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08.12.2016 - 12:34
Foto: Gerhard Bartel

Zwei Soldaten gaben sich in Uniform das Jawort

01.02.2014, 02:00
Auf dieser Hochzeit wurde jeder abgebusselt, sowohl aus Freude als auch aus Nervosität. Zwei gestandene Soldaten, nervös wie junge Buben, gaben sich am Freitagnachmittag vor rund 100 Gästen im Wiener Bezirk Margareten das Jawort. Es war ein langer Weg bis hierher. Die "Krone" durfte an deren besonderen Tag dabei sein.

Zwischen Vizeleutnant Charles Eismayer (56) und Hauptmann Mario Falak (33) knistert es seit elf Jahren. Aus dem Knistern wurde eine Beziehung, die bereits einige Schicksalsschläge verkraftet hat, und am Freitag eine eingetragene Partnerschaft samt gemeinsamem Nachnamen: Falak- Eismayer.

Vor allem für den ehemals landesweit berüchtigten Ausbildner Eismayer war der Weg zu seinem Mann nicht einfach. "Natürlich war ich immer schon schwul. Bis vor wenigen Jahren habe ich aber ein Doppelleben geführt. Ich bin fast daran zugrunde gegangen. Mario hat mir die Kraft gegeben, mich zu outen. Wir wollten unsere Beziehung nicht mehr vertuschen müssen. Jetzt bin ich endlich frei", lächelt der 56- Jährige.

Schwul beim Heer - geht das? "Wir haben noch keine einzige negative Erfahrung gemacht. Die Kameraden geben uns Rückhalt. Die Gesellschaft ist bereit dafür", sind sich die beiden einig. Die Falak- Eismayers sind Soldaten mit Leib und Seele - genauso wie ihre Trauzeugen (auf Amtsdeutsch in diesem Fall: "Personen mit besonderer Stellung", Anm.) und Dutzende hochdekorierte Kameraden, die mit dem Paar bis spätnachts feierten.

01.02.2014, 02:00
Ulli Kittelberger und Gregor Brandl, Kronen Zeitung/red
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