Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 03:59
Foto: APA/Roland Schlager/Hans Klaus Techt

Arbeitszeit: SP kritisiert "Zickzackkurs" der VP

17.08.2013, 11:55
Der "Zwölf-Stunden-Arbeitstag" ist auch am Samstag Zankapfel der Koalitionsparteien geblieben. ÖAAB-Obfrau Johanna Mikl-Leitner versicherte, dass ihr Parteikollege, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, nie generell zwölf Stunden Arbeit pro Tag gefordert habe, sondern nur flexiblere Arbeitszeitmodelle. Die SPÖ attestierte der ÖVP daraufhin einen "Zickzackkurs". Parteichef Michael Spindelegger habe "keine Führungskompetenz", so SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos.

Der Zwölf- Stunden- Arbeitstag sei "Propaganda der SPÖ und kein Plan der ÖVP", betonte Mikl- Leitner im Ö1- "Morgenjournal". Sie forderte die SPÖ auf, "die Angst- und Panikmache einzustellen" und erinnerte an die alte ÖAAB- Forderung nach einem Zeitwertkonto. Auf einem solchen sollten Arbeitnehmer Überstunden oder Zulagen - wie bei der "Abfertigung neu" in betrieblichen Vorsorgekassen - ansparen und später verbrauchen können - für Auszeiten, Kinderbetreuung, Ausbildung oder in persönlichen Notlagen.

Auch in Krisenzeiten könnte die angesparte Zeit - "mittels betrieblicher Vereinbarung und mit Zustimmung des Betriebsrates" - konsumiert werden, "um die Mitarbeiter vor Kurzarbeit oder Kündigung zu bewahren", ergänzte ÖAAB- Generalsekretär August Wöginger.

ÖVP geschlossen hinter Mitterlehner- Forderung

Mikl- Leitner versicherte zwar, dass die ÖVP geschlossen für die von Mitterlehner geforderte Arbeitszeitflexibilisierung sei. Sozialminister Rudolf Hundstorfer freute sich dennoch, dass sich "auch die ÖVP- Innenministerin nicht begeistert" zeige von der Forderung nach "Ausweitung auf einen Zwölf- Stunden- Arbeitstag".

Der SPÖ- Minister bekräftigte das Nein seiner Partei zum Zwölf- Stunden- Tag. Dieser würde zu weniger Einkommen, mehr gesundheitlichen Beschwerden, mehr Krankheit und letztlich mehr Invaliditätspensionen führen. Und das geltende Arbeitszeitgesetz biete ohnehin schon viele Möglichkeiten, die Arbeitszeit zu gestalten, so Hundstorfer.

Darabos: "Spindelegger- Politik ein einziges Missverständnis"

Darabos schoss sich unterdessen in einer Aussendung auf ÖVP- Chef Spindelegger ein. Dieser habe "seine Partei offensichtlich nicht im Griff und keine Führungskompetenz". Der SP- Bundesgeschäftsführer erinnerte an die Debatte über das Frauenpensionsalter und meinte: "Wie wir Spindelegger kennen, wird er die Arbeitszeiterhöhung unter dem Deckmantel der Flexibilisierung wieder einmal nur als 'Missverständnis' darstellen - die gesamte Politik Spindeleggers ist offenbar ein einziges Missverständnis."

17.08.2013, 11:55
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung