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10.12.2016 - 14:11

Das ist das Sündenregister unserer Politiker

14.08.2014, 16:55
Auch wenn es Politiker nicht wahrhaben wollen, die Politikverdrossenheit in Österreich hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Das IMAS-Meinungsforschungsinstitut hat dazu in einer Umfrage das Sündenregister der Politiker erforscht. Es reicht von leeren Versprechen über Verschwendung bis Postenschacher.

Auf einer Liste konnten die Befragten ankreuzen, was sie an den Parteien und den Politikern am meisten stört: Platz 1 mit 60 Prozent der Nennungen war der Vorwurf, dass Politiker Versprechen machen, die sie nicht einhalten.

Knapp dahinter steht die Verschwendung von Steuergeld, gefolgt von "Postenschacher", "Phrasendreschen" und "fehlender Politik für den kleinen Mann". Logisch, dass den Politikern und den Parteien auch "fehlende Bürgernähe" angekreidet wird.

Insgesamt lässt das Ergebnis dieser Sündenregister- Umfrage darauf schließen, dass die Distanz zwischen Politik und Bürgern immer größer wird. Deshalb – so Politologen – auch die Sehnsucht nach Zeiten, als ein Bruno Kreisky (auch "Sonnenkönig" genannt) noch Bürgernähe vermittelte. Bekanntlich schaffte es Kreisky in den 1970er- Jahren, bei Nationalratswahlen ja gleich dreimal die absolute Mehrheit zu erreichen.

Dazu kommt, dass immer neue Missstände bei der EU den Ärger der Österreicher über die Politik verstärken. Zwar ist eine Mehrheit gegen den Austritt Österreichs aus der Europäischen Union, doch über die EU "geraunzt" wird mehr denn je.

Kommentar von Peter Gnam: Angefressen von billigen Schmähs

Es ist – leider – symptomatisch, was diese Woche wieder passiert ist: Der oberösterreichische ÖVP- Landeshauptmann Pühringer hat zu Recht die Bundesregierung in Wien kritisiert, dass zu viel gestritten statt zusammengearbeitet wird. Mit einem Wort Polit- Hick- Hack von der Sorte, dass die Menschen angefressen sind und sich angewidert von der Politik abwenden.

ÖVP- Klubobmann Reinhold Lopatka hat dazu in einem Interview lapidar gemeint, es sei schwer bis unmöglich, "einseitig abzurüsten", und damit wohl zu verstehen gegeben, dass die Keiferei zwischen Rot und Schwarz weitergehen werde.

Ja, dann nur so weiter, Bundesregierung, bis zur nächsten Wahl, und ihr seid dann die Mehrheit im Parlament endgültig los. Ist sich ja schon bei der Nationalratswahl im Vorjahr nur ganz knapp ausgegangen, dass SPÖ und ÖVP zusammen im Parlament eine Mehrheit haben und regieren können.

Die "Krone" bringt dazu eine Auflistung des Sündenregisters der Parteien und unserer Politiker. Das reicht von leeren Versprechungen  bis zu fehlender Bürgernähe. Diese Liste sollte in jedem Parteiprogramm Berücksichtigung finden. Auch in den Programmen der Opposition. Die macht's nämlich nicht viel besser als die Regierenden, fordert auf Teufel komm raus Dinge, die sich niemals verwirklichen lassen, und glaubt, so dem Wähler imponieren zu können.

Der Wähler durchschaut auch das, denn Fordern ohne Verantwortung zu tragen, ist halt auch ein billiger Schmäh.

14.08.2014, 16:55
Peter Gnam, Kronen Zeitung
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