Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.05.2017 - 01:54
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

Mikl- Leitner will Cybercrime- Gesetz bis 2018

23.12.2014, 07:33
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner will bis zum Ende der Legislaturperiode 2018 ein Cybercrime-Gesetz beschließen. Wie dieses aussehen soll, sei aber noch völlig unklar, so Mikl-Leitner bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien. Die Ministerin sieht die Legisten vor einer "spannenden Herausforderung".

Anlass für die Pressekonferenz war die Präsentation der Erkenntnisse aus einem Planspiel unter Federführung des Innenministeriums, bei dem es um einen Hackerangriff auf den Flughafen Wien und einen Erpressungsversuch mit terroristischem Hintergrund ging. Die praktischen Erfahrungen daraus sollen in den Aufbau des Cybersecurity- Centers im Bundesamt für Verfassungsschutz einfließen und die Anforderungen an das zu schaffende Cybercrime- Gesetz eruieren.

Beteiligt waren an dem Spiel zwölf Unternehmen und Behörden mit 51 unmittelbar teilnehmenden Personen und 35 externen Experten. Für sie galt es zunächst zu verifizieren, dass bei dem Hackerangriff Daten abgesaugt wurden, zu klären, was damit geschah, und mit anderen Unternehmen - zum Beispiel aus dem Bereich Telekommunikation - sowie Behörden zusammenzuarbeiten. Durchgearbeitet wurden mehrere Eskalationsszenarien, wie Mikl- Leitner erklärte.

Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Behörden habe funktioniert, resümierte die Innenministerin, die darin auch die Sinnhaftigkeit des Cybersecurity- Centers bestätigt sieht, dessen Probebetrieb nach dem Startschuss im Juni 2014 im kommenden Jahr erfolgen soll, ehe es Ende 2017 den Echtbetrieb aufnimmt. Dieses Center soll rund um die Uhr in Betrieb sein und als Analysestelle sowie Kommunikationsdrehscheibe fungieren. "Die Maßnahmen müssen auf Herz und Nieren geprüft werden", erklärte Mikl- Leitner.

"Beträchtliche Barrieren"

Als beträchtliche Barrieren erwiesen sich bei dem Planspiel Gesetze, wie Flughafen- Vorstand Günther Ofner berichtete. Nicht unter einen Hut zu bringen waren zum Beispiel Aktiengesetz und Wünsche bzw. Forderungen der Ermittler: Das eine verpflichtet den Flughafen als börsenotiertes Unternehmen, einen erfolgreichen Hackerangriff als kursrelevante Information umgehend der Öffentlichkeit mitzuteilen. Die anderen sehen den Erfolg ihrer Ermittlungen massiv gefährdet, wenn eine solche Attacke samt Erpressungsversuch zu früh bekannt wird.

Als Hindernis nannte Ofner auch das Datenschutzgesetz, das für Unternehmen gleich strenge Bestimmungen vorsieht wie für Privatpersonen. Das bedeutet, dass auch im Krisenfall keine Informationen weitergegeben werden dürften, selbst wenn sie benötigt würden. Eine weitere Frage tauchte in Zusammenhang mit dem Arbeitnehmerschutzgesetz auf: Wie weit darf man eingreifen, wenn der Verdacht besteht, dass der Hackerangriff gegen ein Unternehmen von innen erfolgte - laut dem Flughafen- Vorstand grundsätzlich die wahrscheinlichere Variante als eine Attacke von außen.

23.12.2014, 07:33
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert