunden postete er: "Die Stronach- Vorzeigefrau (Tussi tut mir leid und verstellt den Blick auf die politische Haltung) hat ein bedenkliches Verständnis von Demokratie. Offensichtlich hat sie Präferenzen für diktatorische Vorgangsweisen frei nach ihrem Häuptling."

Lugar empört: "Ackerl soll zurücktreten"

Lugar sprang am Mittwoch für seine Nachfolgerin in die Bresche: "Ackerl sollte die Konsequenzen aus seiner sexistischen und diffamierenden Äußerung ziehen - und zurücktreten", verlangte der Noch- Klubchef in einer Aussendung. "Herr Ackerl hat offenbar selbst ein Problem mit der Demokratie, wenn er eine Listenzweite, nur weil sie eine Frau ist, dermaßen beleidigend abqualifiziert. Aussagen wie jene Ackerls haben in unserer Gesellschaft nichts verloren. Gerade Politiker müssen ein Vorbild sein", kritisierte Lugar.

Enttäuscht zeigte er sich von Frauenministerin Heinisch- Hosek: "Sie hat sich früher sehr eingesetzt, wenn es darum ging, sexistische Äußerungen zu unterbinden. Bei ihrem Parteikollegen gab es aber nur einen halbherzigen Protest."

Nachbaur: "Ich wurde einstimmig gewählt"

Nachbaur selbst betonte am Mittwoch ebenso wie am Vorabend in der "ZiB 2", dass sie einstimmig von den designierten elf Team- Stronach- Abgeordneten in die Funktion als Klubchefin gewählt worden sei. Diese Entscheidung sei "völlig unabhängig" von Lugars Person gefallen.

Sie habe gemeinsam mit Stronach die Partei gegründet und sei Listenzweite gewesen, insofern sei es "der logische nächste Schritt" gewesen, dass sie die Klubführung übernehme. Weitere Rochaden schloss sie auf Nachfrage nicht aus, mehr wollte sie dazu jedoch nicht sagen. Ziel sei es jedenfalls, "dass die Organisation bestmöglich aufgestellt ist".

Künftig auch geschäftsführende Parteichefin

Am Mittwochabend wurde dann bekannt, dass Parteigründer Stronach einen weiteren Teil seiner Macht an Nachbaur abgibt: Die 34- Jährige wird nun auch geschäftsführende Parteiobfrau, berichtete die "Tiroler Tageszeitung". Lugar wird dagegen nicht, wie mehrfach kolportiert, Generalsekretär, sondern einfacher Abgeordneter (siehe Video in der Infobox).

Kärntner und Salzburger Landesgruppen umgekrempelt

Auch in zwei Landesgruppen geht es rund: Stronach bestätigte am Abend, dass Gerhard Köfer als Kärntner Landesparteichef abgesetzt wurde. Köfer bleibe aber Landesrat, so der Parteigründer: "Mit dieser Funktion ist er ausgelastet genug." Als Nachfolger Köfers wurde Siegfried Schalli bestellt.

Köfer wollte das nicht so einfach hinnehmen und richtete der Bundespartei per Aussendung aus: "Egal wer von Wien aus die Kärntner Landespartei dominieren möchte, sehen sich ich und mein gesamtes Kärntner Team ausschließlich unseren Wählern verpflichtet. Unsere Arbeit in der Landesregierung und im Landtag, zum Wohle der Bürger unseres Bundeslandes, wird in der gewohnten Qualität weitergeführt."

Kurz darauf wurde vermeldet, dass auch die Salzburger Landesorganisation neu geordnet wird: Stronach bestellte "im Einvernehmen mit dem bisherigen Landesparteiobmann Hans Mayr" Helmut Naderer zum neuen Landesparteichef, hieß es in einer Aussendung. Mayr werde sich ab sofort ausschließlich auf seine Aufgaben als Landesrat konzentrieren.

02.10.2013, 19:08
AG/red
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