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04.12.2016 - 01:49
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Bevölkerung kämpft um Rettung von Polizeiposten

27.01.2014, 17:00
Am Dienstag wird das neue Sicherheitskonzept in Niederösterreich und im Burgenland vorgestellt. Für Wien wird ein entsprechendes Papier noch ausgearbeitet. In der Ostregion bleiben Serieneinbrüche nach wie vor ein heißes Thema. Wie Hunderte Leserbriefe an die "Krone"-Redaktion beweisen. Viele Bürger sind wegen der hohen Kriminalität verärgert und verzweifelt!

Vom neuen Sicherheitskonzept des Innenministeriums erwartet sich Burgenlands Landeschef Hans Niessl 30 bis 40 Prozent mehr Präsenz der Polizei im östlichsten Bundesland: "Schließen ist kein Konzept, das ist zu wenig", tönt es aus Eisenstadt. Niessl will vom Innenministerium ein "Gesamtkonzept". Es müssten mehr Polizisten im Burgenland für das Burgenland ausgebildet werden: "Mikl- Leitner hat immerhin einen Anfang gemacht, einen Lehrgang gibt es bereits."

"Kriminaltourismus weit stärker als im Westen"

Den Berechnungsschlüssel - die Zahl der Einwohner bildet die Grundlage für die Anzahl der Polizisten im Lande - könne nicht hingenommen werden. Warum? "Weil viele internationale Schlepperrouten über das Burgenland führen, weil der Kriminaltourismus hier weit stärker ist als im Westen", sagt Niessl.
Zu mehr Beamte in den Gemeinden: "Wir haben mit den Dorfpolizisten den Anfang gemacht", meint der Landeshauptmann, das sei ein erster Schritt gewesen. Das neue Konzept müsse unbedingt ein wesentliches Mehr an Sicherheit bringen. Niessl: "Schließlich sind Sicherheit und Arbeitsplätze die wichtigsten politischen Themen im Burgenland."

Die Einbrüche zum Tag im Burgenland: In Pöttsching, wo der Posten zusperren soll, plünderten Einbrecher eine Garage, ein Wochenendhaus und ein Wirtschaftsgebäude. Im nahen Bad Sauerbrunn stahlen Kriminelle aus einem Supermarkt den Tresor samt Tausenden Euro!

"Wir stehen mit dem Rücken zur Wand"

Vom Zusperren bedroht sind die Polizeiposten in Gaaden und Alland (NÖ). Die Wienerwald- Gemeinden wollen mit Heiligenkreuz und der Gemeinde Wienerwald dagegen ankämpfen. Gaadens Ortschef Rainer Schramm plant für Freitag eine Demonstration mit Sperre der Bundesstraße 11. Noch im April hatte Schramm im Innenministerium wegen einer Aufstockung des Personals vorgesprochen, bekam aber eine Abfuhr. Der Bürgermeister ist verzweifelt: "Wir liegen im Nahbereich von Wien, im Speckgürtel. Und sind daher für Einbrecher attraktiv, denn bei uns ist sicher mehr zu holen als etwa im Waldviertel. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand!"

Eine Bürgerwehr? Schramm: "Wollen wir nicht, wir sind nicht im Krieg! Die Polizei muss ausreichen, aber nur solange wir genug Beamte haben." Was erwartet sich Niederösterreichs Sicherheitssprecher Gerhard Karner (VP) vom neuen Konzept? Eine effiziente Bekämpfung der Kriminalität und - wo nötig - mehr Personal. In Wien pocht Bürgermeister Michael Häupl auf die versprochenen 1.000 Polizisten.

"In den oberen Etagen macht man es sich leicht"

Unterdessen melden sich die Bezirkschefs drüber der Donau zu Wort, einem Gebiet mit vielen Einfamilienhäusern und 300.000 Bewohnern. Das entspricht der Einwohnerzahl von Graz. Hauptproblem: Tagestouristen, die zum Einbrechen kommen. "Bei uns ist das Personalsoll von 1985 nicht erreicht, obwohl sich die Bevölkerung in dieser Zeit fast verdoppelt hat", erklärt Norbert Scheed (22. Bezirk). "In den oberen Etagen macht man es sich leicht. Ich höre ständig, wo man einsparen könnte", so Heinz Lehner (21. Bezirk).

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27.01.2014, 17:00
Harold Pearson, Karl Grammer und Martina Münzer, Kronen Zeitung/red
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