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23.09.2017 - 04:36
Familie Kargl: "Durch Kommassierung wäre unser Lebenswerk, 34 Jahre Bio-Landwirtschaft, verloren."
Foto: Reinhard Holl

Bio- Bauern müssen weiter um ihre Felder bangen

23.09.2015, 10:00
Stellen Sie sich vor, die Behörde marschiert in ihre Wohnung und teilt Ihnen mit, dass Sie umquartiert werden und dann woanders wohnen. Was im privaten Bereich unmöglich scheint, ist in der Landwirtschaft Realität. Kommassierung nennt sich der behördlich angeordnete Zwangstausch von Ackerflächen. Und der bringt nicht immer Vorteile für die Betroffenen.

Erinnern Sie sich noch an Familie Kargl aus dem Waldviertel? Ihre Ombudsfrau hat im Jänner über die Biobauern aus Großglobnitz im Waldviertel berichtet , nachdem die Behörde die Kommassierung des Gebiets angekündigt hat.

Würden die Pläne wie vorgesehen durchgezogen werden, wäre das für Familie Kargl existenzbedrohend. Sie würden ihre biologischen Anbauflächen verlieren und stattdessen mit Kunstdünger und Pestiziden getränkten Boden bekommen. 34 Jahre Bio- Arbeit wären verloren. Konventionell bestellte Ackerflächen eignen sich erst nach vielen Jahren für den biologischen Anbau.

Behördlicherseits ist man der Ansicht, dass die geplante Kommassierung natürlich nur Vorteile für alle betroffenen Landwirte bringen würde. Man müsse der Landflucht entgegensteuern und bessere Strukturen schaffen. Größere Felder würden geschaffen, die mit weniger Aufwand und mit größeren Maschinen bestellt werden könnten. Mag sein, aber ist mehr Monokultur, weniger Vielfalt, wirklich der richtige Weg?

Ob alle von der Kommassierung betroffenen Landwirte das überhaupt wollen, spielt keine so Rolle. Die Möglichkeiten sich zu wehren, sind gering. Die Kargls haben es dennoch versucht. Sind mit ihrem ersten Antrag aber abgeblitzt. Die Nicht- Kommassierung ihrer Felder wurde abgelehnt. Das Verfahren geht in die nächste Runde.

Wir schreiben doch das 21. Jahrhundert? Und die Behörde darf gegen den Willen der Betroffenen in Privatbesitz befindliche Flächen neu verteilen? Klingt nach Mittelalter.

23.09.2015, 10:00
Redaktion Ombudsfrau
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