Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
28.06.2017 - 08:14
Stand 4 Minuten mit halber Länge über den Standplatz hinaus: 150 Euro Strafe für Lenker Friedrich P.
Foto: Klemens Groh

Wegen 4 Minuten: Strafe für Wiener Taxilenker

16.02.2017, 18:00

In einem Kampf gegen Windmühlen versuchte Taxilenker Friedrich P. gegen eine schikanöse Polizeistrafe vorzugehen, die ihm aufgebrummt worden war, weil sein Wagen für genau vier Minuten mit halber Länger über einen Taxistandplatz hinausragte. Letztendlich musste er 165 Euro bezahlen!

Der Vorgang ist mit Sicherheit alltäglich auf einem Taxistandplatz. In den ersten Wagen ganz vorne steigen Fahrgäste ein, die wartenden Lenker rücken nach. So war es auch bei Herrn P.: "Ich sah, dass Fahrgäste vorne einstiegen. Da der Zeitraum, bis sich ein regulärer Platz ergeben würde, als sehr kurz zu erwarten war, hab ich mich hinten angestellt und bin dabei zugegebenermaßen außerhalb des Standplatzes gestanden."

Und das genau von 22:06 bis 22:10 Uhr in der Nacht, wie Herr P. später der polizeilichen Anzeige entnehmen konnte. Da er dabei weder jemanden behindert oder gefährdet hatte, erhob der Taxilenker Einspruch gegen die überraschende Strafe. "Der Beamte hätte mich persönlich auf mein Fehlerverhalten aufmerksam machen können, wenn er mich schon die ganze Zeit beobachtet hat. Das Strafmaß von 150 Euro für vier Minuten bedeutet für mich zwei Tageslöhne", schilderte der Wiener der Ombudsfrau.

Er wurde aufgefordert, persönlich zur Rechtfertigung zu erscheinen. An besagtem Tag war die zuständige Referentin im Urlaub. Also musste Herr P. tags darauf noch einmal auf dem Verkehrsamt erscheinen. Allerdings ohne Erfolg. Die Strafe wurde letztendlich mit 165 Euro festgesetzt. Bei der Strafbemessung sei kein Umstand als mildernd zu bemessen gewesen.

Klingt alles schon ein wenig nach Pflanzerei. Zudem fragt sich Ihre Ombudsfrau, warum Wiener Beamte Zeit haben, Taxilenker minutenlang zu beobachten. Herrn P. kurz persönlich auf sein Vergehen hinzuweisen, wäre bürgerfreundlich gewesen. Und hätte wahrscheinlich keine vier Minuten gedauert plus aufwendigen Papierkram verursacht...

Redaktion
Ombudsfrau
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum