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04.12.2016 - 23:04
Foto: APA/GERT EGGENBERGER, APA/ROBERT JAEGER

Kärnten: Sex- Affäre wird zum Faschingshit

09.11.2013, 17:00
Am Montag ist Faschingsbeginn. Kärnten hat seine Lachnummer schon jetzt, und alle warten gespannt auf den Villacher Fasching. Ob der heuer noch jugendfrei sein wird? Die peinlichen Enthüllungen aus dem Kuriositätenkabinett des Team Stronach liefern für die Lei-Lei-Macher jedenfalls reichlich Stoff. Einige Details sind aber sogar den Narren zu tiaf…

Da liefern sich zwei Politiker einen Polit- Porno, der sich gewaschen hat. Es geht um schlüpfrige Mails, die in Sitzungen vorgelesen und an Zeitungen weitergespielt werden. Um die Abrechnung zweier "Alpha- Tiere" auf dem Rücken ihrer Frauen.

Von der "Krone" darauf angesprochen, versichern beide, mit dem Thema "endgültig abschließen" zu wollen. Die Einsicht kommt sehr spät. Denn die Ehe zwischen dem ehemaligen Team- Stronach- Obmann in Kärnten, Siegfried Schalli (re.), und seiner Ehefrau Conny liegt in Scherben. Eine angebliche Sex- Affäre von Frau Schalli mit dem Team- Stronach- Landesrat Gerhard Köfer (li.) ist der Grund. Obwohl sich Klubobfrau Kathrin Nachbaur öffentlich hinter den Politiker gestellt hat, ist Köfer, der die Vorwürfe als "glatte Lügen" bezeichnet, schwer angeschlagen. Nicht nur privat, sondern auch politisch: Schalli, der zur FPÖ übergelaufen ist, nimmt auch den Klubstatus und fast 300.000 Euro Parteienförderung mit…

"Mein Mann will mich als Flittchen darstellen"

Wie ist es zu den peinlichen Mails, die sowohl Frau Schalli als auch Gerhard Köfer zum Teil zugeben, gekommen? "Ich hatte schon seit langem eine total unglückliche Ehe geführt", vertraute sich Conny Schalli ausgerechnet dem Nachrichtenmagazin "News" an, "jetzt will mich mein Mann als Politiker- Flittchen darstellen". Freimütig erzählt sie von Nervenzusammenbrüchen und Wutanfällen am Weihnachtsabend und zeichnet das Selbstporträt einer ungeliebten, am Boden zerstörten Ehefrau.

Abwechslung in ihrer kaputten Ehe versprach offenbar der Parteikollege ihres Mannes, Gerhard Köfer, ehemaliger SP- Bürgermeister und Nationalrat, der als Stronach- Parteichef in Kärnten und Landesrat noch große Pläne hatte. Mit heißen E- Mails und Textnachrichten am Handy zeigten die beiden einander ihre Zuneigung. Dann machte Frank Stronach Schalli zum Obmann, und da gingen bei den zwei Männern im Ringen um Stronachs Gunst die Pferde durch.

Vom Sex am Pool soll es sogar Fotos geben

Mit dem plötzlich entfachten Machtkampf zwischen Köfer und Schalli gelangte der erotische Schriftverkehr viele Monate später an die Öffentlichkeit. Sie schreiben von Liebe und Sex in allen schillernden Details. "Fifty Shades of Grey ist nichts dagegen", umschrieb Schalli in einem "Krone"- Interview den Inhalt der Mails. Legendär inzwischen der "Sex am Pool", von dem es Gerüchten zufolge sogar Fotos geben soll. Auch der Journalist einer Billigzeitung soll mit Köfer noch eine Rechnung offen haben.

"Die E- Mails waren reines Phantasiespiel, reines Kopfkino", bestreitet Frau Schalli Sex. "Es gab nie eine Affäre", versucht auch Köfer zu retten, was noch zu retten ist. Für ihn und seine bildhübsche Freundin Evelyn sei das Thema "ein für allemal abgeschlossen": "Evelyn steht voll hinter mir, wir sind ein Team", so Köfer. Und Evelyn, die als Lehrerin arbeitet, lässt ausrichten: "Alle, die uns kennen und mögen, wissen um unsere glückliche und starke Beziehung. Die anderen müssen sich keine Sorgen machen."

Die Beziehung der beiden währt bereits seit dreieinhalb Jahren und soll weiter halten. Dass Evelyn sich aus dieser Schlammschlacht herausgehalten hat und die Einzige ist, die sich nicht zum öffentlichen Seelenstiptease verleiten ließ, ist jedenfalls ein gutes Omen.

Nur "Kopfkino" oder doch Reality- Soap?

So gutgläubig wie Evelyn ist Siegfried Schalli nicht. Dass sich die Beziehung zwischen Köfer und seiner Noch- Ehefrau nur im "Kopfkino" abgespielt haben soll, daran kann und will er nicht glauben. Er habe Beweise für das Schäferstündchen zwischen der Mutter seiner beiden Kinder und seinem politischen Widersacher. "Die Sache ist für mich aber abgeschlossen. Ich muss schauen, dass meine Kinder nicht auch noch da hineingezogen werden", so Schalli, der inzwischen allein zu Haus ist. Conny ist ausgezogen, das Scheidungsverfahren läuft. Mittlerweile sind drei Anwälte mit dem pikanten Fall befasst.

Inzwischen heizt die Sex- Affäre den Fasching an. Die "Kärntner Shades of Grey" sind ein gefundenes Fressen für den Villacher Fasching. Manfred Tisal, Regisseur der besten Pointen, grübelt gerade, wie viel Sex er seinem Publikum zumuten kann. "Schlammschlachten sind das, was unsere Politik am wenigstens braucht – ich denke da an 30 verschwundene Milliarden", meint er. Einiges fällt jedenfalls klar unter den Jugendschutz. "Da wird viel Schmutzwäsche gewaschen", sagt Tisal, "vieles davon ist unter der Gürtellinie". Vieles davon wird aber auch den Weg auf die Bühne finden. Sonst wäre das Publikum nicht gut auf die Narren zu sprechen …

09.11.2013, 17:00
Thomas Leitner, Kronen Zeitung
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