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03.12.2016 - 11:53
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

"Gerechtigkeits- Reform" gegen die "Millionärs- Banker"

17.07.2013, 12:59
Eine EU-weite Erhebung der Europäischen Bankenaufsicht EBA über die Gehälter der Banker in Europa nimmt die SPÖ nun zum Anlass, um einmal mehr eine "Gerechtigkeits-Reform" und die Verlängerung der Bankenabgabe zu fordern. In Österreich zählte die EBA im Jahr 2011 laut Bericht zehn Banker mit Millioneneinkommen, laut früheren Angaben der Finanzmarktaufsicht bezogen sogar zwölf Bankchefs mehr als eine Million Euro. Hier wollen die Sozialdemokraten gegensteuern.
SPÖ- Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sieht die Forderung nach einer Entlastung der Mittelschichten, die durch einen Beitrag der Superreichen gegenfinanziert werden soll, durch die EBA- Studie jedenfalls bestärkt. Während für Arbeitnehmer durch die Krise der Druck am Arbeitsmarkt gestiegen sei, habe sich der finanzwirtschaftliche Breakdown für etliche Banker, Spekulanten und Millionäre offenbar kaum bemerkbar gemacht.

Daher sollten Banken und Superreiche einen angemessenen Beitrag leisten, der den Arbeitenden zugutekomme. "Wir brauchen eine Gerechtigkeits- Reform", sagte Darabos. Die Bankenabgabe müsse daher verlängert werden.

Großbritannien mit den meisten "Millionärs- Bankern"

Drei Viertel aller hoch bezahlten Topbanker in der EU arbeiten laut dem EBA- Bericht in Großbritannien. Demnach kamen im Vereinigten Königreich im Jahr 2011 insgesamt 2.436 Banker auf einen Jahresverdienst von einer Million Euro oder mehr - gemessen an den 3.175 Spitzenverdienern unter Europas Bankern ein Anteil von rund 77 Prozent. Deren Durchschnittsverdienst lag - feste und variable Vergütungen inbegriffen - bei 1,44 Millionen Euro.

Laut EBA ist es das erste Mal, dass es einen Gesamtüberblick über die EU- weiten Spitzenverdienste der Topbanker gibt. Auf Platz zwei, aber weit abgeschlagen hinter den Briten, liegen deutsche Banker, von denen 170 mehr als eine Million Euro verdienten, im Durchschnitt mit 1,84 Millionen Euro indes mehr als ihre britischen Kollegen.

Auf dem dritten Platz sieht die Bankenaufsicht Frankreich (162 Banker, 1,59 Millionen Euro im Schnitt). Es folgen Spanien mit 125 Topverdienern, Italien mit 96 und die Niederlande mit 36. Für das Jahresende kündigte die EBA einen detaillierten Bericht über die Vergütungspraxis der Banken in der EU an.

17.07.2013, 12:59
AG/red
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