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23.05.2017 - 23:11
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Behörden- Wirrwarr um Krankengeld

03.11.2016, 06:00

Wie soll man sich als Bürger im Paragrafen- Dschungel zurechtfinden, wenn das nicht einmal die Behörden tun? Ein Niederösterreicher sagte aus Verzweiflung eine dringende Operation ab, weil ihm von AMS und Krankenkasse mitgeteilt wurde, dass er keinen Anspruch mehr auf Krankengeld habe. Dabei stimmte das gar nicht!

Seinen Job als Installateur in Wien musste Christian K. krankheitshalber im Sommer aufgeben. Danach war er im Krankenstand und wartete auf eine wichtige Bandscheiben- Operation, die für 28. Oktober geplant war. Vor kurzem teilte ihm die Wiener Gebietskrankenkasse aber mit, dass er ausgesteuert werde und keinen Anspruch mehr auf Krankengeld habe. Er wurde an das AMS verwiesen. Dort meinte man ebenfalls, dass ihm keine Leistung zustehe.

"Ich habe meine OP deshalb abgesagt. Das AMS sagte mir, ich müsse mir für 13 Wochen eine Arbeit suchen, dann hätte ich wieder Anspruch auf vollen Versicherungsschutz und eine Leistung. Aber wie soll ich das machen? Ich kann nicht lange sitzen oder gehen, bekomme Medikamente und Infusionen, damit ich nicht verrückt werde vor Schmerzen", schilderte uns Herr K. verzweifelt.

Die Ombudsfrau konnte helfen. Da Herr K. in Niederösterreich wohnt und nicht mehr in Wien arbeitet, ist nunmehr die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse für ihn zuständig. Die dortige Ombudsfrau, Ilse Schindlegger, hat sich den Fall angesehen und ist zu dem Schluss gekommen, dass hier einiges "daneben gegangen" sei. Im Gegensatz zur WGKK leistet die NÖGKK auch nach Aussteuerung Krankengeld. Und zwar für die Dauer notwendiger, unaufschiebbarer stationärer Aufenthalte. Sie rät Versicherten daher, sich immer direkt bei der zuständigen Kasse zu erkundigen.

Ein Lichtblick im dunklen Behördendschungel! Herr K. ist jedenfalls überglücklich, dass er nun endlich operiert werden kann: " Ich wusste nicht mehr ein und aus. Ich habe ich immer hart gearbeitet, auch mit höllischen Schmerzen und dann kam der Fall ins Ungewisse. Vielen Dank, dass es noch Menschlichkeit gibt!"

03.11.2016, 06:00
Redaktion Ombudsfrau
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