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07.12.2016 - 22:25
Foto: APA/EPA/ERWIN SCHERIAU

Flüchtlinge: EU kündigt Geld für Österreich an

06.11.2015, 17:44
EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos und Innenminister Johanna Mikl-Leitner haben am Freitagnachmittag der Flüchtlings-Sammelstelle am steirisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld einen Besuch abgestattet. Avramopoulos kündigte dabei an, dass Österreich von der EU finanzielle Unterstützung in der Handhabung der Flüchtlingsfrage erhalten werde. Die Zahlungen würden sehr bald erfolgen, über die Höhe gab es keine Angaben.

Zum Grenzübergang und der Situation erklärte Avramopoulos vor Journalisten, dass die Sammelstelle sehr gut funktioniere. "Österreich unterstützt die Flüchtlinge und sorgt für eine würdevolle Begrüßung. Ich möchte auf diesem Weg dafür danken, was die österreichische Regierung, sein Volk und die Einsatzkräfte hier und anderswo leisten."

Kommissar: Türkei mit an Bord holen

Zur Flüchtlingssituation generell sagte der Kommissar, alle Länder seien unter Druck, man müsse die Türkei an Bord holen, um die Flüchtlingsströme einzubremsen. Er sei sehr froh, dass über Rückführungs- und Wiederansiedlungsinitiativen gesprochen werde. Österreich versicherte er seiner Unterstützung: "Österreich ist nicht alleine und wir zählen sehr auf Österreichs Rolle in der Flüchtlingsfrage."

In Bezug auf die Zusammenarbeit mit Slowenien - die Grenze ist kaum einen Steinwurf entfernt - sagte Avramopoulos, er sei froh zu sehen, dass es eine starke Kooperation zwischen den Ländern gebe. Beide Staaten stünden unter einem starken Druck und hätten eine schwierige Situation zu gewärtigen. Zu den Diskussionen, ob an der Grenze ein Zaun errichtet werden solle, sagte der Kommissar, ihm sei bewusst, dass es in Österreich eine Diskussion darüber gebe, aber seines Wissens habe die Regierung noch nicht entschieden.

"See you on Monday"

Auf den am Freitagnachmittag relativ leeren und im Umfeld sauber geputzten Grenzübergang und die Sammelstelle angesprochen sagte Avramopoulos, er könne die Situation nicht vergleichen. Aber er habe den Eindruck, die Einrichtungen hier in Spielfeld funktionierten gut. Von Mikl- Leitner verabschiedete sich der Kommissar dann mit Umarmung und "auf Wiedersehen" auf Deutsch. Mikl- Leitner antwortete "see you on Monday".

06.11.2015, 17:44
AG/red
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