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10.12.2016 - 18:31
Foto: APA/HBF/Peter Lechner

Heeres- Debatte: Jetzt streiten auch die Generäle

16.09.2012, 20:16
Krieg im Generalstab: Auch die elitäre Gruppe der Armee-Chefs teilt sich in Gegner und Befürworter der Wehrpflicht. Für besondere Spannungen sorge, dass Generalstabschef Edmund Entacher (Bild), einer der lautesten Werber für den Erhalt der Wehrpflicht, sich "ständig in die Politik einmischt". Bei einem der Treffen kam es nun zum Eklat.

Keineswegs harmonisch soll die wöchentliche Generalstabssitzung im zweiten Stock der Wiener Rossauerkaserne begonnen haben: General Entacher habe eine "Krone" auf den Tisch geknallt und laut kritisiert, dass die darin veröffentlichte Wertung aller Heeres- Modelle "nie" von ihm unterschrieben worden sei - schließlich hatte ausgerechnet das von ihm so bekämpfte Profi- Heer laut Experten die meisten Vorteile.

"Für viele Kameraden Entachers ist der wiederholte Tabubruch, sich als Armee- Angehöriger in die Politik einzumischen, inakzeptabel. Wir erleben nun einen Machtkampf der 'alten Garde' mit den Reformern", erklärt ein hochrangiger Offizier den "Krieg der Generäle". So wären bereits drei der sieben Mitglieder des Generalstabs für ein Berufsheer - das Trio will aber jede Einmischung in die Politik vermeiden.

Söldner? "ÖVP soll sich entschuldigen"

In dieser ohnehin gereizten Stimmung in der Heeres- Führung sorgt nun auch die "Pro Wehrpflicht"- Kampagne der ÖVP für noch mehr Ärger: Die ÖVP bezeichnet auf den neuen Plakaten alle Berufssoldaten als "Söldner". "Damit werden unsere Offiziere, Unteroffiziere und Chargen, die schon seit Jahren - natürlich - gegen Bezahlung im Bundesheer dienen, mit einer mordgierigen Soldateska verglichen", protestiert SPÖ- Verteidigungsminister Norbert Darabos gegen den ÖVP- Slogan.

Der Minister fordert eine Entschuldigung: "Die ÖVP beleidigt 14.000 Berufssoldaten. Eine Unverschämtheit gegenüber unseren tollen Soldaten, die etwa auch am Golan sehr oft unter größter Lebensgefahr ihren Dienst für die UN versehen."

16.09.2012, 20:16
Richard Schmitt, Kronen Zeitung/red
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