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06.12.2016 - 21:45
Finanzminister Schelling greift in die Debatte über Bankomatgebühren ein.
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH, APA/BARBARA GINDL

Schelling ruft Spitzenbanker zum Rapport

28.04.2016, 16:50

Finanzminister Hans Jörg Schelling greift nun in die Debatte um die Einführung von Bankomatgebühren für Kunden ein. Er hat Bankenvertreter für Montag zu einem umfassenden "Bankomat- Gipfel" in sein Ministerium beordert.

Schelling im "Krone"- Interview: "Wir wollen eine konsumentenfreundliche Lösung auf dem Verhandlungsweg erreichen." Ein Vorbild dabei könnten die Handy- Tarife in Österreich sein. Darauf angesprochen, sagt der Finanzminister: "Es gibt Kunden, für die ist häufiges Geldabheben per Bankomat sehr wichtig, andere brauchen das nicht, weil sie alles online machen. Da machen unterschiedliche Angebotspakete Sinn."

Auf absehbare Zeit sollen die Bankomat- Abhebungen wie bisher kostenlos bleiben, bis neue "Pakete" geschnürt sind. Schon jetzt gibt es bei den Gebühren zahlreiche individuelle Modelle.

Erst kürzlich hat man die Geldinstitute dazu verpflichtet, für alle, also auch für Asylwerber, kostenlose Konten zu machen, damit diese Überweisungen empfangen können (Überziehungen solcher Konten sind jedoch grundsätzlich nicht möglich).

"Robin Hood" der Bankomatkunden - Kommentar von Georg Wailand
Arbeiten und nicht streiten, so lautete die Devise von Kanzler Werner Faymann nach der Wahlschlappe. Und sofort war Alois Stöger, der schon in mehreren Ministerien zu Gast war, in seiner Rolle als Sozialminister zur Stelle: "Was, es sollen Bankomatgebühren eingeführt werden? Das werde ich verhindern, ich verbiete das!"

Na endlich wissen wir, wie Wirtschaft geht! Da ist ein Preis zu hoch? Sofort senken! Was, eine Gebühr wird verlangt? Gleich verbieten! Ach, allzu schade, dass das erst jetzt bekannt wird. Was hätten wir uns alle an Abfall- , Kanal- und sonstigen Gebühren ersparen können, wäre der "Robin Hood" namens Stöger schon früher in die Arena gesprungen.

Die Mieten sind zu hoch? Na, das werden wir gleich haben, die stutzen wir per Dekret zurück. Praktischerweise kann Stöger gleich bei den Gemeindebauten anfangen, denn die Stadt Wien ist der größte Wohnungsvermieter im ganzen Land.

Wie bitte, in fast allen anderen Ländern gibt es Bankomatgebühren? Na und? Was, das Geld kommt nicht einfach aus der Steckdose, pardon, aus dem Bankomaten, da gibt es vorher auch Kosten? Sollen sich halt die Banken drum kümmern. Die schaffen ja auch die weltweit höchste Bankensteuer mit 650 Millionen Euro pro Jahr, da wird es ihnen doch nicht auf diese Gebühr ankommen! P.S.: Wir dürfen heuer auf die Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises gespannt sein, wir könnten diesmal gute Chancen haben...

28.04.2016, 16:50
Georg Wailand, Kronen Zeitung/krone.at
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