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11.12.2016 - 00:55
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Bei Ja zu Profiheer wird Wehrpflicht schon 2014 fallen

01.09.2012, 16:48
Anfang Jänner gibt es die österreichweite Volksbefragung zum Thema Beibehaltung der Wehrpflicht oder Abschaffung dieses Dienstes zugunsten eines Profiheeres. Jetzt hat Verteidigungsminister Norbert Darabos Klartext gesprochen: Sagen die Österreicher mehrheitlich Ja zum Profiheer, würde die Wehrpflicht schon ab 2014 fallen.

Ab diesem Zeitpunkt würden dann nicht mehr so wie seit Jahrzehnten über 45.000 junge Männer eines Jahrganges zur Ableistung der Wehrpflicht einberufen. Dazu Darabos im ORF- Radio: "Wir würden dann die Wehrpflicht mittels einfacher Gesetzgebung aussetzen. Das würde genau so funktionieren, wie man das in Deutschland bereits gemacht hat." Für ein Profiheer will Darabos "alle seine Kräfte bündeln", er glaubt auch, dass er die besseren Argumente hat.

Darabos will Fischer überzeugen

Argumente, mit denen er auch den Oberbefehlshaber des Bundesheeres, Heinz Fischer, überzeugen möchte. Darabos: "Wir tauschen uns alle 14 Tage aus, er hat eine andere Meinung, greift aber nicht operativ in das Bundesheer ein, und ich glaube, dass er einen Volksentscheid pro Profiheer auch akzeptieren würde."

Mit der Frage konfrontiert, ob er bei einem Volksentscheid für die Beibehaltung der Wehrpflicht zurücktreten würde, antwortete Darabos, es gehe nicht um seine Person, sondern um die Sache. "Ich gehe ja auch nicht davon aus, dass Vizekanzler Spindelegger zurücktritt, wenn statt der Wehrpflicht ein Profi- Bundesheer kommt".

"Planlos, ablösereif"

Was das heikle Thema Bundesheer und Katastrophenschutz betrifft, so beharrte der Minister darauf, dass sein eigener Generalstab bekräftigt habe, dass man mit Bundesheer- Profis diesen besser und auch nicht teurer bewältigen könne. Politisch abgewatscht wurde Darabos für seine Ambitionen, das Bundesheer professioneller zu machen, von FPÖ und ÖVP: Die Vorwürfe reichten von "planlos" über "fügt dem Heer Schaden zu" bis "ablösereif".

01.09.2012, 16:48
Peter Gnam, Kronen Zeitung/red
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