Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
21.09.2017 - 11:05
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Strafverfügung bezahlt - dann kam nächste Strafe

10.01.2017, 18:00

Das kommt vor: Man überlässt jemandem aus dem Familien- oder Freundeskreis das eigene Auto, und derjenige kassiert eine Verkehrsstrafe. Was viele nicht wissen: Lassen Sie als Fahrzeughalter den Lenker die Strafverfügung einzahlen, gestehen Sie selbst die Schuld am Vergehen ein. Ein Leser aus Niederösterreich musste deshalb eine weitere Strafe bezahlen.

Gottfried K. hat selbst keinen Führerschein, besitzt aber ein Auto, das auch auf ihn zugelassen ist. Gelenkt wird das Fahrzeug immer von seiner Frau. Das war auch beim Urlaub in Kärnten im letzten Sommer so. Da beging Frau K. eine Geschwindigkeitsübertretung. Die folgende Strafverfügung lautete auf Herrn K. als Zulassungsbesitzer. Das Ehepaar den geforderten Betrag von 45 Euro - no na - eingezahlt und keinen Einspruch erhoben.

Ein teurer Fehler, wie sich später herausstellte. Herr K. hat von der Polizei in Kärnten vor kurzem eine weitere Strafe erhalten: 365 Euro für das Fahren ohne Führerschein! "Ich bitte Sie um Hilfe, da ich nicht mit dem Auto gefahren bin", wandte sich der Niederösterreicher an die Ombudsfrau.

Die Landespolizeidirektion Kärnten verweist zu unserer Anfrage auf die Rechtsprechung der Höchstgerichte. Laut dieser dürfe die Behörde nämlich ohne weitere Erhebungen davon ausgehen, dass der mit der Strafverfügung bestrafte Lenker auch tatsächlich das Fahrzeug gelenkt hat, wenn dieser keinen Einspruch erhebt und die Strafe einfach eingezahlt wird. Von wem das Geld stammt, kann eine Behörde ja nicht erahnen. Herr K. habe erst gegen die Strafe für das Fahren ohne Führerschein Einspruch erhoben. Allerdings zu spät. Sein Einspruch musste daher per Bescheid abgelehnt werden, wogegen er nun wiederum Einspruch erheben könnte

Fazit: Das Bezahlen einer Strafverfügung ist zwar meistens günstiger, kann einen Fahrzeugbesitzer aber teuer zu stehen kommen, wenn er nicht selbst am Steuer gesessen

Redaktion
Ombudsfrau
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum