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04.12.2016 - 18:56
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER / Video: APA

Darabos wünscht Nachfolger Klug "die notwendige Härte"

11.03.2013, 13:35
Gerald Klug ist Montag früh von Bundespräsident Heinz Fischer als Verteidigungsminister angelobt worden. Das Staatsoberhaupt wünschte dem 44-jährigen Grazer für die "wichtige, verantwortungsvolle und sicher schwierige Aufgabe alles Gute". Klug wurde von Bundeskanzler Werner Faymann begleitet, von der schwarzen Regierungsriege war niemand dabei. Bei der Amtsübergabe in der Rossauer Kaserne sprach Klug dann davon, dass er seine neue Aufgabe mit "gutem Gefühl" übernehme, Norbert Darabos wünschte ihm dazu die "notwendige Härte".

Nach der Angelobung bedankte sich Fischer beim scheidenden Verteidigungsminister Darabos "sehr, sehr herzlich für die Dienste". Besiegelt wurde der Akt per Handschlag und der Unterzeichnung der entsprechenden Urkunden. Danach zogen sich Fischer, Faymann und Klug zu einem persönlichen Gespräch zurück.

Der neue Verteidigungsminister sprach nach seiner Angelobung von "einem bedeutenden Tag". Er freue sich, im Team von Kanzler Faymann dabei zu sein, so Klug beim Verlassen der Hofburg. "Mach's gut, toi, toi, toi", verabschiedete sich Fischer.

Darabos "möchte keinen Tag missen"

Anschließend erfolgte in der Rossauer Kaserne die offizielle Amtsübergabe von Darabos - der bei dieser Zeremonie sichtlich gelöst wirkte - an Klug (siehe auch Bilder in der Infobox). Begleitet wurden der scheidende und der neue Minister bei der Feier von Generalstabschef Edmund Entacher, der es nach dem missglückten Absetzungsversuch durch Darabos geschafft hat, ein paar Tage länger als dieser im Amt zu bleiben. Entacher verabschiedet sich Ende März in die Pension.

Bei seiner Abschiedsrede versicherte Darabos, dass er keinen Tag seiner sechsjährigen Amtszeit missen wolle. Er sei damit der längst dienende Verteidigungsminister der EU - das sei zwar kein Qualitätsmerkmal, er wage aber zu behaupten, dass seine Amtszeit eine gute Zeit für die österreichische Sicherheitspolitik gewesen sei. Der Job sei nicht immer einfach gewesen, er habe aber eine fordernde und erfüllende Zeit gehabt.

Auf die Wehrpflichtdebatte und die Volksbefragung ging Darabos nicht wirklich ein. Er meinte lediglich, dass im Leben nicht immer alles funktioniere, man aber nichts verbessern könne, wenn man keine Veränderungen anstrebe. Seinem Nachfolger wünschte Darabos viel Erfolg und "die notwendige Hartnäckigkeit".

Klug will etwas "Schönes" für Rekruten

Während Darabos die Wehrpflicht nicht erwähnte, eröffnete der neue Minister, der sein Amt mit "gutem Gefühl" übernimmt, seine Rede mit eben diesem Thema. Er begrüßte gleich zu Beginn eine Rekrutenabordnung und meinte, dass er sich den Grundwehrdienern in besonderer Weise verpflichtet fühle. Klug machte auch gleich eine Gemeinsamkeit zwischen sich und den Wehrpflichtigen aus: Diese müssten beim Bundesheer genau so lange dienen, wie er Zeit zur Verfügung habe, um die versprochene Reform umzusetzen - nämlich genau sechs Monate.

Der Neo- SPÖ- Minister zeigte sich auch überzeugt, dass bis zum Sommer eine Reform des Wehrdienstes möglich sei. Die Attraktivierung des Grundwehrdienstes stehe an höchster Stelle auf der Prioritätenliste. Die Zeit sei zwar überschaubar, er sei aber "felsenfest davon überzeugt, dass schöne Reformschritte möglich sind". Es solle etwas "Schönes, Attraktives und Interessantes" herauskommen, betonte Klug.

"Über Lage am Golan informieren"

Zum aktuellen Rechnungshofbericht über die Eurofighter (siehe Infobox) wollte sich der Minister nicht äußern. Auch die angespannte Lage am Golan kommentierte er nur knapp. Er werde sich sofort über die Lage der Krisenregion informieren und noch diese Woche öffentliche Statements darüber abgeben, wie es mit der Mission weitergehe.

Nach der feierlichen Amtsübernahme traf der Minister am Montag noch zu einem kurzen Vorstellungsgespräch mit den leitenden Beamten des Ministeriums zusammen, darunter der Generalstabschef, der Streitkräftekommandant und die Sektionschefs. Im Büro des neuen Ministers hing ein Plakat, auf dem er von den Mitarbeitern "herzlich willkommen" geheißen wurde.

11.03.2013, 13:35
AG/red
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