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11.12.2016 - 16:08
Die Wohnung wurde vom Feuer komplett zerstört.
Foto: MA 68 Lichtbildstelle

Zimmerbrand fordert drei teils schwer Verletzte

21.03.2016, 10:47

Drei teils schwer Verletzte hat ein Zimmerbrand am Montagmorgen im Wiener Bezirk Ottakring gefordert. Der Mieter der betroffenen Wohnung ließ bei seiner panischen Flucht vor den Flammen die Eingangstür offen, das Stiegenhaus füllte sich daraufhin rasch mit beißendem Rauch. Zwei weitere, teils schwer verletzte Hausbewohner mussten von der Feuerwehr gerettet werden.

Der Brand brach laut Feuerwehr kurz vor 5.30 Uhr im ersten Stock des mehrgeschoßigen Wohnhauses in der Odoakergasse aus. Vor Ort trafen die Helfer - 33 Mann mit sieben Fahrzeugen standen im Einsatz - bereits auf den Inhaber der brennenden Wohnung, der sich leicht verletzt ins Freie gerettet hatte. Bei seiner Flucht hatte er jedoch "vermutlich im Schock" die Wohnungstür zum Gang nicht geschlossen, so die Feuerwehr. Das Stiegenhaus füllte sich daraufhin sofort mit dichtem Qualm.

In diesem Gebäude brach das Feuer aus. Die Flammen wüteten heftig.
Foto: MA 68 Lichtbildstelle

Ein Opfer im künstlichen Tiefschlaf

Während ein Teil der Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten begann, mussten weitere Helfer einen vom Rauch eingeschlossenen Mann mit einer Drehleiter über ein Gangfenster in Sicherheit bringen. Im dritten Stock des völlig verrauchten Stiegenhauses stießen die Feuerwehrmänner zudem auf eine weitere Bewohnerin im Alter von 75 Jahren, die sich selbst nicht mehr ins Freie hatte retten können. Sie wurde mit einer Fluchtfiltermaske aus dem Gebäude gebracht. In der Brandwohnung entdeckten die Helfer dann auch noch eine Katze, die das Feuer allerdings nicht überlebt hatte.

Die drei teils schwer Verletzten wurden erstversorgt und im Anschluss ins Krankenhaus eingeliefert. Ein 45- Jährige erlitt eine Rauchgasvergiftung, ein 36 Jahre alter Mann Verbrennungen an den Zehen. Der Gesundheitszustand der 75- Jährigen ist besorgniserregend. Die Frau wurde auf die Intensivstation gebracht und in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Die Erhebungen zur Ursache für das Feuer sind im Gange.

Tipps für den Ernstfall

"Dieser Vorfall zeigt wieder, wie gefährlich Brandrauch ist: Nur zwei, drei Atemzüge, und man ist ohnmächtig. Wenige Atemzüge mehr und man kann an den Rauchgasen sterben", sagt Oberbrandrat Christian Feiler und gibt wertvolle und überlebenswichtige Tipps für den Ernstfall: "Bei einem Brand in einem Haus mit mehreren Wohnungen unbedingt in der eigenen Wohnung bleiben, wenn diese vom Brand nicht betroffen ist. Die Türen zu Gang, WC und Badezimmer schließen und bei einem geöffneten Fenster auf sich aufmerksam machen."

Zudem warnt Feiler eindringlich: "Unter keinen Umständen selbst versuchen, über das verrauchte Stiegenhaus zu flüchten!" Auch sollte - wenn möglich - die Türe der Brandwohnung geschlossen bleiben, damit das Stiegenhaus möglichst lange rauchfrei bleibt.

21.03.2016, 10:47
krone.at
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