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23.04.2017 - 12:45
Foto: thinkstockphotos.de

Geld für Tochter angelegt - 200.000 Euro sind weg!

27.01.2016, 10:00

Sein einziges Vermögen wollte ein Wiener für seine Tochter anlegen. Aus dem versprochenen satten Gewinn ist aber nichts geworden. Im Gegenteil - der Mann hat bis jetzt auch die investierten 200.000 Euro von zwei angeblichen Finanzdienstleistern nicht zurück erhalten. Es stellte sich heraus, die beiden haben nicht einmal eine Gewerbeberechtigung!

Nach einem Hausverkauf vor vier Jahren besaß Herr N. (Name von der Redaktion geändert) erstmals Vermögen. Das wollte er möglichst gewinnbringend für seine Tochter anlegen. Damit die sich später einmal eine eigene Wohnung kaufen kann. "Leider befand ich mich damals aufgrund einer Krankheit in einer psychischen Ausnahmesituation", schildert der Wiener.

Über Weitervermittlung von Bekannten über fünf Ecken geriet Herr N. an die zwei angeblichen Finanzdienstleister und deren Firma DGMC, jetzt Neo Clean mit Sitz in der Slowakei. Aufgrund des hohen versprochenen Gewinns von 133 Prozent, der schon nach einem Jahr ausbezahlt werden sollte, überwies Herr N. wie gefordert 200.000 Euro an eine Bank in Ungarn. Bis heute hat er keinen Cent gesehen, geschweige denn sein Geld zurückerhalten.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die beiden österreichischen "Finanzdienstleister" nicht einmal die notwendige Genehmigung besaßen, um solche Geschäfte abzuschließen. "Die betroffenen Herren S. und C. hätten nicht einmal den Bleistift in die Hand nehmen dürfen, um eine derartige Vereinbarung aufzusetzen", so Jurist Reinhold Schranz vom Europäischen Verbraucherzentrum. Seine Tipps, wie man eine seröse Finanzberatung erkennen kann: "Wird kein Anlegerprofil ausgefüllt, sollten schon die Alarmglocken schrillen. Hinterfragen Sie die Vorschläge, es gibt keine Geschenke, außerdem muss ein Berater auf das jeweilige Risiko hinweisen".

Herr N. kämpft nun gemeinsam mit dem Europäischen Verbraucherzentrum  um sein Recht und die Rückerstattung seines Geldes.

"Achtung, Finanzfalle", der Verein für Konsumenteninformation hat ein Buch mit Tipps herausgegeben, wie man mögliche Fehler vermeiden kann:http://www.konsument.at/update- finanzfalle 

27.01.2016, 10:00
Redaktion Ombudsfrau
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