Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
08.12.2016 - 07:06
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

IV- Präsident Kapsch lehnt Vermögenssteuer klar ab

23.11.2014, 17:45
Zu wenig ambitioniert findet der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, das von der Regierung genannte Volumen von fünf Milliarden Euro zur Steuerentlastung. Aber es sei immer noch "besser als gar nichts". Ganz klar lehnt Kapsch eine Vermögenssteuer ab, wie das SPÖ und ÖGB wollen.

Beim Thema Vermögenssteuern "werden wir den Widerstand nicht aufgeben", sagte Kapsch in der ORF- "Pressestunde" am Sonntag. Seiner Meinung nach sei dieses Modell "ein Instrument, das Arbeitsplätze kostet". Ganz klar spricht sich der Industrie- Präsident auch gegen Erbschafts- und Schenkungssteuern aus.

Kapsch: "Es bleiben vielleicht 30 bis 40 Millionen Euro"

Seinen Berechnungen nach brächten diese Steuern ein niedriges Volumen und hohe Kosten bei der Einhebung. "Es bleiben vielleicht 30 bis 40 Millionen Euro", so Kapsch. Damit ließe sich "niemals ein Budget sanieren oder eine Steuerentlastung zustande bringen".

Auf nennenswerte Summen käme man erst, wenn "man tief in die Mittelschicht geht und Unternehmen belastet". Dann würde man aber noch mehr Unternehmen in Stiftungen haben oder diese an sogenannte "Heuschrecken" verkaufen müssen. "Das wollen wir nicht", betonte Kapsch.

Die Industriellenvereinigung wolle vielmehr eine Steuerreform in einem Ausmaß von 15 Milliarden Euro bis 2020, die sich durch Kürzungen bei Förderungen und der Verwaltung finanziert.

Kritik von SPÖ, Lob von Team Stronach und Wirtschaftskammer

SPÖ- Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos warf Kapsch vor, mit dem Steuerreform- Modell ein Belastungspaket auf dem Rücken von Pensionisten und Arbeitnehmern auf den Tisch gelegt zu haben. Die IV wolle Vermögende schützen und bei Klein- und Mittelverdienern einsparen, so Darabos.

Für Team Stronach- Klubobfrau Kathrin Nachbaur hat Kapsch hingegen den richtigen Weg aufgezeigt. "Österreich braucht eine Reindustrialisierung, damit wieder Arbeitsplätze entstehen können." Nach Ansicht Nachbaurs müsse man um die Unternehmen "kämpfen, ihnen Anreize bieten, damit sie im Land bleiben und nicht abwandern."

Auch Wirtschaftskammer- Präsident Christoph Leitl begrüßte die Pläne seines Industriellen- Kollegen.

23.11.2014, 17:45
Kronen Zeitung/AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung