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04.12.2016 - 18:27
Johannes Hahn fühlt sich als EU-Kommissar wohl und möchte eine weitere Amtszeit anhängen.
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Kommissar Hahn sieht "Signale" für zweite Amtszeit

28.04.2014, 13:13
Die EU-Parlamentswahl naht und so mancher EU-Kommissar macht sich Gedanken über seine EU-politische Zukunft. EU-Regionalkommissar Johannes Hahn schielt nicht nur mit einem Auge auf eine weitere Tätigkeit als Kommissar. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl am Montag in Wien erklärte Hahn, er bekomme "Signale" für eine zweite Amtszeit. Innerhalb der ÖVP streut man ihm auf jeden Fall Rosen.

Wen Österreich in die EU- Kommission schickt, ist freilich noch nicht entschieden. Der Grund für die Zurückhaltung sei, dass sich zuerst der neue Kommissionspräsident Gedanken über sein Team mache müsse, erklärte Leitl. Es gebe in der ÖVP aber niemanden, der sich nicht anerkennend zur Leistung des österreichischen Kommissars in Brüssel äußere. Zum ÖVP- Spitzenkandidaten für die EU- Wahl, Othmar Karas, sagte Leitl, dass die Aufgabenverteilung Karas- Hahn eine sehr positive sei.

Leitl: "Jeder österreichische Euro kommt dreifach zurück"

Der Erfolg der EU ist für Leitl jedenfalls unbestritten: "Jeder Euro, den Österreich netto zahlt, kommt dreifach zurück", sagte der WKÖ- Präsident. Die Exporte hätten sich seit dem Beitritt Österreich 1995 verdreifacht, unterstrich Leitl. Die heimischen Firmen hätten sich "einen tollen Markt geschaffen" und die gemeinsame Währung schaffe Sicherheit für Investitionen.

Die "Achillesferse" ist für Hahn die massive Abhängigkeit von russischem Gas. Im Konflikt mit der Ukraine brauche es eine "Abrüstung der Worte". Auch Russland müsse daran ein Interesse haben. Mit Flüssiggas und Leitungen, durch die man Gas auch in die andere Richtung schicken kann, arbeite man daran, die Abhängigkeit zu reduzieren.

Hahn zur Standortdebatte: "voestalpine bleibt eh da"

Zur derzeit laufenden Standortdebatte - ausgelöst von voestalpine- Chef Wolfgang Eder, der den Standort Linz infrage stellte - meinte Hahn: "Er bleibt eh da." Eder werde nach wie vor seine Stahlwerke nah am Kunden, also in Europa, brauchen. Leitl hingegen will es als "Weckruf" verstanden wissen, um darüber nachzudenken, was man besser machen könnte. Ihm schwebe da eine Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmensgewinnen vor. Das würde die Kaufkraft stärken, Leistung belohnen und den Erfolg gerecht verteilen.

28.04.2014, 13:13
AG/red
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