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06.12.2016 - 17:01
Neben Strache zu sehen: Wiens FP-Klubchef Johann Gudenus mit Freundin
Foto: facebook.com/HCStrache

Musiker spielten für Strache die "Internationale"

20.08.2015, 19:06
Mit dem Anstimmen der "Internationalen" haben am Dienstag bei der Aufführung des "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen die Musiker gegen die Politik einer Partei protestiert, deren Obmann sie an diesem Nachmittag im Publikum entdeckten: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der sich mit dem Wiener Parteichef Johann Gudenus auf dem Domplatz eingefunden hatte.

"Das war eine ungeplante, spontane Aktion, wir stehen dazu", erläuterte der Schlagzeuger und Perkussionist Robert Kainar, der die "Jedermann"- Formation "ensemble013" leitet, am Donnerstag in den "Salzburger Nachrichten".

Beim Einzug der Tischgesellschaft folge nach der Auftrittsmusik eine kurze Sequenz, die Raum für Improvisationen lasse. Um ein Statement abzugeben, hätten die Musiker die "Internationale" zitiert. Durch seine Musik gebe er immer politische Statements ab, so Kainar. Er vermisse im österreichischen Kulturgeschehen, dass namhafte Künstler mit großer Popularität Stellung zu politischen Themen bezögen.

Stemberger: "Ich liebe diese Truppe"

Dies tat allerdings die Schauspielerin Katharina Stemberger, die beim "Jedermann" als Schuldknechts Weib selbst auf der Bühne stand. "Beim 'Jedermann' müssen wir die blau- braune Führungsriege entdecken. Die Stimmung sinkt. Was machen unsere hinreißenden Musiker: Sie stimmen in der zentralen Tischgesellschaft- Szene die 'Internationale' an! Ich liebe diese Truppe!!!", wurde sie in dem Bericht zitiert.

Das "ensemble013" legte am Donnerstag sogar noch nach und teilte auf seiner Facebook- Seite eine Karikatur, in der Strache mit dem Teufel verglichen wird:

Die Politiker haben offenbar gar nicht bemerkt, dass die "Internationale" angestimmt worden ist. Gudenus sprach außerdem von künstlerischer Freiheit.

Kickl: "Peinliche und lächerliche Selbstinszenierung"

FPÖ- Generalsekretär Herbert Kickl bezeichnete die Causa als "peinliche und lächerliche Selbstinszenierung". Der "Protest" sei offenbar danebengegangen, da niemand die "Internationale" als solche erkannt habe. Ob das möglicherweise an der mangelnden Qualität der Musiker liege, sei dahingestellt, so Kickl. Jedenfalls zeuge es grundsätzlich von einer problematischen Geisteshaltung, wenn man Personen, deren Überzeugungen man ja nicht teilen müsse, die Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung verweigern oder sie ihnen zumindest vergällen wolle.

Festspieldirektion entschuldigt sich für "Störung"

Am Abend distanzierte sich die Direktion der Salzburger Festspiele in einer schriftlichen Stellungnahme vom politischen Protest der Musiker. "Private oder politische Meinungskundgebungen der Künstler haben in keiner der Vorstellungen der Salzburger Festspiele die Billigung der Festspielleitung und wir haben das Ensemble ausdrücklich darauf hingewiesen, dergleichen in Zukunft zu unterlassen", ließ der künstlerische Direktor Sven- Eric Bechtolf wissen. Man entschuldige sich bei den Zuschauern für die Störung, hieß es gegenüber Ö1.

20.08.2015, 19:06
AG/red
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